Von Harvey11
Dienstag 25.11.2025, 11:45 – geändert Dienstag 25.11.2025, 15:23
»Jung gegen Alt, Steuerzahler gegen Beitragszahler, Zukunft gegen Vergangenheit. Der anhaltende Rentenstreit ist ein Schlachtfeld der falschen Gegensätze. Kein Argument ist den Neoliberalen zu dumm und durchsichtig, um es nicht gegen das ohnehin arg erodierte Solidarprinzip in Stellung zu bringen. Wenn dereinst ein Enkelmob vorm Seniorenheim den Generationenkrieg erklärt, ist der Sieg der Jungen Union total. Freiheit von allem »Sozialklimbim«! Und Oma aufs Arbeitsamt! Bei solchen Aussichten agitieren deutsche Kapitallobbyisten eifrig mit. »Rentenpaket zurückziehen« lautet ein Appell von 22 »Topökonomen«, der am Montag medial die Runde machte. »Top« heißt »arbeitgebernah«, zu den Unterzeichnern zählen die »Wirtschaftsweisen« und alte Bekannte wie Bernd Raffelhüschen und Bert Rürup, ihres Zeichens »Rentenpäpste« in unheimlicher Mission für die private Versicherungswirtschaft. Allen gemeinsam: ein schon jetzt üppig ausgestattetes Altenteil.
So lässt sich leicht Wasser predigen. Die Pläne der Bundesregierung – vorneweg die 48-Prozent-Haltelinie beim Versorgungsniveau – verstießen gegen »zentrale Prinzipien erfolgreicher Rentenpolitik«, mosern sie. Gemäß Orwellschen Neusprech stimmt das sogar. »Erfolgreich« sind die Regierenden seit langem im Kürzen von Leistungen und scheinen dabei nach unten kein Halten zu kennen. Fast nirgendwo sonst wurden im internationalen Vergleich die Ansprüche so eingedampft wie in der BRD. In Österreich erhalten Pensionäre im Schnitt fast 1.900 Euro brutto, in Deutschland waren es zuletzt knapp 1.250 Euro. Dafür zahlen die Menschen in der Alpenrepublik gerne höhere Rentenbeiträge, und die staatlichen Zuschüsse ins System fallen in Relation fast viermal so hoch aus wie hierzulande. Außerdem werden fast alle Beschäftigungsgruppen zur Finanzierung herangezogen, so wie dies jetzt auch die Jusos in der SPD fordern. Denn »nur so könne eine gerechte Umverteilung von Wohlhabenden zu Geringverdienern funktionieren«............«
Sie sehen was sie anrichten, legen aber immer weiter nach.
Sie wollen die Sozialversicherung zerschlagen und die Gesellschaft zwingen, privat vorzusorgen.
Im ihrer grenzenlosen Gier übersehen sie dabei, dass dazu auch ausreichende Einkommen gehören. Aber die soll es nicht geben. Denn sie würden dem Wirtschaftsstandort schaden, die Unternehmen nicht konkurrenzfähig machen.
Leider folgen denen unsere Parteien in ihrer eigenen gekauften Blindheit.
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»Jung gegen Alt, Steuerzahler gegen Beitragszahler, Zukunft gegen Vergangenheit. Der anhaltende Rentenstreit ist ein Schlachtfeld der falschen Gegensätze. Kein Argument ist den Neoliberalen zu dumm und durchsichtig, um es nicht gegen das ohnehin arg erodierte Solidarprinzip in Stellung zu bringen. Wenn dereinst ein Enkelmob vorm Seniorenheim den Generationenkrieg erklärt, ist der Sieg der Jungen Union total. Freiheit von allem »Sozialklimbim«! Und Oma aufs Arbeitsamt! Bei solchen Aussichten agitieren deutsche Kapitallobbyisten eifrig mit. »Rentenpaket zurückziehen« lautet ein Appell von 22 »Topökonomen«, der am Montag medial die Runde machte. »Top« heißt »arbeitgebernah«, zu den Unterzeichnern zählen die »Wirtschaftsweisen« und alte Bekannte wie Bernd Raffelhüschen und Bert Rürup, ihres Zeichens »Rentenpäpste« in unheimlicher Mission für die private Versicherungswirtschaft. Allen gemeinsam: ein schon jetzt üppig ausgestattetes Altenteil.
So lässt sich leicht Wasser predigen. Die Pläne der Bundesregierung – vorneweg die 48-Prozent-Haltelinie beim Versorgungsniveau – verstießen gegen »zentrale Prinzipien erfolgreicher Rentenpolitik«, mosern sie. Gemäß Orwellschen Neusprech stimmt das sogar. »Erfolgreich« sind die Regierenden seit langem im Kürzen von Leistungen und scheinen dabei nach unten kein Halten zu kennen. Fast nirgendwo sonst wurden im internationalen Vergleich die Ansprüche so eingedampft wie in der BRD. In Österreich erhalten Pensionäre im Schnitt fast 1.900 Euro brutto, in Deutschland waren es zuletzt knapp 1.250 Euro. Dafür zahlen die Menschen in der Alpenrepublik gerne höhere Rentenbeiträge, und die staatlichen Zuschüsse ins System fallen in Relation fast viermal so hoch aus wie hierzulande. Außerdem werden fast alle Beschäftigungsgruppen zur Finanzierung herangezogen, so wie dies jetzt auch die Jusos in der SPD fordern. Denn »nur so könne eine gerechte Umverteilung von Wohlhabenden zu Geringverdienern funktionieren«............«
Sie sehen was sie anrichten, legen aber immer weiter nach.
Sie wollen die Sozialversicherung zerschlagen und die Gesellschaft zwingen, privat vorzusorgen.
Im ihrer grenzenlosen Gier übersehen sie dabei, dass dazu auch ausreichende Einkommen gehören. Aber die soll es nicht geben. Denn sie würden dem Wirtschaftsstandort schaden, die Unternehmen nicht konkurrenzfähig machen.
Leider folgen denen unsere Parteien in ihrer eigenen gekauften Blindheit.
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