Spahn & Vance: Das Traumduo der postliberalen Rechten
Jens Spahn könnte man auch als den JD Vance der Bundesrepublik nennen. Beide sind noch jung – der eine 45, der andere 41 –, beide gelten als extrem ehrgeizig und als skrupellose Vertreter der postliberalen Rechten. Die beiden mögen sich. Spahn hält Vance für einen „wahnsinnig intelligenten Mann“, Vance sieht in Spahn den Brückenbauer zur erhofften schwarz-blauen Regierung.
Schon im Juli 2024 besuchte Spahn den Parteitag der US-Republikaner, auf dem Vance zu Donald Trumps „Running Mate“ als Vizepräsidentschaftskandidat gewählt wurde. Spahn fand das toll und meinte, hinter den breiten Schultern eines Präsidenten Trump könne Vance in aller Stille die Truppen für einen grundlegenden politischen Wandel sammeln. Spahn witterte Trumps künftigen Erfolg und kümmerte sich frühzeitig um Kontakte zu den „konservativen Revolutionären“ im MAGA-Lager. Wo immer ein Mikrofon offensteht, lobt er seither Trumps Politik, denn er weiß, dass der Dank zu ihm zurückkommen wird.
Sollten Friederich Merz und Trump nach den Wahlen des Jahres 2026 „lahme Enten“ sein, müssen die beide Kronprinzen wohl einspringen, der eine als Präsidentschafts-, der andere als Kanzlerkandidat. Sie könnten ihre Wahlkämpfe sogar synchronisieren: Der eine wäre im November 2028 dran, der andere im Februar 2029 dran.
Doch sofort erheben sich altkluge Stimmen, die dieses Traumpaar für eine aberwitzige Personalspekulation halten. Weder Vance noch Spahn seien sonderlich populär. An Spahn kleben zahlreiche Skandale, er hat sechs Milliarden Euro für teils überflüssige, teils untaugliche Corona-Masken verschleudert, dubiose Geschäfte eingefädelt, teure Immobilien mit Geld aus unbekannten Quellen finanziert. Vance gilt als undurchsichtiger Emporkömmling und Opportunist, der einst Trump kritisierte und heute dessen treuester Vasall und Wadenbeißer ist. Weder Spahn noch Vance gelten als Versöhner noch als Volksredner. Sie sind Einzelgänger, gemacht für die zweite Reihe. Von der Mehrheit der Bürger werden sie abgelehnt.
Sollten die Zwischen- und Landtagswahlen 2026 für Trump und Merz tatsächlich zum Desaster werden, könnten Aufstände in der Union und bei den Republikanern Vance und Spahn noch vor ihren Chefs vom Platz fegen.
Der Freitag, 23.12.2025
Beides keine Volkshelden, beide mit Flecken auf den Westen, aber beide mit wichtigen Ämtern. Aber irgendetwas müssen haben.
Oder macht sie gerade das so unentbehrlich?
Spahn & Vance: Das Traumduo der postliberalen Rechten
Jens Spahn könnte man auch als den JD Vance der Bundesrepublik nennen. Beide sind noch jung – der eine 45, der andere 41 –, beide gelten als extrem ehrgeizig und als skrupellose Vertreter der postliberalen Rechten. Die beiden mögen sich. Spahn hält Vance für einen „wahnsinnig intelligenten Mann“, Vance sieht in Spahn den Brückenbauer zur erhofften schwarz-blauen Regierung.
Schon im Juli 2024 besuchte Spahn den Parteitag der US-Republikaner, auf dem Vance zu Donald Trumps „Running Mate“ als Vizepräsidentschaftskandidat gewählt wurde. Spahn fand das toll und meinte, hinter den breiten Schultern eines Präsidenten Trump könne Vance in aller Stille die Truppen für einen grundlegenden politischen Wandel sammeln. Spahn witterte Trumps künftigen Erfolg und kümmerte sich frühzeitig um Kontakte zu den „konservativen Revolutionären“ im MAGA-Lager. Wo immer ein Mikrofon offensteht, lobt er seither Trumps Politik, denn er weiß, dass der Dank zu ihm zurückkommen wird.
Sollten Friederich Merz und Trump nach den Wahlen des Jahres 2026 „lahme Enten“ sein, müssen die beide Kronprinzen wohl einspringen, der eine als Präsidentschafts-, der andere als Kanzlerkandidat. Sie könnten ihre Wahlkämpfe sogar synchronisieren: Der eine wäre im November 2028 dran, der andere im Februar 2029 dran.
Doch sofort erheben sich altkluge Stimmen, die dieses Traumpaar für eine aberwitzige Personalspekulation halten. Weder Vance noch Spahn seien sonderlich populär. An Spahn kleben zahlreiche Skandale, er hat sechs Milliarden Euro für teils überflüssige, teils untaugliche Corona-Masken verschleudert, dubiose Geschäfte eingefädelt, teure Immobilien mit Geld aus unbekannten Quellen finanziert. Vance gilt als undurchsichtiger Emporkömmling und Opportunist, der einst Trump kritisierte und heute dessen treuester Vasall und Wadenbeißer ist. Weder Spahn noch Vance gelten als Versöhner noch als Volksredner. Sie sind Einzelgänger, gemacht für die zweite Reihe. Von der Mehrheit der Bürger werden sie abgelehnt.
Sollten die Zwischen- und Landtagswahlen 2026 für Trump und Merz tatsächlich zum Desaster werden, könnten Aufstände in der Union und bei den Republikanern Vance und Spahn noch vor ihren Chefs vom Platz fegen.
Der Freitag, 23.12.2025
Beides keine Volkshelden, beide mit Flecken auf den Westen, aber beide mit wichtigen Ämtern. Aber irgendetwas müssen haben.
Oder macht sie gerade das so unentbehrlich?