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Sahra Wagenknecht zu oft im Fernsehen?

Von Harvey11 Montag 02.09.2024, 09:59

Die Begriffsbildung zum Thema BSW und Wagenknecht wird nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen ohne Zweifel wilder werden. Aber geht da noch was? Es ist doch schon alles rausgeblasen worden: SED 2.0, AfD light, »nationaler Sozialismus«, Putin-Partei. Kurz vorm Wahlsonntag hat noch Kurt Beck interveniert und dem Tagesspiegel einerseits lächerlichen Unsinn mitgeteilt (»Mal ist sie linksradikal, mal ist sie rechtsradikal«), andererseits aber eine wegweisende Kritik am Wagenknecht-»Hype« vorgetragen: Ist es nicht einfach so, dass die Frau zu oft im Fernsehen ist? »Manchmal gibt es kaum eine Fernseh-Talk-Sendung, in der sie nicht sitzt. Das grenzt an Werbung.«

Frau Wagenknecht zu oft im Fernsehen? Die Leiter dieser Talkrunden, die ihr Produkt an die Sender verkaufen müssen, holen natürlich Gäste, die auch Zuschauer garantieren. Denn so ein Talk ist auch Geschäft und tatkräftige Mithilfe zur Meinungsbildung. Darum wird immer eine schlagkräftige Truppe um sie gruppiert.
Wenn diese Auftritte also Werbung waren, dann, weil der Schuss nach hinten los ging: Ein wachsender Teil der Öffentlichkeit scheint Geschmack an der Abweichung zu finden. Mag sein, dass es das ist, was Beck so beunruhigt – er dachte stets, dass ein »Hype« um eine Person nur dann fällig ist, wenn die sagt, was sowieso alle hören wollen.


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