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Showdown in Alaska

Von Harvey11 Freitag 15.08.2025, 09:36 – geändert Freitag 15.08.2025, 10:41

Ukraine-Krieg: Merz lobt sich vor Treffen von Trump und Putin für »klare Botschaft«. Russland meldet Vernichtung von Kiews Raketenprogramm

Vor dem russisch-US-amerikanischen Gipfel in Alaska an diesem Freitag haben die am Mittwoch in Berlin versammelten oder zugeschalteten »Europäer« US-Präsident Donald Trump nach eigenen Aussagen fünf »Bedingungen« für die Gespräche mit Wladimir Putin auf den Weg gegeben. Der bei der Videokonferenz gastgebende Bundeskanzler Friedrich Merz fasste sie im Anschluss so zusammen: Man könne über »territoriale Fragen« sprechen, werde Abtretungen aber nie rechtlich anerkennen. Worüber soll dann aber geredet werden? Die »fünf Punkte« der europäischen Ukraine-Unterstützer seien weiter, so Merz: Die Ukraine müsse künftig »mit am Tisch sitzen«, und Gespräche müssten dann »in der richtigen Reihenfolge stattfinden«, nämlich »erst nach einem Waffenstillstand«. Außerdem müsse es »robuste Sicherheitsgarantien für die Ukraine« geben, einschließlich des Rechts der »Europäer«, die Ukraine mit Waffen zu versorgen. Das Problem daran ist, dass Gespräche, die nicht auf ein irgendwie rechtlich formalisiertes Ergebnis hinauslaufen sollen – und sei es in der politisch nachrangigen und nur emotional aufgeladenen Territorialfrage –, keine Gespräche sind bzw. nicht mehr als Gerede.

Steht das Treffen unter einem guten Stern?
Einer will unbedingt einen Erfolg, dass es zum Friedensnobelpreis langt (über den Preis für den Preis wird er sich bestimmt schon erkundigt haben) und will gerne Geschäfte machen. Ist aber für seine Launen und Sprunghaftigkeit bekannt.
Sein Gegenüber weiß, dass dessen Land in der Ukraine gezündelt hat kennt dessen Klemme und ist ein gewiefter Taktiker. Er ist die hellere Kerze und hätte nichts gegen einen Frieden. Aber nicht um den Preis des Vergessens darüber, wie es begann. Auch kennt er die finanzielle Lage der übrigen Kriegsfinanziers, die auf diesem Vergessen bestehen und sich sogar in der Lage fühlen, ihm Bedingungen zu diktieren.
Da wedelt der Schwanz mit dem Hund.
Mancher könnte auf die Idee kommen, dass sie den Frieden verhindern wollen und Trump zu einem resoluteren Eingreifen zu drängen.
Der ist zwar der große Boss in den USA. Aber dort fragen sich immer mehr, was sie mit der Ukraine zu tun hätten.
Warten wir ab wie lange es dauern wird und wer zornig wegfährt.
Etwas steht für mich bereits fest.
Diese willigen Kriegsfreunde denken: Wir wollen den Krieg vorerst noch nicht denn Frieden opfern.
Unter der Ausblendung aller Realitäten versuchen Merz, Macron und Starmer Geltungsmacht zu reklamieren, wo es ihnen an Geltungskraft fehlt.


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