Geschäfte wichtiger als der Gaza-Krieg
Von Thomas Spang, Frankfurter Rundschau 17.5.205
Geld, Gold und reiche Gaben – das ist es, was Donald Trump mit den Golfstaaten verbindet. Deshalb führt auch in seiner zweiten Amtszeit die erste Auslandsreise nach Saudi-Arabien, gefolgt von Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dankesbesuche für das Übermaß an Großzügigkeit, mit dem ihn königliche Familien und reiche Investoren überschütten.
Ganz nebenbei liefert das auch eine Erklärung, warum der transaktionale US-Präsident keine Zeit für einen Abstecher nach Israel fand. Die Golfstaaten locken mit milliardenschweren Geschäftsmöglichkeiten für amerikanische Unternehmen und Trump selbst. Aus Abu Dhabi fließen zwei Milliarden an ein Unternehmen der Trump-Familie, und Katar will dem Präsidenten eine königlich ausgestattete Boeing 747-8 schenken.
Schamlos verknüpft Trump nach der Rückkehr ins Weiße Haus Staatsamt und Privatgeschäft. Und findet in den Golfstaaten ein Füllhorn, das aus sagenhaften Öl- und Gas-Einnahmen gespeist wird. Nicht der Zufall hat die Trump-Organization mit ihren Bau-, Lizenz- und neuerdings auch Krypto-Geschäften zum wichtigsten Gewinnzentrum gemacht.
Trump bietet den Golfstaaten zweierlei: Zugang zum mächtigsten Amt der Welt und lukrative Investitionsangebote seiner Familienunternehmen. Die Offenheit, mit der er seine Geschäfte und sein Amt vermengt, ist fast schon beeindruckend. Und die Golfstaaten haben Trump längst durchschaut. Der angeblich größte Freund, den Israel je hatte, ist leicht zu korrumpieren. In Jerusalem steigt die Nervosität, er könnte Israel im Stich lassen. Trump ist nicht an ideologischen Fragen oder Menschenrechten interessiert, sondern an Deals und persönlichem Profit.
……………………
Wir hatten ja auch mal einen Kanzler von dem wir wussten, dass er korrupt war. Landesfürsten vermutlich auch.
Na ja, die Parteien lassen sich ja auch bezahlen.
Aber Trump? Auf dem hacken sie rum. Aber nur, weil ihm das eigene Geschäft vor allem kommt. Was bringt es mir? Das sollte in seinem Präsidentensiegel stehen.
Aber er ist ein guter Freund der AfD und auch die Union will auch nicht von ihm lassen.
Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann. Goethe
Geschäfte wichtiger als der Gaza-Krieg
Von Thomas Spang, Frankfurter Rundschau 17.5.205
Geld, Gold und reiche Gaben – das ist es, was Donald Trump mit den Golfstaaten verbindet. Deshalb führt auch in seiner zweiten Amtszeit die erste Auslandsreise nach Saudi-Arabien, gefolgt von Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dankesbesuche für das Übermaß an Großzügigkeit, mit dem ihn königliche Familien und reiche Investoren überschütten.
Ganz nebenbei liefert das auch eine Erklärung, warum der transaktionale US-Präsident keine Zeit für einen Abstecher nach Israel fand. Die Golfstaaten locken mit milliardenschweren Geschäftsmöglichkeiten für amerikanische Unternehmen und Trump selbst. Aus Abu Dhabi fließen zwei Milliarden an ein Unternehmen der Trump-Familie, und Katar will dem Präsidenten eine königlich ausgestattete Boeing 747-8 schenken.
Schamlos verknüpft Trump nach der Rückkehr ins Weiße Haus Staatsamt und Privatgeschäft. Und findet in den Golfstaaten ein Füllhorn, das aus sagenhaften Öl- und Gas-Einnahmen gespeist wird. Nicht der Zufall hat die Trump-Organization mit ihren Bau-, Lizenz- und neuerdings auch Krypto-Geschäften zum wichtigsten Gewinnzentrum gemacht.
Trump bietet den Golfstaaten zweierlei: Zugang zum mächtigsten Amt der Welt und lukrative Investitionsangebote seiner Familienunternehmen. Die Offenheit, mit der er seine Geschäfte und sein Amt vermengt, ist fast schon beeindruckend. Und die Golfstaaten haben Trump längst durchschaut. Der angeblich größte Freund, den Israel je hatte, ist leicht zu korrumpieren. In Jerusalem steigt die Nervosität, er könnte Israel im Stich lassen. Trump ist nicht an ideologischen Fragen oder Menschenrechten interessiert, sondern an Deals und persönlichem Profit.
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Wir hatten ja auch mal einen Kanzler von dem wir wussten, dass er korrupt war. Landesfürsten vermutlich auch.
Na ja, die Parteien lassen sich ja auch bezahlen.
Aber Trump? Auf dem hacken sie rum. Aber nur, weil ihm das eigene Geschäft vor allem kommt. Was bringt es mir? Das sollte in seinem Präsidentensiegel stehen.
Aber er ist ein guter Freund der AfD und auch die Union will auch nicht von ihm lassen.
Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann. Goethe