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Remigrationsziel - Gewagte These?

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 14.01.2025, 18:47 – geändert Dienstag 14.01.2025, 18:51

Alice Weidel, die Kanzlerkandidatin der AfD, hat erklärt,
dass ihre Partei eine umfangreiche Rückführung von Menschen anstrebt.
Sie verwendet dafür den Begriff „Remigration“,
der in rechtsextremen Kreisen eine breitere Bedeutung hat
. Die AfD behauptet nun, dass mit „Remigration“ nur die Abschiebung krimineller Ausländer gemeint sei
. Diese Darstellung ist jedoch irreführend und problematisch:
Sie impliziert fälschlicherweise,
dass ein Großteil der Ausländer kriminell sei.
Die tatsächliche Definition von „Remigration“ im AfD-Wahlprogramm ist breiter gefasst und schließt auch nicht-kriminelle Personen ein.
In rechtsextremen Kreisen wird der Begriff auch für Deutsche mit Migrationshintergrund verwendet.

Weidels Aussage und die nachträgliche Einschränkung erscheinen als bewusste Strategie:
Sie bedient extremere Positionen innerhalb der Partei.
Gleichzeitig versucht sie, sich von verfassungswidrigen Forderungen zu distanzieren.
Die Partei hält sich die Option offen, Gesetze zu „verschärfen“.

Diese Rhetorik zielt darauf ab, bestimmte Bevölkerungsgruppen zu stigmatisieren und als Sündenböcke darzustellen.
Da antisemitische Äußerungen in Deutschland tabu sind,
werden nun wohl andere Minderheiten zum Ziel dieser Strategie.

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