Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

4 5

Serienproduktion Pleite

Von Harvey11 Dienstag 26.08.2025, 09:19

Autozulieferer Ae Group vor Abwicklung. Viele Jobs im Osten bedroht

»Beim Autozulieferer Ae Group im thüringischen Gerstungen gehen ziemlich sicher die Lichter aus. »Derzeit sieht es eher nach End als nach Happyend aus«, zitierte am Freitag die Thüringer Allgemeine die mit der Rettung des Unternehmens befasste Insolvenzverwalterin Romy Metzger. Ihre Bemühungen, neue Investoren an Land zu ziehen, sind gescheitert. Unter weltweit 146 kontaktierten Firmen fand sich keine, die zu einer Übernahme gewillt oder dazu befähigt gewesen wäre, hieß es. Am Montag verwies Bild auf die Einschätzung von Experten, wonach der Gläubigerausschuss im Laufe des Tages das Ende der Produktion verkünden werde. Käme es so, hätte sich die Hoffnung auf ein »Wunder« zerschlagen.

Nahezu 600 Beschäftigte könnten so in Kürze ihren Job los sein, was auch für die Gemeinde im Wartburgkreis ein herber Verlust wäre, wie Ortsbürgermeister Daniel Steffan (CDU) äußerte. Die Ae Group sei »über viele Jahre hinweg ein verlässlicher und bedeutender Arbeitgeber in unserer Region« gewesen, ihr Wegfall hätte »gravierende« Auswirkungen. »Unser Ziel ist es, einen sozialen Kahlschlag zu verhindern.« Ein Sozialplan soll bereits ausgearbeitet, eine Transfergesellschaft in Vorbereitung sein. Das Unternehmen fertigt Druckgussteile aus Aluminium für Karosserien, Motoren und Getriebe. Allerdings steckt die Branche in einer tiefen Krise. Autobauer haben den Sprung zur Elektromobilität verschlafen – und reißen zahllose Zulieferbetriebe in den Abgrund.«

Wie wurde uns früher gerne erzählt: Das Wohl Deutschlands hängt vom Auto ab. Nur haben satte und fette Manager die Zeichen der Zeit nicht erkennen dürfen. Sie mussten den Lobbyisten der Ölbranche folgen.
Natürlich haben die sich dafür mit viel Geld zuschütten lassen.
Das kann man von denen, die jetzt entlassen werden und noch entlassen werden sollen, nicht behaupten.
Im Gegenteil, die müssen sich sogar von unseren Volksvertretern als Faulenzer beschimpfen lassen.
Aber was interessiert uns unser Nächster? Wenigstens das funktioniert.
Jetzt soll investiert werden. Wozu?

»Dabei seien die verbliebenen Standorte »gut aufgestellt«, befand Insolvenzverwalterin Metzger. Das Risiko, in ein Geschäft mit chronischen Absatzeinbrüchen zu investieren, wollte aber wohl doch keiner eingehen. Mit einer Ausnahme: Ein Aachener Unternehmen ist mit gleich mehreren Angeboten beim Gläubigerausschuss abgeblitzt. Wie es heißt, hielt der Hauptkunde, ZF Friedrichshafen, diese für nicht tragfähig. ZF ist Deutschlands zweitgrößter Autozulieferer, bei ihm stehen 14.000 Stellen auf der Abschussliste.«

Das werden für viele keine fröhlichen Weihnachtstage.
Dafür aber dürfen sie sich darüber freuen, dass sie im Kapitalismus leben können. Und dort regelt der Markt alles.
Bald - vielleicht - hoffentlich - jetzt aber bald - so stehts doch im Buch - ich bin muss mal kurz weg, die Hoffnung nicht aufgeben.



Externer Inhalt

Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.


einverstanden

Kommentieren
Mitglieder > Veranstaltungen > Serienproduktion Pleite