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"Putin-Jünger" "NATO-Boys" "Trump-Fans"

Von Feierabend-Mitglied Montag 19.01.2026, 19:30 – geändert Montag 19.01.2026, 19:38

(übernommene Bezeichnung) in der AfD streiten sich wegen Trump öffentlich über das Vorgehen in der Grönland-Krise


"Die Grönland-Krise könnte auch für die AfD Folgen haben. Im Umgang mit dem US-Präsidenten Donald Trump scheint sich die Partei uneins zu sein.

Berlin/Washington, D.C. – Dass die AfD Kontakte zur MAGA-Bewegung in den USA pflegt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Erst im Dezember reiste der AfD-Abgeordnete Markus Frohnmaier in die Vereinigten Staaten, um auf einer Gala des „New York Young Republican Clubs“ eine Auszeichnung entgegenzunehmen. Angesichts der Grönland-Krise wird die grundlegende Trump-Sympathie innerhalb der Partei jedoch zum Problem.

Jean-Pascal Hohm, Vorsitzender der neugegründeten AfD-Nachwuchspartei „Generation Deutschland“ verurteilte das Vorgehen des US-Präsidenten in einem Beitrag auf X scharf. „Europa darf sich nicht erpressen lassen“, befindet Hohm. Grönland sei Teil eines souveränen Staates der Europäischen Union. Als Deutsche und Europäer sei es unsere Pflicht, den Dänen und den Grönländern beizustehen, so Hohm.

AfD-Politiker Krah hält im Streit um Grönland zu US-Präsident Donald Trump
Nicht alle innerhalb der Partei teilen jedoch diese Ansicht. Unter dem Beitrag auf X meldete sich AfD-Kollege Maximilian Krah zu Wort: „Woraus ergibt sich diese ‚Pflicht‘, wegen Grönland gegen Trump zu sein?“ Auf eine Antwort Hohms erwiderte Krah: „Grönland ist geographisch Amerika“. Weiter schrieb der AfD-Politiker: „Was hat uns Grönland bislang gebracht? Und als AfD sollten wir tunlichst einen Zoff mit Trump vermeiden, schließlich schützt der uns vor einem Verbotsverfahren.“

Im Dezember berichtete der Spiegel, dass die Trump-Regierung erwogen hätte, deutsche Staatsdiener als direkte Reaktion auf die Einstufung der AfD durch das Bundesverfassungsgericht als gesichert rechtsextrem zu sanktionieren. Im US-Außenministerium sei über mögliche Einreiseverbote oder finanzielle Repressalien gegen die Verantwortlichen beraten worden. Auch deshalb wollen es sich viele innerhalb der AfD – wie Krah – nicht mit dem US-Präsidenten verscherzen.

Weidel und Chrupalla kritisieren Trumps „Wildwest-Methoden“
Unter Hohms Beitrag meldete sich ein weiterer Abgeordneter der Partei im Bundestag zu Wort. AfD-Politiker Moosdorf kritisierte den Vorsitzenden der „Generation Deutschland“ für sein Statement scharf. „Schon wieder einer, der Souveränität mit dem Mund deklariert. Ein Kontinent, der in den letzten Jahren 10 Prozent Anteil am weltweiten BIP verloren hat, kann mit Backen-Aufblasen nur die eigenen Irren beeindrucken. Alle anderen hören schlicht gar nicht hin.“

Damit stellen sich Moosdorf und Krah auch gegen die Linie der Parteispitze. Die beiden AfD-Co-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla monierten Trumps Außenpolitik am Dienstag (13. Januar) noch deutlich: „Donald Trump hat gegen ein elementares Wahlversprechen verstoßen – nämlich, sich nicht in andere Staaten einzumischen“, erklärte Weidel auch mit Blick auf das Eingreifen des US-Präsidenten in Venezuela. Chrupalla pflichtete seiner Kollegin bei: „Klar ist, dass Wildwest-Methoden abzulehnen sind.“

Reise von AfD-Politiker nach Russland – „Putin Jünger“ und „NATO-Boys“ in der AfD

Uneinigkeit innerhalb der AfD über bestimmte außenpolitische Linien ist nicht neu. Bereits 2023 schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung von den „Putin Jüngern“ und „NATO-Boys“ innerhalb der Partei. Die beiden Fronten scheinen in der AfD auch weiterhin zu bestehen. AfD-Politiker Steffen Kotré reiste erst Ende November nach Russland – ganz zum Unverständnis von Partei-Chefin Weidel. Noch vor seiner Reise ins russische Sotschi habe Weidel gesagt: „Ich kann nicht verstehen, was man da eigentlich soll.“ Eigentlich sollte Kotré keine Fotos mit russischen Politikern machen und sich bei Interviews in Russland zurückhalten, so die Auflagen der AfD-Chefin, wie die Tagesschau berichtete. Doch daraus wurde nichts.

Trump spaltet die Af Könnte die Grönland-Krise die Partei weiter auseinandertreiben?

Auch Moosdorf geriet 2024 innerparteilich für seine besonders pro-russische Haltung AfD-intern unter Kritik. Als außenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag wurde Moosdorf deshalb abgesägt. Sein Nachfolger ist Markus Frohnmaier. Im Interview mit dem ARD-„Hauptstadtstudio“ erklärte Frohnmaier Mitte 2025, er wolle die unterschiedlichen Strömungen in der Partei „noch effizienter nach außen vertreten und zusammenführen“. Die Grönland-Krise, ausgelöst durch US-Präsident Donald Trump, könnte die Partei also außenpolitisch weiter auseinandertreiben.

Wie im Schlagabtausch zwischen Krah, Hohm und Moosdorf öffentlich auf X zu sehen ist, ist sich die AfD uneins im Umgang mit dem US-Präsidenten. Neben den „Putin Jüngern“ und „NATO-Boys“ dürfte Frohnmaier wohl dem Lager der „Trump-Fans“ in der AfD angehören. (Quellen: Tagesschau/ARD/X/Frankfurter Allgemeine Zeitung/Spiegel) (sischr)


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Wie bereits an anderer Stelle geschrieben ist der Umgang der AfD mit den USA, bzw. der Regierung und der MAGA widersprüchlich, was nun zum Problem für die Partei werden könnte.

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