Krieg sei die Fortsetzung der Politik unter Einmischung anderer Mittel, sagt der Klassiker Carl von Clausewitz. Versuchen wir also, aus den widersprüchlichen und gefilterten Informationen aus dem Kriegsgebiet eine Vorstellung davon zu gewinnen, welche politischen Ziele Israel mit seinem Angriff auf den Iran verfolgt.
Die nach außen vorgetragene Rechtfertigung – das iranische Atomprogramm – wird es nicht gewesen sein. Denn wie gut unterrichtete Medien wie die New York Times und das Portal Axios schon kurz nach den Angriffen meldeten, ist der tatsächliche Schaden für das iranische Atomprogramm nicht irreparabel. Einer der jetzt ermordeten iranischen Atomwissenschaftler hatte erst vor kurzem in einem Interview gesagt, die operative Leitung des Programms sei längst in die Hände einer jüngeren Generation übergegangen. Und was die technische Seite angeht, ist der Kern der für die Urananreicherung erforderlichen Anlagen im Innern von Bergmassiven verbunkert. Israel verfügt nicht über die Bomben zur Zerstörung tiefliegender Bunker und auch nicht über die schweren Bomber, die sie abwerfen könnten. Über die verfügen potentiell nur die USA. Und die haben bisher von einem direkten Schlag gegen den Iran Abstand genommen. Aus (innen)politischen Gründen zweifellos, aber auch, weil man sich in Washington des praktischen Erfolges nicht sicher sein kann, denn diese Anlagen sind offenbar so verwinkelt, dass auch ein direkter Treffer keinen Erfolg garantiert.
Das liest man so auch nicht überall.
Vor kurzem war noch zu lesen, dass das System in Teheran wackelt und Israel den Auftrag hat, die Regierung weg zu bomben.
Platz wäre dann für einen neuen Schah. Einen menschenverachtenden Diktator wie der letzte, ganz nach westlichem Geschmack.
Vielleicht auch mit einer Frau, die die Seiten der Muttiblättchen ebenso füllen könnte wie damals Soraya und Farah Diba.
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Israelischer Angriff auf den Iran
Krieg sei die Fortsetzung der Politik unter Einmischung anderer Mittel, sagt der Klassiker Carl von Clausewitz. Versuchen wir also, aus den widersprüchlichen und gefilterten Informationen aus dem Kriegsgebiet eine Vorstellung davon zu gewinnen, welche politischen Ziele Israel mit seinem Angriff auf den Iran verfolgt.
Die nach außen vorgetragene Rechtfertigung – das iranische Atomprogramm – wird es nicht gewesen sein. Denn wie gut unterrichtete Medien wie die New York Times und das Portal Axios schon kurz nach den Angriffen meldeten, ist der tatsächliche Schaden für das iranische Atomprogramm nicht irreparabel. Einer der jetzt ermordeten iranischen Atomwissenschaftler hatte erst vor kurzem in einem Interview gesagt, die operative Leitung des Programms sei längst in die Hände einer jüngeren Generation übergegangen. Und was die technische Seite angeht, ist der Kern der für die Urananreicherung erforderlichen Anlagen im Innern von Bergmassiven verbunkert. Israel verfügt nicht über die Bomben zur Zerstörung tiefliegender Bunker und auch nicht über die schweren Bomber, die sie abwerfen könnten. Über die verfügen potentiell nur die USA. Und die haben bisher von einem direkten Schlag gegen den Iran Abstand genommen. Aus (innen)politischen Gründen zweifellos, aber auch, weil man sich in Washington des praktischen Erfolges nicht sicher sein kann, denn diese Anlagen sind offenbar so verwinkelt, dass auch ein direkter Treffer keinen Erfolg garantiert.
Das liest man so auch nicht überall.
Vor kurzem war noch zu lesen, dass das System in Teheran wackelt und Israel den Auftrag hat, die Regierung weg zu bomben.
Platz wäre dann für einen neuen Schah. Einen menschenverachtenden Diktator wie der letzte, ganz nach westlichem Geschmack.
Vielleicht auch mit einer Frau, die die Seiten der Muttiblättchen ebenso füllen könnte wie damals Soraya und Farah Diba.
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