Von Harvey11
Montag 07.10.2024, 15:29 – geändert Montag 07.10.2024, 15:35
Seit Februar 2022 führen Westeuropa und die USA erklärtermaßen einen Wirtschaftskrieg gegen Russland. Der Historiker Hannes Hofbauer hat sich vor diesem Hintergrund mit den allgemeinen Ursachen von Wirtschaftskriegen und daneben auch mit den Hintergründen des aktuellen Falls beschäftigt. Er zitiert ganz am Anfang seines Buches aus einer vom einstigen US-Präsidenten Woodrow Wilson gehaltenen Rede: »Der Krieg ist eine barbarische Sache, (…) der Boykott allerdings ein unendlich viel schrecklicheres Kriegsinstrument.« Wie Hofbauer allerdings findet, sei es letztlich nie gelungen, eine bewaffnete Auseinandersetzung durch Androhung wirtschaftlicher Sanktionen zu verhindern. Wirtschaftskriege sind daher nicht an die Stelle militärisch geführter Kriege getreten – sie ergänzen diese lediglich. Und sie kosten, wie Hofbauer in seinem Buch mit zahlreichen Beispielen belegt, ebenfalls Millionen Opfer – ganz überwiegend Zivilisten.
Wirtschaftskriege kosten wenig, auf den ersten Blick. Die tatsächlichen Kosten erscheinen woanders.
Im Hintergrund muss ein gewaltiger Jackpot warten, wenn kapitalistische Länder große Märkte verschmähen.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
Seit Februar 2022 führen Westeuropa und die USA erklärtermaßen einen Wirtschaftskrieg gegen Russland. Der Historiker Hannes Hofbauer hat sich vor diesem Hintergrund mit den allgemeinen Ursachen von Wirtschaftskriegen und daneben auch mit den Hintergründen des aktuellen Falls beschäftigt. Er zitiert ganz am Anfang seines Buches aus einer vom einstigen US-Präsidenten Woodrow Wilson gehaltenen Rede: »Der Krieg ist eine barbarische Sache, (…) der Boykott allerdings ein unendlich viel schrecklicheres Kriegsinstrument.« Wie Hofbauer allerdings findet, sei es letztlich nie gelungen, eine bewaffnete Auseinandersetzung durch Androhung wirtschaftlicher Sanktionen zu verhindern. Wirtschaftskriege sind daher nicht an die Stelle militärisch geführter Kriege getreten – sie ergänzen diese lediglich. Und sie kosten, wie Hofbauer in seinem Buch mit zahlreichen Beispielen belegt, ebenfalls Millionen Opfer – ganz überwiegend Zivilisten.
Wirtschaftskriege kosten wenig, auf den ersten Blick. Die tatsächlichen Kosten erscheinen woanders.
Im Hintergrund muss ein gewaltiger Jackpot warten, wenn kapitalistische Länder große Märkte verschmähen.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden