Von Harvey11
Montag 12.05.2025, 14:04 – geändert Montag 12.05.2025, 14:09
SPD-Landesverbände in NRW und Schleswig-Holstein gegen Klingbeil
SPD-Bundesparteichef Lars Klingbeil muss nach dem Start der schwarz-roten Bundesregierung harsche Kritik von der Basis entgegen nehmen. Beim Landesparteitag der nordrhein-westfälischen SPD in Duisburg warfen ihm vor allem junge Delegierte in einer Aussprache programmatische Planlosigkeit und Ämterhäufung bei gleichzeitiger „Abstrafung“ seiner Co-Vorsitzenden Saskia Esken vor. Auch bei der SPD Schleswig-Holstein machten junge Parteimitglieder ihrem Ärger Luft.
Vor dem kritisch gestimmten Landesverband NRW, der schon im Vorfeld eine schonungslose Analyse des SPD-Absturzes bei der Bundestagswahl vorgelegt hatte, sicherte Klingbeil eine offene Aufarbeitung der Wahlniederlage zu und räumte Fehler ein - allerdings ohne auf gravierende Punkte einzugehen, die der Parteibasis unter den Nägeln brannten.
So monierte die Juso-Landesvorsitzende in NRW, Nina Gaedike, floskelhafte Erklärungen nach schlechten Ergebnissen. „Was ist dein Plan?“, wollte sie von Klingbeil wissen.
In Husum fragte eine Vertreterin der Jusos: „Lars, wo war bei dir die Demut über das schlechte Ergebnis?“ Ein Delegierter kritisierte Klingbeils Aussage, die SPD müsse sich in der Mitte positionieren. Der Vizekanzler wies Forderungen nach einem entschieden linken Kurs zurück.
DPA/FR
Das Knirschen in der Basis konnte man erwarten. Einen schweigenden Lars Klingbeil aber auch.
Etwas hat er aber doch verlauten lassen und das verrät viel.
Der Vizekanzler wies Forderungen nach einem entschieden linken Kurs zurück.
Also auf Deutsch: wer von der neuen SPD einen sozialdemokratischen Kurs erwartet, der befindet sich auf dem falschen Dampfer. Nun ja, Klingbeil gehört dem Seeheimer Kreis an und der ist die ganz rechte Ecke der SPD.
Meine Vermutung, zukünftig ist die SPD mit sich zufrieden, wenn sie der Union zur Mehrheit verhelfen darf. Also nur noch ein Schoßhündchen. Aber auch nur noch ein Schatten früherer Tage, verkommen zur neuen FDP.
Hoffentlich geht sie bald auch deren Weg.
Und Die Linke weiß hoffentlich, was ihr da in den Schoss fallen könnte. Die einzige Partei, die noch nicht mit der AfD geflirtet hat.
SPD-Landesverbände in NRW und Schleswig-Holstein gegen Klingbeil
SPD-Bundesparteichef Lars Klingbeil muss nach dem Start der schwarz-roten Bundesregierung harsche Kritik von der Basis entgegen nehmen. Beim Landesparteitag der nordrhein-westfälischen SPD in Duisburg warfen ihm vor allem junge Delegierte in einer Aussprache programmatische Planlosigkeit und Ämterhäufung bei gleichzeitiger „Abstrafung“ seiner Co-Vorsitzenden Saskia Esken vor. Auch bei der SPD Schleswig-Holstein machten junge Parteimitglieder ihrem Ärger Luft.
Vor dem kritisch gestimmten Landesverband NRW, der schon im Vorfeld eine schonungslose Analyse des SPD-Absturzes bei der Bundestagswahl vorgelegt hatte, sicherte Klingbeil eine offene Aufarbeitung der Wahlniederlage zu und räumte Fehler ein - allerdings ohne auf gravierende Punkte einzugehen, die der Parteibasis unter den Nägeln brannten.
So monierte die Juso-Landesvorsitzende in NRW, Nina Gaedike, floskelhafte Erklärungen nach schlechten Ergebnissen. „Was ist dein Plan?“, wollte sie von Klingbeil wissen.
In Husum fragte eine Vertreterin der Jusos: „Lars, wo war bei dir die Demut über das schlechte Ergebnis?“ Ein Delegierter kritisierte Klingbeils Aussage, die SPD müsse sich in der Mitte positionieren. Der Vizekanzler wies Forderungen nach einem entschieden linken Kurs zurück.
DPA/FR
Das Knirschen in der Basis konnte man erwarten. Einen schweigenden Lars Klingbeil aber auch.
Etwas hat er aber doch verlauten lassen und das verrät viel.
Der Vizekanzler wies Forderungen nach einem entschieden linken Kurs zurück.
Also auf Deutsch: wer von der neuen SPD einen sozialdemokratischen Kurs erwartet, der befindet sich auf dem falschen Dampfer. Nun ja, Klingbeil gehört dem Seeheimer Kreis an und der ist die ganz rechte Ecke der SPD.
Meine Vermutung, zukünftig ist die SPD mit sich zufrieden, wenn sie der Union zur Mehrheit verhelfen darf. Also nur noch ein Schoßhündchen. Aber auch nur noch ein Schatten früherer Tage, verkommen zur neuen FDP.
Hoffentlich geht sie bald auch deren Weg.
Und Die Linke weiß hoffentlich, was ihr da in den Schoss fallen könnte. Die einzige Partei, die noch nicht mit der AfD geflirtet hat.