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Sachsen, Thüringen u. Brandenburg Angst vor AfD

Von ehemaliges Mitglied Dienstag 16.01.2024, 16:55

Ja, und warum wählen sie sie dann?

Umfragen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg für das RTL/ntv-Trendbarometer zeigen: Wenn überhaupt, können nur die amtierenden Ministerpräsidenten Wahlsiege der AfD verhindern. Eine Mehrheit der Menschen in diesen Ländern hat Angst vor einem Wahlsieg der AfD.

Vom Personal der AfD sind nicht einmal ihre Stammwähler überzeugt: Nur 6 Prozent der Wahlberechtigten in Thüringen glauben, dass der rechtsextreme AfD-Landeschef Björn Höcke ein besserer Ministerpräsident wäre als der Thüringer Regierungschef Bodo Ramelow. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Trendbarometer von RTL und ntv. Selbst von den AfD-Stammwählern glaubt nur eine Minderheit von 28 Prozent, dass Höcke ein besserer Ministerpräsident wäre als Ramelow.

In Sachsen und vor allem in Brandenburg fallen die Ergebnisse für die dortigen AfD-Chefs sogar noch schlechter aus: In Sachsen glauben nur 3 Prozent aller Wahlberechtigten und 16 Prozent der AfD-Stammwähler, dass der dortige AfD-Vorsitzende Jörg Urban das Land besser regieren könne als Ministerpräsident Michael Kretschmer. In Brandenburg meint niemand von allen Wahlberechtigten und nur 12 Prozent der AfD-Stammwähler, dass AfD-Landeschefin Birgit Bessin besser regieren würde als Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Mehr als die Hälfte der Wähler in Thüringen und Brandenburg hat Angst davor, dass die AfD bei den Landtagswahlen dort die mit Abstand stärkste Partei wird oder sogar die absolute Mehrheit erhält. In Sachsen, dem dritten Bundesland, in dem im September Landtagswahlen stattfinden, sagen dies 50 Prozent der Wahlberechtigten.

Konkret äußern in Thüringen 52 Prozent eine solche Angst, in Brandenburg sind es 56 Prozent. 24 Prozent sagen in Brandenburg, sie fänden es gut, wenn die AfD bei der Landtagswahl die mit Abstand stärkste Partei wird oder sogar die absolute Mehrheit erreicht. In Thüringen und Sachsen sagen dies jeweils 29 Prozent.

Eine Beteiligung der AfD an der jeweiligen Landesregierung wird in allen drei Bundesländern mehrheitlich skeptisch gesehen. 42 Prozent der Wähler in Thüringen und Sachsen sagen, falls die AfD die Landesregierung bilden könnte oder daran beteiligt wäre, würde die Politik in ihrem Bundesland schlechter. In Brandenburg sagen dies 46 Prozent. Dass die Politik dann besser würde, glauben 23 Prozent in Brandenburg, 26 Prozent in Thüringen und 27 Prozent in Sachsen.


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