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Scholz: "Es darf keinen Atomkrieg geben".

Von ehemaliges Mitglied Freitag 22.04.2022, 17:52

Scholz hat schon recht, das Für und Wider von Lieferungen schwerer Waffen an die Ukraine genau und mit Bedacht abzuwägen, auch wenn
er sich mit seinem Zaudern der Kritik von vielen, auch aus der Regierungskoalition und sogar aus seiner eigenen Partei, aussetzt.

Leider ist Russland ja eine Atommacht und dadurch sehr erpressbar.
Ein Atomkrieg muss um jeden Preis vermieden werden. Man weiß
nicht, wozu ein Putin noch fähig ist! Einen Größenwahnsinnigen wie ihn muss man leider mit Samthandschuhen anfassen und darf ihn nicht zu einer "Verzweiflungstat" herausfordern.


dpa und Yahoo Redaktion
Fr., 22. April 2022, 9:58 AM.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat es als oberste Priorität seiner Ukraine-Politik bezeichnet, ein Übergreifen des Krieges auf die Nato zu vermeiden. «Es darf keinen Atomkrieg geben», sagte er in einem Interview des «Spiegel». «Ich tue alles, um eine Eskalation zu verhindern, die zu einem dritten Weltkrieg führt.»

Auch mit Blick auf die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine wird derzeit darüber diskutiert, ob Nato-Länder deswegen von Russland als Kriegspartei wahrgenommen werden könnten.

Scholz sagte dazu, es stehe in keinem Lehrbuch, ab wann man als Kriegspartei wahrgenommen werde. «Das Buch wird täglich neu geschrieben, manche Lektionen liegen noch vor uns. Umso wichtiger ist es, dass wir jeden unserer Schritte genau überlegen und eng miteinander abstimmen», sagte Scholz.
«Eine Eskalation in Richtung Nato zu vermeiden, hat für mich höchste Priorität. Deshalb schiele ich nicht auf Umfragewerte oder lasse mich von schrillen Rufen irritieren.»

Die Konsequenzen eines Fehlers wären dramatisch.

Außerdem hat Scholz im Interview Fehler rund um Nord Stream 2 eingeräumt. Deutschland hätte sich bereits im Jahr 2014, als ein Konflikt in der Ostukraine und auf der Krim grassierte, stärker von russischem Gas unabhängig machen müssen. «Notfalls hätte Deutschland Flüssiggasterminals und Importinfrastrukturen für die ostdeutschen Ölraffinerien finanzieren müssen, selbst wenn sie nicht wirtschaftlich gewesen wären», sagte der Kanzler.
Dies sei der eigentliche Fehler gewesen.

Auch einen Teil der jetzt erlassenen Sanktionen hätten schon zum damaligen Zeitpunkt die Antwort sein müssen.

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