(einmal mehr) Der Verdacht liegt nahe bei dem was sich ereignete auf dem Leipziger Flughafen, der Drehkreuz für Waffen- und Logistiklieferungen in die Ukraine ist. Und es gab noch einen Vorfall bei einer DHL-Maschine die umgeleitet wurde.
"Kurz vor Mitternacht am Dienstagabend herrschte am Leipziger Flughafen plötzlich Drohnenalarm. Ein "unbekanntes Flugobjekt" hieß es zunächst, dann finden Einsatzkräfte auf der Südpiste eine Quadrokopter-Drohne, bestückt mit einem Sprengsatz und einem Zünder. Und all das in unmittelbarer Nähe von vier ukrainischen Antonov-Transportflugzeugen, die die Ukraine noch vor der russischen Vollinvasion im Februar 2022 in Sicherheit bringen konnte. "Sei mutig wie Cherson" prangt auf einer Maschine, "Sei mutig wie Butscha" auf einer anderen.
Ein Sprengstoffroboter rückt an. Nachdem die Drohne durchleuchtet wurde und ein Zünder identifiziert wird, wird der Sprengsatz durch Bombenexperten kontrolliert detoniert. Laut Spiegel-Informationen spricht die Polizei intern von einer "unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung".
Auch ein Nato-Sprecher bestätigte später den Vorfall. Das hat wohl auch damit zu tun, dass der Flughafen Leipzig als Drehkreuz für Waffen- und Logistiklieferungen in die Ukraine gilt. Und dadurch rückt ein möglicher Verdächtiger in den Mittelpunkt: der russische Militärgeheimdienst.
Erinnerungen an 2024
Vor nicht allzu langer Zeit kam es in Leipzig nämlich zu mutmaßlicher russischer Sabotage. Im Juli 2024 fing ein am DHL-Frachtzentrum aufgegebenes Paket, das mit einem Brandsatz präpariert war, Feuer, bevor der Flieger abheben konnte.
Verletzt wurde damals wie diese Woche in Leipzig niemand. Aber in mehreren europäischen Städten ereigneten sich in den Wochen danach ähnliche Fälle. Europäische Geheimdienste gingen damals von rund zwei Dutzend Handlangern des russischen Militärgeheimdienstes aus.
Zweiter Vorfall
In Leipzig bleibt es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch jedenfalls nicht bei dem mysteriösen Drohnen-Sprengstofffund. Eine umgeleitete Frachtmaschine von DHL, die aufgrund der vorübergehenden Sperre des Flughafens für den Flugverkehr abermals durchstarten muss, kollidiert rund sechs Kilometer vom Flughafen entfernt – und laut Bild in 400 Meter Flughöhe – mit einem bisher nicht identifizierten Objekt. Auch hier spricht die niedersächsische Polizei von einem "Staatsschutzdelikt". Die Maschine konnte in Hannover mit leichten Beschädigungen im Frontbereich landen.
Inwiefern die beiden Vorfälle zusammenhängen, ist Gegenstand der Ermittlungen. Laut Spiegel haben aber die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des sächsischen Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen. Sachsens Innenminister Armin Schuster sprach von einem "sehr ernsten Sicherheitsvorfall."
Nordkoreanische Hilfe
Indes terrorisierte das russische Militär abermals die ukrainische Hauptstadt Kyjiw. Nächtliche Angriffe forderten 17 Tote und 44 Verletzte, etwa bei einer Bahnstation in Browary. Mehrere Lagerhäuser in der Region um Kyjiw seien zudem beschädigt worden. Die Ukraine hingegen konnte mit gezielten Angriffen mit Drohnenschwärmen mehrere Logistikzentren und eine Raffinerie in Russland treffen.
Unterstützung bei seinem brutalen Angriffskrieg erhält Wladimir Putin nun abermals von Diktatorenkollege Kim Jong-un aus Nordkorea. Laut dem ukrainischen Geheimdienst soll eine nordkoreanische Raketeneinheit mit der Verlegung in den Westen Russlands begonnen haben. Die Einheit könne mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden, erklärte Andrij Tschernjak vom Militärgeheimdienst. "
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(einmal mehr) Der Verdacht liegt nahe bei dem was sich ereignete auf dem Leipziger Flughafen, der Drehkreuz für Waffen- und Logistiklieferungen in die Ukraine ist. Und es gab noch einen Vorfall bei einer DHL-Maschine die umgeleitet wurde.
"Kurz vor Mitternacht am Dienstagabend herrschte am Leipziger Flughafen plötzlich Drohnenalarm. Ein "unbekanntes Flugobjekt" hieß es zunächst, dann finden Einsatzkräfte auf der Südpiste eine Quadrokopter-Drohne, bestückt mit einem Sprengsatz und einem Zünder. Und all das in unmittelbarer Nähe von vier ukrainischen Antonov-Transportflugzeugen, die die Ukraine noch vor der russischen Vollinvasion im Februar 2022 in Sicherheit bringen konnte. "Sei mutig wie Cherson" prangt auf einer Maschine, "Sei mutig wie Butscha" auf einer anderen.
Ein Sprengstoffroboter rückt an. Nachdem die Drohne durchleuchtet wurde und ein Zünder identifiziert wird, wird der Sprengsatz durch Bombenexperten kontrolliert detoniert. Laut Spiegel-Informationen spricht die Polizei intern von einer "unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung".
Auch ein Nato-Sprecher bestätigte später den Vorfall. Das hat wohl auch damit zu tun, dass der Flughafen Leipzig als Drehkreuz für Waffen- und Logistiklieferungen in die Ukraine gilt. Und dadurch rückt ein möglicher Verdächtiger in den Mittelpunkt: der russische Militärgeheimdienst.
Erinnerungen an 2024
Vor nicht allzu langer Zeit kam es in Leipzig nämlich zu mutmaßlicher russischer Sabotage. Im Juli 2024 fing ein am DHL-Frachtzentrum aufgegebenes Paket, das mit einem Brandsatz präpariert war, Feuer, bevor der Flieger abheben konnte.
Verletzt wurde damals wie diese Woche in Leipzig niemand. Aber in mehreren europäischen Städten ereigneten sich in den Wochen danach ähnliche Fälle. Europäische Geheimdienste gingen damals von rund zwei Dutzend Handlangern des russischen Militärgeheimdienstes aus.
Zweiter Vorfall
In Leipzig bleibt es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch jedenfalls nicht bei dem mysteriösen Drohnen-Sprengstofffund. Eine umgeleitete Frachtmaschine von DHL, die aufgrund der vorübergehenden Sperre des Flughafens für den Flugverkehr abermals durchstarten muss, kollidiert rund sechs Kilometer vom Flughafen entfernt – und laut Bild in 400 Meter Flughöhe – mit einem bisher nicht identifizierten Objekt. Auch hier spricht die niedersächsische Polizei von einem "Staatsschutzdelikt". Die Maschine konnte in Hannover mit leichten Beschädigungen im Frontbereich landen.
Inwiefern die beiden Vorfälle zusammenhängen, ist Gegenstand der Ermittlungen. Laut Spiegel haben aber die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des sächsischen Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen. Sachsens Innenminister Armin Schuster sprach von einem "sehr ernsten Sicherheitsvorfall."
Nordkoreanische Hilfe
Indes terrorisierte das russische Militär abermals die ukrainische Hauptstadt Kyjiw. Nächtliche Angriffe forderten 17 Tote und 44 Verletzte, etwa bei einer Bahnstation in Browary. Mehrere Lagerhäuser in der Region um Kyjiw seien zudem beschädigt worden. Die Ukraine hingegen konnte mit gezielten Angriffen mit Drohnenschwärmen mehrere Logistikzentren und eine Raffinerie in Russland treffen.
Unterstützung bei seinem brutalen Angriffskrieg erhält Wladimir Putin nun abermals von Diktatorenkollege Kim Jong-un aus Nordkorea. Laut dem ukrainischen Geheimdienst soll eine nordkoreanische Raketeneinheit mit der Verlegung in den Westen Russlands begonnen haben. Die Einheit könne mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden, erklärte Andrij Tschernjak vom Militärgeheimdienst. "
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