Um »weitere irreparable Schäden zu verhindern«: Chemiepark-Chef fordert Kehrtwende in der Energiepolitik.
Angesichts der sich verschärfenden Wirtschaftskrise und fortschreitender Deindustrialisierung werden die Forderungen aus der deutschen Wirtschaft nach einer Neuausrichtung der Energiepolitik lauter. Am Wochenende meldete sich der Chef des Chemieparks Leuna, Christof Günther, zu Wort – und forderte in der Mitteldeutschen Zeitung eine Wiederaufnahme russischer Gasimporte über Pipelines. Nach drei Jahren Ukraine-Krieg sei es »Zeit, um die Strategie zu überdenken«.
Die Sorgen und Wünsche des Chemieparks in Leuna sind verständlich.
In einem Land, in dem der Kapitalismus als Staatsreligion gilt, wird ein stets zuverlässiger Lieferant preisgünstiger Rohstoffe vor die Tür gesetzt und der Rohstoff aus teureren Quellen bezogen. Die Krone auf diesen Schwachsinn sind die Käufe von dem geschmähten Lieferanten über kostentreibende Umwege. Zum Wohle des Volkes? Wohl kaum.
Abgesehen davon, dass ich diesen Statisten auf der politischen Bühne in Berlin das Rückgrat für einen Strategiewechsel nicht zutraue, würde sich Russland erneut auf solch einen unzuverlässigen Kunden einlassen?
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Um »weitere irreparable Schäden zu verhindern«: Chemiepark-Chef fordert Kehrtwende in der Energiepolitik.
Angesichts der sich verschärfenden Wirtschaftskrise und fortschreitender Deindustrialisierung werden die Forderungen aus der deutschen Wirtschaft nach einer Neuausrichtung der Energiepolitik lauter. Am Wochenende meldete sich der Chef des Chemieparks Leuna, Christof Günther, zu Wort – und forderte in der Mitteldeutschen Zeitung eine Wiederaufnahme russischer Gasimporte über Pipelines. Nach drei Jahren Ukraine-Krieg sei es »Zeit, um die Strategie zu überdenken«.
Die Sorgen und Wünsche des Chemieparks in Leuna sind verständlich.
In einem Land, in dem der Kapitalismus als Staatsreligion gilt, wird ein stets zuverlässiger Lieferant preisgünstiger Rohstoffe vor die Tür gesetzt und der Rohstoff aus teureren Quellen bezogen. Die Krone auf diesen Schwachsinn sind die Käufe von dem geschmähten Lieferanten über kostentreibende Umwege. Zum Wohle des Volkes? Wohl kaum.
Abgesehen davon, dass ich diesen Statisten auf der politischen Bühne in Berlin das Rückgrat für einen Strategiewechsel nicht zutraue, würde sich Russland erneut auf solch einen unzuverlässigen Kunden einlassen?
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