Der belgische König Leopold II. behandelte den Kongo einst um die Wende zum 20. Jahrhundert als sein Privateigentum. Im Zuge der Rohstoffausbeutung – damals vor allem Kautschuk – ließ er seine Kolonialtruppe die Sklaverei zurückbringen, morden und Hände abhacken. Ein gutes Jahrhundert später schickt sich mit Donald von Amerika nun ein neuer Regent an, über das zentralafrikanische Land zu herrschen. Statt Gummi begehren seine Raubritterkonzerne Kobalt, Kupfer und seltene Erden, benötigt für Telekommunikation und Kriegsgeräteelektronik. Immerhin, den Besitz des nach Fläche zweitgrößten Staates Afrikas strebt Trump nicht an. Seine Vision ähnelt eher einer anderen Herrschaftsform der Kolonialzeit: einem Protektorat. Der Deal, um in der Sprache des US-Regimes zu bleiben, ist folgender: Washington garantiert Sicherheit, im Gegenzug beuten US-Firmen die Rohstoffe der Demokratischen Republik Kongo aus.
Darf man darüber schreiben, wie unser ewiger Freund und stärkster Verbündeter Freundschaft versteht? Die Beschimpfung wegen Antiamerikanismus dürfte sicher sein. Denn was Washington darf, das darf natürlich nicht jeder.
Denn es geht ja um America first und dem dem dürfen wir nicht im Weg stehen.
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US-Rohstoffdeal mit DR Kongo
Der belgische König Leopold II. behandelte den Kongo einst um die Wende zum 20. Jahrhundert als sein Privateigentum. Im Zuge der Rohstoffausbeutung – damals vor allem Kautschuk – ließ er seine Kolonialtruppe die Sklaverei zurückbringen, morden und Hände abhacken. Ein gutes Jahrhundert später schickt sich mit Donald von Amerika nun ein neuer Regent an, über das zentralafrikanische Land zu herrschen. Statt Gummi begehren seine Raubritterkonzerne Kobalt, Kupfer und seltene Erden, benötigt für Telekommunikation und Kriegsgeräteelektronik. Immerhin, den Besitz des nach Fläche zweitgrößten Staates Afrikas strebt Trump nicht an. Seine Vision ähnelt eher einer anderen Herrschaftsform der Kolonialzeit: einem Protektorat. Der Deal, um in der Sprache des US-Regimes zu bleiben, ist folgender: Washington garantiert Sicherheit, im Gegenzug beuten US-Firmen die Rohstoffe der Demokratischen Republik Kongo aus.
Darf man darüber schreiben, wie unser ewiger Freund und stärkster Verbündeter Freundschaft versteht? Die Beschimpfung wegen Antiamerikanismus dürfte sicher sein. Denn was Washington darf, das darf natürlich nicht jeder.
Denn es geht ja um America first und dem dem dürfen wir nicht im Weg stehen.
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