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Stille Geheimdienste und lautes Säbelrasseln

Von Harvey11 Donnerstag 13.11.2025, 14:20

US-Angriffe auf Boote in der Karibik stören offenbar auch London

Kolumbien stoppt als Reaktion auf die US-Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote im Pazifik und der Karibik den Austausch von Geheimdienstinformationen mit den USA. Auf „allen Ebenen“ der Geheimdienste sei angeordnet worden, „die Kommunikation und sonstige Kontakte mit US-Sicherheitsbehörden auszusetzen“, teilte Kolumbiens Präsident Gustavo Petro am Dienstag mit. Dies gelte so lange, wie die Raketenangriffe auf Boote andauerten.
Die britische Regierung lehnte derweil ein Statement zu einem Bericht des US-Senders CNN ab, wonach London aufgehört habe, seine Geheimdienstinformationen zu mutmaßlichen Drogenbooten in der Karibik mit den USA zu teilen, um eine Verwicklung in völkerrechtlich illegale Angriffe zu vermeiden. Die USA seien Großbritanniens „engster Partner“, hielt ein Sprecher des britischen Premiers Keir Starmer am Dienstag dagegen.
Auch Petro verwies auf den CNN-Bericht. Die Beziehungen zwischen Bogotá und Washington haben sich zuletzt massiv verschlechtert. Die US-Regierung wirft Petro mangelnde Entschlossenheit im Kampf gegen die Drogenkartelle vor und verhängte Sanktionen gegen den Präsidenten. Viele Erfolge der kolumbianischen Drogenbekämpfung beruhen auf US-Informationen oder denen anderer Partner – etwa Großbritannien.
Das US-Militär stockt seine Streitmacht in den Gewässern vor Lateinamerika unterdessen weiter auf. Der größte Flugzeugträger der Welt, die zuletzt vor Norwegen und dem Mittelmeerraum aktive „USS Gerald R. Ford“, erreichte das Einsatzgebiet des US-Südkommandos. Es erstreckt sich über die Karibik und auch über Gewässer, die an Mittel- und Südamerika grenzen.
Die USA begründen die Militärpräsenz mit dem Kampf gegen transnationale kriminelle Organisationen und die Abwehr von Drogen. Jedoch kommt es wegen zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Karibikstaat Venezuela vermehrt zu Spekulationen über den tatsächlichen Grund für die Verlegung des Flugzeugträgers.
Aktuell haben die Behörden in Panama ein Boot mit mehreren Tonnen Kokain an Bord aufgehalten, das auf dem Weg in die USA war. Es handele sich um einen der größten Drogenfunde in panamaischen Gewässern jemals, sagte der Staatsanwalt Julio Villareal am Dienstag. Die Festgenommenen kämen aus Venezuela, Ecuador und Nicaragua, das Boot aus Kolumbien. Es ist ein Beispiel für das Bemühen lateinamerikanischer Staaten, den Einsatz gegen den Drogenhandel zu demonstrieren.
Trumps Regierung beschuldigt allerdings Venezuelas Diktator Nicolás Maduro, in den Drogenschmuggel verwickelt zu sein. Washington will ihn in den USA vor Gericht sehen. Die Regierung Venezuelas antwortet eigenen Angaben zufolge mit einer Großübung für fast 200000 Einsatzkräfte. Die US-Präsenz in der Karibik wird verurteilt als „imperialistische Bedrohung“ sowie „vulgärer Einsatz gegen die Souveränität und den Frieden“ der Region.
Bislang wurden bei mindestens 20 US-Angriffen in internationalen Gewässern nach US-Angaben mindestens 76 Menschen getötet. Die USA haben keine Beweise vorgelegt, dass die Boote tatsächlich Drogen beförderten.
Frankfurter Rundschau 13.11.2025

Drogen ja oder nein? Egal, Donald der Erste muss keine Beweise für seine vielen Behauptungen vorlegen. Er fordert unbedingten Gehorsam. Das ähnelt schon dem ersten Gebot. Sieht er sich bereits als ein Gott?
Auch egal, er wird immer noch angehimmelt, enthusiastisch verehrt. Auch in Europa, besonders in Deutschland. Dort lässt man sich von ihm sogar vorschreiben, wo wie einkaufen dürfen und wo nicht.
Das rücksichtslose Auftreten der USA nimmt immer gefährlichere Züge an.
Trumps Regierung verletzt mit den immer neuen Angriffen gegen mutmaßliche Drogenschmugglerboote selbst internationales Recht.
Aber unsere Transatlantiker lassen auf ihren großem Führer nichts kommen.
Länder, die Geheimdienstinformationen zurückhalten um dieses Unrecht nicht noch mehr zu befeuern, werden mehr. Wollen die keinem Schurkenstaat beim Rechtsbruch helfen?
Aber Trump muss sich keine Sorgen machen. Wenigstens hier wird er verehrt.
Ja, wie ein Gott. So tritt er ja auch auf.
Sein Schloss will er sich ja bauen. Ist das Krönchen auch schon in Arbeit?
Werden das die Deutschen bezahlen? Eigentlich müssten die. Denn ohne die USA fühlen die sich doch rettungslos verloren. Da sind andere geistig viel weiter.

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