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Teilzeithirn des Tages: CDU-Wirtschaftsflügel

Von Harvey11 Montag 26.01.2026, 11:17

»Da will also eine Vereinigung von CDU-Hanseln das »Recht auf Teilzeit« kippen. Eine Rückfrage: Meinen die damit die Minijobs? Denn die sind für sieben Millionen Werktätige nichts anderes als die Pflicht zur Teilzeit. Aber von vorn: »Wer mehr arbeiten kann, sollte mehr arbeiten«, ­trompetete die Mittelstands- und ­Wirtschaftsunions-Vorsitzende Gitta ­Connemann dem Magazin Stern vor. Schließlich gebe es einen dramatischen Fachkräftemangel, so die Frau vom CDU-Wirtschaftsflügel. Dem kann man nur entschieden beipflichten, schaut man sich den fatalen Fachkräftemangel in der Bundesregierung so an. Was für ein Elend, wenn es ginge, würde ich glatt etwas spenden.

Wo wir schon bei bundesdeutscher Mangelwirtschaft sind, hören wir der Frau Connemann noch ein wenig weiter zu: Die »freiwillige Teilzeit aus Gründen der individuellen Lebensgestaltung« solle nicht dauerhaft durch den Sozialstaat abgesichert werden. Die Vorlage stammt übrigens vom Blockwart der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen. Der moserte erst kürzlich über Teilzeitarbeit, weil deshalb weniger Beiträge in die Sozialsysteme fließen würden. Die Bezeichnung »asoziales Gesindel« konnte er sich eben noch verkneifen. Dabei ist die deutsche Wirtschaftspolitik voller Böhmischer Dörfer: allgemeinverbindliche Tarifverträge, unbefristete Arbeitsverträge, generelle Sozialversicherungspflicht, Abschaffung der Leiharbeit und Werkverträge. Übrigens: In Ostdeutschland erhält jeder dritte Vollzeitbeschäftigte Niedriglohn. Drüben sind es knapp 20 Prozent.

Würde man diese Schandmale abreißen, will ich mir gar nicht ausmalen, wie sich Leistung wieder lohnen würde. Letzte Frage: Wann wird endlich die PISA-Studie aus dem Bundestag veröffentlicht?«


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Es ist schon erstaunlich, mit welchen Mitteln so manche die Wirtschaft ankurbeln wollen. Deren Hilflosigkeit ist immens.
Ein Mindestlohn, der gerade ausreicht um sich eine Rente in Höhe der Grundsicherung zu erarbeiten, ist wahrlich kein Ruhmesblatt.
Wenn sich Arbeit wieder lohnen soll, dann reicht es nicht die Sozialhilfe zu kürzen.
Aber Christen und Sozialen fällt das nicht auf. Wie war das mit dem Fachkräftemangel in der Bundesregierung?

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