Deutschland gibt Teil der nationalen Ölreserve frei
Seit Beginn des Iran-Kriegs schnellt der Ölpreis in die Höhe. Deutschland will nun Teile der nationalen Ölreserve freigeben, um die Märkte zu stabilisieren. Außerdem sollen Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen.
Deutschland gibt einen Teil der nationalen Ölreserve frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs weltweit deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise."
Im Bereich der Ölversorgung ist die Lage angespannt, da die Straße von Hormus derzeit de facto nicht passierbar ist", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am Mittag auf einer Pressekonferenz zur Freigabe. Der Weltmarktpreis von Öl sei um 30 Prozent gestiegen, so die CDU-Politikerin. Die Freigabe von Reserven soll die Preisanstiege dämpfen.
Die G7-Staaten hatten heute deshalb über die Freigabe von Reserven beraten. Koordiniert wird dieser Schritt von der Internationalen Energie-Agentur (IEA), sie hielt gestern eine Sondersitzung ab. Reiche bestätigte, dass die IEA ihren Mitgliedsstaaten eine Freigabe empfohlen habe. Es geht demnach insgesamt um einen Umfang von 400 Millionen Barrel Rohöl. Deutschland werde der IEA-Bitte nachkommen, so Reiche: "Denn Deutschland steht hinter dem wichtigsten Grundsatz der IEA: der gegenseitigen Solidarität."
Große Ölmengen aus der Golfregion, welche die Straße von Hormus passieren müssen, gehen an asiatische Länder. Die IEA-Mitgliedsländer Japan und Südkorea sind laut Reiche deshalb in besonders hohem Maße von Preissprüngen betroffen. Japan kündigte laut Nachrichtenagentur Reuters bereits an, der IEA-Empfehlung ebenfalls folgen zu wollen - ebenso Österreich.
Die 32 IEA-Mitgliedsländer müssen die IEA-Empfehlung noch annehmen - Reiche geht davon aus, dass das geschehen wird. Die Staaten verfügen über insgesamt 1,2 Milliarden Barrel Öl in der Notreserve. Hinzu kommen laut der in Paris ansässigen Organisation 600 Millionen Barrel Industrievorräte. Die IEA verpflichtet ihre Mitglieder, Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen.
Die Gasversorgung in Deutschland sei weiterhin gesichert, betonte Reiche in dem Statement. Die Gasspeicher seien zu 21 Prozent gefüllt, und die Abhängigkeit von Gas aus der Golfregion sei mit weniger als vier Prozent sehr gering.
Reiche kündigte außerdem an, dass Preiserhöhungen an Tankstellen künftig begrenzt werden sollen. Um die Belastung für Pendlerinnen und Pendler sowie Unternehmen zu dämpfen, solle die Häufigkeit der Preisänderungen an den Zapfsäulen eingeschränkt werden. Nach dem Vorbild des "österreichischen Modells" dürften Tankstellen ihre Preise dann nur noch einmal am Tag erhöhen, sagte die CDU-Politikerin. Preissenkungen seien dagegen jederzeit zulässig.
Nötig sei dafür eine Änderung des Kartellrechts. Die Regierung prüfe zudem eine Verschärfung der Missbrauchsaufsicht des Kartellamts beim Kraftstoffsektor, die zu verschärften Kontrollen bei Kosten und Preisen führen solle.
Der Spritpreis legte zwölf Tage in Folge zu. Politikerinnen und Politiker mehrere Parteien kritisierten daraufhin, Pendlerinnen und Pendler würden "abgezockt", die Preise würden viel zu früh erhöht. Auch Tankstellenbetreiber übten Kritik an den Mineralölkonzernen. Auf die Preise an der Zapfsäule hätten die Pächter keinen Einfluss.
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Jetzt will die Politik eingreifen, weil das gemacht wird, was im Kapitalismus völlig normal ist: so viel rausholen wie möglich.
Aber wenn in einem Wahljahr die Bürger böse werden, das könnte Folgen haben. Und der Krieg, der dauert noch ein Weilchen. Und wie er sich noch auf uns auswirken wird, das weiß auch unser ewige Freund und Kriegsverbrecher Trump nicht. Dem läuft jetzt auch Netanjahu aus dem Ruder.
Deutschland gibt Teil der nationalen Ölreserve frei
Seit Beginn des Iran-Kriegs schnellt der Ölpreis in die Höhe. Deutschland will nun Teile der nationalen Ölreserve freigeben, um die Märkte zu stabilisieren. Außerdem sollen Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen.
Deutschland gibt einen Teil der nationalen Ölreserve frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs weltweit deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise."
Im Bereich der Ölversorgung ist die Lage angespannt, da die Straße von Hormus derzeit de facto nicht passierbar ist", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am Mittag auf einer Pressekonferenz zur Freigabe. Der Weltmarktpreis von Öl sei um 30 Prozent gestiegen, so die CDU-Politikerin. Die Freigabe von Reserven soll die Preisanstiege dämpfen.
Die G7-Staaten hatten heute deshalb über die Freigabe von Reserven beraten. Koordiniert wird dieser Schritt von der Internationalen Energie-Agentur (IEA), sie hielt gestern eine Sondersitzung ab. Reiche bestätigte, dass die IEA ihren Mitgliedsstaaten eine Freigabe empfohlen habe. Es geht demnach insgesamt um einen Umfang von 400 Millionen Barrel Rohöl. Deutschland werde der IEA-Bitte nachkommen, so Reiche: "Denn Deutschland steht hinter dem wichtigsten Grundsatz der IEA: der gegenseitigen Solidarität."
Große Ölmengen aus der Golfregion, welche die Straße von Hormus passieren müssen, gehen an asiatische Länder. Die IEA-Mitgliedsländer Japan und Südkorea sind laut Reiche deshalb in besonders hohem Maße von Preissprüngen betroffen. Japan kündigte laut Nachrichtenagentur Reuters bereits an, der IEA-Empfehlung ebenfalls folgen zu wollen - ebenso Österreich.
Die 32 IEA-Mitgliedsländer müssen die IEA-Empfehlung noch annehmen - Reiche geht davon aus, dass das geschehen wird. Die Staaten verfügen über insgesamt 1,2 Milliarden Barrel Öl in der Notreserve. Hinzu kommen laut der in Paris ansässigen Organisation 600 Millionen Barrel Industrievorräte. Die IEA verpflichtet ihre Mitglieder, Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen.
Die Gasversorgung in Deutschland sei weiterhin gesichert, betonte Reiche in dem Statement. Die Gasspeicher seien zu 21 Prozent gefüllt, und die Abhängigkeit von Gas aus der Golfregion sei mit weniger als vier Prozent sehr gering.
Reiche kündigte außerdem an, dass Preiserhöhungen an Tankstellen künftig begrenzt werden sollen. Um die Belastung für Pendlerinnen und Pendler sowie Unternehmen zu dämpfen, solle die Häufigkeit der Preisänderungen an den Zapfsäulen eingeschränkt werden. Nach dem Vorbild des "österreichischen Modells" dürften Tankstellen ihre Preise dann nur noch einmal am Tag erhöhen, sagte die CDU-Politikerin. Preissenkungen seien dagegen jederzeit zulässig.
Nötig sei dafür eine Änderung des Kartellrechts. Die Regierung prüfe zudem eine Verschärfung der Missbrauchsaufsicht des Kartellamts beim Kraftstoffsektor, die zu verschärften Kontrollen bei Kosten und Preisen führen solle.
Der Spritpreis legte zwölf Tage in Folge zu. Politikerinnen und Politiker mehrere Parteien kritisierten daraufhin, Pendlerinnen und Pendler würden "abgezockt", die Preise würden viel zu früh erhöht. Auch Tankstellenbetreiber übten Kritik an den Mineralölkonzernen. Auf die Preise an der Zapfsäule hätten die Pächter keinen Einfluss.
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Aber wenn in einem Wahljahr die Bürger böse werden, das könnte Folgen haben. Und der Krieg, der dauert noch ein Weilchen. Und wie er sich noch auf uns auswirken wird, das weiß auch unser ewige Freund und Kriegsverbrecher Trump nicht. Dem läuft jetzt auch Netanjahu aus dem Ruder.