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Tauziehen um Gespräche

Von Harvey11 Freitag 16.05.2025, 09:29 – geändert Freitag 16.05.2025, 09:40

Wortgefechte zwischen Moskau und Kiew vor Istanbuler Treffen
Mit mehrstündiger Verzögerung sollten am Donnerstag in Istanbul Gespräche zwischen Russland und der Ukraine über eine Beendigung des Ukraine-Krieges beginnen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte laut AFP in Ankara, er werde selbst nicht daran teilnehmen, erlaubte aber einer ukrainischen Delegation auf niedrigerer Rangstufe, Gespräche mit den russischen Vertretern aufzunehmen. Der russische Delegationsleiter sagte in Istanbul, Moskau sei zu möglichen Kompromissen bereit. Ob die Verhandlungen tatsächlich aufgenommen wurden, war bis zum Redaktionsschluss nicht bekannt.
Beide Seiten hatten sich zuvor den ganzen Tag über mit Beleidigungen und Vorwürfen überzogen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij kritisierte, dass sein russischer Konterpart Wladimir Putin nicht persönlich nach Istanbul gekommen war, wie es Selenskij verlangt hatte. Selenskij machte seine eigene Teilnahme von der Anwesenheit Putins abhängig: Mit einer Delegation aus stellvertretenden Ministern und weisungsgebundenen Beamten gebe es für ihn nichts zu verhandeln. Verständnis für die Absage Putins, nach Istanbul zu kommen, äußerte dagegen US-Präsident Donald Trump. Er sagte am Rande seiner Nahostreise, es sei klar, dass Putin sich nur dann zu Gesprächen bequemen werde, wenn er, Trump, auf der anderen Seite sitze. Russland revanchierte sich mit der Bezeichnung Selenskijs als »Clown« und »Versager«.

Man muss sich vorstellen. Da findet jemand einen, der sich für seine Ziele benutzen lässt. Es funktioniert aber nicht wie das Ende geplant war.
Der andere rückt immer weiter vor, geht einfach nicht kaputt wie es öffentlich angekündigt wurde.
Darum will man jetzt irgendwie da rauskommen. Daheim, könnte es Ärger geben. Um das aber als Sieg zu verkaufen, fordert man Verhandlungen, stellt dabei aber Bedingungen. Sogar der, der ohne die Hilfe anderer längst kein Thema mehr wäre. Der glaubt immer noch den Sprüchen derer, die ihn in dieses Abenteuer geschickt haben und ihn weiter darin befeuern, dass er der Größte sei und darum Bedingungen stellen könne.
Natürlich lässt sich Putin das nicht bieten. Aber über den eigenen Schatten springen wagt sich die Koalition Fieselschweif nicht.
Denn etwas fürchten die mehr als die Russen - die Frage ihrer Bürger nach dem warum.
Aber Putin denkt nicht daran die vom Haken zu lassen. Wer will es ihm verübeln? Auch wenn man seine Politik in Russland missbilligt.


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