Es war eine bittere Wahl für CDU und SP Die Christdemokraten von Kanzler Friedrich Merz verpassten in Baden-Württemberg den sicher geglaubten Wahlsieg, die SPD fuhr das schlechteste Landtagswahl-Ergebnis ihrer Geschichte ein. In beiden Parteien wird nun nach Ursachen gesucht und nach Strategien, um bei den nächsten Wahlen besser abzuschneiden. Die Auswirkungen auf die Zusammenarbeit in der schwarz-roten Koalition im Bund sind ungewiss.
Gut 27.300 Stimmen oder 0,5 Prozentpunkte fehlten der CDU bei den Zweitstimmen am Ende, um vor den Grünen zu liegen. Der CDU/CSU-Bundestagsfraktionschef Jens Spahn brachte wegen des knappen Ergebnisses und der Pattsituation bei den Sitzen eine Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ins Spiel. Ein Vorschlag, den Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir sogleich konterte: Man werde keine Doppelspitze bilden. „Wir machen erwachsene Politik, die Situation ist einfach zu ernst für Quatsch aller Art.“
Baden-Württembergs CDU-Chef Manuel Hagel hat nach seiner knappen Wahlniederlage bei der Landtagswahl der Partei seinen Rücktritt angeboten. Das Angebot sei klar und einstimmig abgelehnt worden, sagte Landesgeneralsekretär Tobias Vogt und bestätigte einen Bericht des SWR.
Die CDU schnitt zwar deutlich besser ab als bei der letzten Wahl im „Ländle“. Es ist jedoch ein enttäuschendes Ergebnis, nachdem Umfragen lange einen klaren Wahlsieg der CDU vorhergesagt hatten. Analysen zeigen auch, dass die traditionelle CDU-Wählerschaft Merz zu viele Kompromisse gegenüber dem Koalitionspartner SPD vorwirft. Und analysieren muss die Parteiführung wohl auch die Frage, ob die auf Bundesebene losgetretene Debatte um die Streichung der Erstattung von Zahnarztleistungen oder der Vorwurf der „Lifestyle“-Teilzeit Wählerstimmen gekostet haben.
Mit 5,5 Prozent haben es die Sozialdemokraten gerade noch ins Parlament geschafft. Parteichefin Bärbel Bas (SPD) beklagt, die SPD sei in Baden-Württemberg mit Themen wie der Sicherung von Industriearbeitsplätzen oder der Senkung von Energiepreisen „nicht durchgedrungen“. Mit Blick auf mögliche Folgen der Landtagswahl auf die Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, er habe mit den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas telefoniert. „Wir sind uns einig, dass dieses Ergebnis keine Auswirkungen auf die Koalition hier in Berlin haben wird.“
CSU-Parteichef Markus Söder rief die Koalition in Berlin jedoch auf, sich auf das Thema Wirtschaft zu konzentrieren. Es gebe einen „direkten Zusammenhang“ etwa zwischen dem Thema Auto und dem Wählerverhalten, sagte Bayerns Ministerpräsident am Montag nach einer CSU-Vorstandssitzung in München. Wer das „noch nicht kapiert“ habe, „dem kann man auch nicht mehr helfen“. Für die SPD sei die Wahl in Baden-Württemberg ein „Desaster“, erklärte er.
Unionsfraktionsvize Andreas Jung (CDU) pocht auf zügige Reformen durch Union und SPD im Bund. „Ich zähle darauf, dass wir in der Koalition den Geist haben, dass es jetzt nicht um Parteipolitik geht, sondern dass es jetzt darum geht, dass man das Beste für das Land erreicht“, sagte Jung.
Mit Rheinland-Pfalz steht am 22. März schon die nächste Landtagswahl an. Der Wahlkämpfer Alexander Schweitzer (SPD) warnt aber, auf Bundesebene nun auf Konfrontation zu setzen. Gießener Allgemeine 10.3.2026
Da müssen sich jetzt CDU und SPD profilierten. Das riecht nicht nach vertrauensvoller gemeinsamer Arbeit.
Wie lange wird die Koalition in Berlin noch halten? Eine Koalition mit zwei Partnern, von denen keiner dem anderen etwas gönnt?
Söder streut noch etwas Salz in die Wunden und wartet auf den großen Knall.
Was jetzt die Union von der SPD fordern wird ist Gehorsam bei allen asozialen Vorhaben. Hat sie je etwas anderes erwartet?
Es war eine bittere Wahl für CDU und SP
Die Christdemokraten von Kanzler Friedrich Merz verpassten in Baden-Württemberg den sicher geglaubten Wahlsieg, die SPD fuhr das schlechteste Landtagswahl-Ergebnis ihrer Geschichte ein. In beiden Parteien wird nun nach Ursachen gesucht und nach Strategien, um bei den nächsten Wahlen besser abzuschneiden. Die Auswirkungen auf die Zusammenarbeit in der schwarz-roten Koalition im Bund sind ungewiss.
Gut 27.300 Stimmen oder 0,5 Prozentpunkte fehlten der CDU bei den Zweitstimmen am Ende, um vor den Grünen zu liegen. Der CDU/CSU-Bundestagsfraktionschef Jens Spahn brachte wegen des knappen Ergebnisses und der Pattsituation bei den Sitzen eine Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ins Spiel. Ein Vorschlag, den Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir sogleich konterte: Man werde keine Doppelspitze bilden. „Wir machen erwachsene Politik, die Situation ist einfach zu ernst für Quatsch aller Art.“
Baden-Württembergs CDU-Chef Manuel Hagel hat nach seiner knappen Wahlniederlage bei der Landtagswahl der Partei seinen Rücktritt angeboten. Das Angebot sei klar und einstimmig abgelehnt worden, sagte Landesgeneralsekretär Tobias Vogt und bestätigte einen Bericht des SWR.
Die CDU schnitt zwar deutlich besser ab als bei der letzten Wahl im „Ländle“. Es ist jedoch ein enttäuschendes Ergebnis, nachdem Umfragen lange einen klaren Wahlsieg der CDU vorhergesagt hatten. Analysen zeigen auch, dass die traditionelle CDU-Wählerschaft Merz zu viele Kompromisse gegenüber dem Koalitionspartner SPD vorwirft. Und analysieren muss die Parteiführung wohl auch die Frage, ob die auf Bundesebene losgetretene Debatte um die Streichung der Erstattung von Zahnarztleistungen oder der Vorwurf der „Lifestyle“-Teilzeit Wählerstimmen gekostet haben.
Mit 5,5 Prozent haben es die Sozialdemokraten gerade noch ins Parlament geschafft. Parteichefin Bärbel Bas (SPD) beklagt, die SPD sei in Baden-Württemberg mit Themen wie der Sicherung von Industriearbeitsplätzen oder der Senkung von Energiepreisen „nicht durchgedrungen“. Mit Blick auf mögliche Folgen der Landtagswahl auf die Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, er habe mit den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas telefoniert. „Wir sind uns einig, dass dieses Ergebnis keine Auswirkungen auf die Koalition hier in Berlin haben wird.“
CSU-Parteichef Markus Söder rief die Koalition in Berlin jedoch auf, sich auf das Thema Wirtschaft zu konzentrieren. Es gebe einen „direkten Zusammenhang“ etwa zwischen dem Thema Auto und dem Wählerverhalten, sagte Bayerns Ministerpräsident am Montag nach einer CSU-Vorstandssitzung in München. Wer das „noch nicht kapiert“ habe, „dem kann man auch nicht mehr helfen“. Für die SPD sei die Wahl in Baden-Württemberg ein „Desaster“, erklärte er.
Unionsfraktionsvize Andreas Jung (CDU) pocht auf zügige Reformen durch Union und SPD im Bund. „Ich zähle darauf, dass wir in der Koalition den Geist haben, dass es jetzt nicht um Parteipolitik geht, sondern dass es jetzt darum geht, dass man das Beste für das Land erreicht“, sagte Jung.
Mit Rheinland-Pfalz steht am 22. März schon die nächste Landtagswahl an. Der Wahlkämpfer Alexander Schweitzer (SPD) warnt aber, auf Bundesebene nun auf Konfrontation zu setzen. Gießener Allgemeine 10.3.2026
Da müssen sich jetzt CDU und SPD profilierten. Das riecht nicht nach vertrauensvoller gemeinsamer Arbeit.
Wie lange wird die Koalition in Berlin noch halten? Eine Koalition mit zwei Partnern, von denen keiner dem anderen etwas gönnt?
Söder streut noch etwas Salz in die Wunden und wartet auf den großen Knall.
Was jetzt die Union von der SPD fordern wird ist Gehorsam bei allen asozialen Vorhaben. Hat sie je etwas anderes erwartet?