Von ehemaliges Mitglied
Mittwoch 17.09.2025, 10:32 – geändert Mittwoch 17.09.2025, 11:42
Als ein Rechtsextremer 2022 den Ehemann der Demokratin Nancy Pelosi mit einem Hammer schwer verletzte, machte Kirk Witze: Ein „Patriot“ solle seine Kaution bezahlen (Kirk schob nach, er würde den Angriff nicht gutheißen). Über Joe Biden sagte er 2023: „Biden ist ein stümperhafter, von Demenz befallener, korrupter Tyrann mit Alzheimer, der ehrlich gesagt wegen seiner Verbrechen gegen Amerika ins Gefängnis gesteckt und/oder zum Tode verurteilt werden sollte.“ Hinrichtungen, fand Kirk, sollten öffentlich stattfinden und im Fernsehen übertragen werden. Mit seinen Mit-Panelisten (darunter der Rechtsextremist Jack Posobiec) diskutierte er darüber, ab welchem Alter Kinder diese öffentlichen Hinrichtungen sehen sollten.
Kirk selbst hatte Feinde, die noch extremer waren als er
Kirk selbst hatte Feinde, die noch extremer waren als er: unter anderem den Holocaustleugner Nick Fuentes und seine Fans, die sich „Groyper“ nennen und die TPUSA-Veranstaltungen störten, um Kirk bloßzustellen. „Sie fanden, er war nicht rassistisch genug. Sie wollen ein Weißes Amerika.“ Und: „Sie verfolgten ihn auch, weil er damals noch nicht komplett gegen gleichgeschlechtliche Ehe war – das ist nicht mehr der Fall“, sagt Boedy und ergänzt:
„Kirks Antwort auf die ‘Groyper Armee’ war, sich ihnen anzupassen: Er war rechtsextrem in Sachen Einwanderung, redete von einem Krieg gegen Weiße Menschen.” Kirk lud White Supremacists in seine Show ein und nutzte eine Grafik der White Nationalist Organisation American Renaissance, um den rechtsextremen Verschwörungsmythos vom „Großen Austausch” zu bewerben. Er äußerte sich mehrfach rassistisch, etwa als er behauptete, dass „herumstreunende Schwarze zum Spaß weiße Menschen ins Visier nehmen“ würden. Auch antisemitische Bemerkungen finden sich.
„Juden sind unter den größten Finanziers von Ideen des kulturellen Marxismus.“ – Kirk
So sagte Kirk 2023: „Juden sind unter den größten Finanziers von Ideen des kulturellen Marxismus“ – kultureller Marxismus ist eine antisemitische Verschwörungstheorie. Abtreibung bezeichnete er als „8-mal schlimmer“ als den Holocaust. Auch Islamfeindlichkeit war ein zentraler Bestandteil von Kirks Politik. Im September 2025 schrieb er: „Der Islam ist das Schwert, mit dem die Linke Amerika die Kehle durchschneidet.“ Er forderte Nürnberger Prozesse für Ärzte, die geschlechtsangleichende Gesundheitsversorgung für trans Menschen bereitstellen.
Trans Menschen bezeichnete Kirk 2023 als „pulsierenden Mittelfinger gegen Gott“ und „Abscheulichkeit“. Homosexualität verglich er mit Alkohol- oder Drogensucht. Einen Bibelvers, der die Todesstrafe für Homosexuelle fordert, nannte er in einem Gespräch über eine Youtuberin, die mit der Bibel argumentierte, um Toleranz für queere Menschen zu bewerben, „Gottes perfektes Gesetz in sexuellen Angelegenheiten“. Kirk behauptete, die USA befänden sich in einem „spirituellen Krieg“ zwischen rechtgläubigen Christen und Demokraten, denn die „Demokratische Partei unterstützt alles, was Gott hasst“.
„Man muss sein politisches Projekt nicht beschönigen, um seine Ermordung zu verurteilen.“
In deutschen Medien wurde Kirk nach seiner Ermordung zunächst als „konservativer Aktivist“ bezeichnet – eine Verharmlosung. „Charlie Kirk war ein rechtsextremer Rassist, Sexist und Faschist. Jemand mit Einstellungen, die Teile der AfD moderat erscheinen lassen. Man muss sein politisches Projekt nicht beschönigen, um seine Ermordung zu verurteilen“, schrieb der Politikwissenschaftler Tarik Abou-Chadi (Oxford University). Die Schuld für den Mord an Kirk gab die US-Rechte sofort „Linken“ und Demokraten, auch wenn es dafür keine Belege gibt. Das Tatmotiv des festgenommenen Tyler R. ist noch unklar.
Als ein Rechtsextremer 2022 den Ehemann der Demokratin Nancy Pelosi mit einem Hammer schwer verletzte, machte Kirk Witze: Ein „Patriot“ solle seine Kaution bezahlen (Kirk schob nach, er würde den Angriff nicht gutheißen). Über Joe Biden sagte er 2023: „Biden ist ein stümperhafter, von Demenz befallener, korrupter Tyrann mit Alzheimer, der ehrlich gesagt wegen seiner Verbrechen gegen Amerika ins Gefängnis gesteckt und/oder zum Tode verurteilt werden sollte.“ Hinrichtungen, fand Kirk, sollten öffentlich stattfinden und im Fernsehen übertragen werden. Mit seinen Mit-Panelisten (darunter der Rechtsextremist Jack Posobiec) diskutierte er darüber, ab welchem Alter Kinder diese öffentlichen Hinrichtungen sehen sollten.
Kirk selbst hatte Feinde, die noch extremer waren als er
Kirk selbst hatte Feinde, die noch extremer waren als er: unter anderem den Holocaustleugner Nick Fuentes und seine Fans, die sich „Groyper“ nennen und die TPUSA-Veranstaltungen störten, um Kirk bloßzustellen. „Sie fanden, er war nicht rassistisch genug. Sie wollen ein Weißes Amerika.“ Und: „Sie verfolgten ihn auch, weil er damals noch nicht komplett gegen gleichgeschlechtliche Ehe war – das ist nicht mehr der Fall“, sagt Boedy und ergänzt:
„Kirks Antwort auf die ‘Groyper Armee’ war, sich ihnen anzupassen: Er war rechtsextrem in Sachen Einwanderung, redete von einem Krieg gegen Weiße Menschen.” Kirk lud White Supremacists in seine Show ein und nutzte eine Grafik der White Nationalist Organisation American Renaissance, um den rechtsextremen Verschwörungsmythos vom „Großen Austausch” zu bewerben. Er äußerte sich mehrfach rassistisch, etwa als er behauptete, dass „herumstreunende Schwarze zum Spaß weiße Menschen ins Visier nehmen“ würden. Auch antisemitische Bemerkungen finden sich.
„Juden sind unter den größten Finanziers von Ideen des kulturellen Marxismus.“ – Kirk
So sagte Kirk 2023: „Juden sind unter den größten Finanziers von Ideen des kulturellen Marxismus“ – kultureller Marxismus ist eine antisemitische Verschwörungstheorie. Abtreibung bezeichnete er als „8-mal schlimmer“ als den Holocaust. Auch Islamfeindlichkeit war ein zentraler Bestandteil von Kirks Politik. Im September 2025 schrieb er: „Der Islam ist das Schwert, mit dem die Linke Amerika die Kehle durchschneidet.“ Er forderte Nürnberger Prozesse für Ärzte, die geschlechtsangleichende Gesundheitsversorgung für trans Menschen bereitstellen.
Trans Menschen bezeichnete Kirk 2023 als „pulsierenden Mittelfinger gegen Gott“ und „Abscheulichkeit“. Homosexualität verglich er mit Alkohol- oder Drogensucht. Einen Bibelvers, der die Todesstrafe für Homosexuelle fordert, nannte er in einem Gespräch über eine Youtuberin, die mit der Bibel argumentierte, um Toleranz für queere Menschen zu bewerben, „Gottes perfektes Gesetz in sexuellen Angelegenheiten“. Kirk behauptete, die USA befänden sich in einem „spirituellen Krieg“ zwischen rechtgläubigen Christen und Demokraten, denn die „Demokratische Partei unterstützt alles, was Gott hasst“.
„Man muss sein politisches Projekt nicht beschönigen, um seine Ermordung zu verurteilen.“
In deutschen Medien wurde Kirk nach seiner Ermordung zunächst als „konservativer Aktivist“ bezeichnet – eine Verharmlosung. „Charlie Kirk war ein rechtsextremer Rassist, Sexist und Faschist. Jemand mit Einstellungen, die Teile der AfD moderat erscheinen lassen. Man muss sein politisches Projekt nicht beschönigen, um seine Ermordung zu verurteilen“, schrieb der Politikwissenschaftler Tarik Abou-Chadi (Oxford University). Die Schuld für den Mord an Kirk gab die US-Rechte sofort „Linken“ und Demokraten, auch wenn es dafür keine Belege gibt. Das Tatmotiv des festgenommenen Tyler R. ist noch unklar.