Kiew will Protest besänftigen
Wütende Reaktionen nach Entmachtung von Antikorruptionsbüro
Flucht nach vorn: Am Mittwoch vormittag lud der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij Vertreter des von ihm am Vortag entmachteten Antikorruptionsbüros (Nabu) und der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) zusammen mit Angehörigen des Sicherheitsapparats, die er beiden am Montag ins Haus geschickt hatte, zu einem Gespräch. Selenskij erklärte danach auf Telegram, es sei die Ausarbeitung eines Aktionsplans gegen Korruption beschlossen worden, der innerhalb von zwei Wochen vorliegen solle. Dazu stellte er ein Familienfoto des »Team Ukraine«, wie er seine Gesprächspartner nannte, und der Beschwörungsformel: »Wir alle haben einen gemeinsamen Feind – die russischen Besatzer.« Dem ließ er folgen. »Wir alle hören, was die Gesellschaft sagt.«
Das ist kein gutes Zeichen Herr Selenskij. Viel eher zeigt es, dass Sie etwas zu verbergen haben. Ist diese Behörde einigen gehobenen Krisen zu nahe gekommen und musste darum mit wohlgesonnenen Leuten besetzt worden?
Das erinnert an Hessen. Dort wurden sehr erfolgreiche Steuerfahnder, die einigen Kreisen zu nahe kamen, amtsärztlich für verrückt erklärt und in den Ruhestand versetzt.
Und sich dann noch selber freisprechen mit der Zauberformel: »Wir alle haben einen gemeinsamen Feind – die russischen Besatzer.«
Das soll wohl alles entschuldigen. Auch wie bei uns.
Berlin, Paris, Brüssel und andere EU-Hauptstädte reagierten auf Selenskijs Anschlag gegen die von ihnen als Beweis für Demokratie in Kiew gepäppelten Ämter mit beachtlichem Stirnrunzeln.
Wenigstens eine offene Reaktion. Aber die Angst dürfte steigen darüber, dass das einer den Hals nicht voll genug kriegt nun jetzt völlig aus dem Ruder zu laufen scheint. Hält er sich als Geheimnisträger für unentbehrlich?
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Wütende Reaktionen nach Entmachtung von Antikorruptionsbüro
Flucht nach vorn: Am Mittwoch vormittag lud der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij Vertreter des von ihm am Vortag entmachteten Antikorruptionsbüros (Nabu) und der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) zusammen mit Angehörigen des Sicherheitsapparats, die er beiden am Montag ins Haus geschickt hatte, zu einem Gespräch. Selenskij erklärte danach auf Telegram, es sei die Ausarbeitung eines Aktionsplans gegen Korruption beschlossen worden, der innerhalb von zwei Wochen vorliegen solle. Dazu stellte er ein Familienfoto des »Team Ukraine«, wie er seine Gesprächspartner nannte, und der Beschwörungsformel: »Wir alle haben einen gemeinsamen Feind – die russischen Besatzer.« Dem ließ er folgen. »Wir alle hören, was die Gesellschaft sagt.«
Das ist kein gutes Zeichen Herr Selenskij. Viel eher zeigt es, dass Sie etwas zu verbergen haben. Ist diese Behörde einigen gehobenen Krisen zu nahe gekommen und musste darum mit wohlgesonnenen Leuten besetzt worden?
Das erinnert an Hessen. Dort wurden sehr erfolgreiche Steuerfahnder, die einigen Kreisen zu nahe kamen, amtsärztlich für verrückt erklärt und in den Ruhestand versetzt.
Und sich dann noch selber freisprechen mit der Zauberformel: »Wir alle haben einen gemeinsamen Feind – die russischen Besatzer.«
Das soll wohl alles entschuldigen. Auch wie bei uns.
Berlin, Paris, Brüssel und andere EU-Hauptstädte reagierten auf Selenskijs Anschlag gegen die von ihnen als Beweis für Demokratie in Kiew gepäppelten Ämter mit beachtlichem Stirnrunzeln.
Wenigstens eine offene Reaktion. Aber die Angst dürfte steigen darüber, dass das einer den Hals nicht voll genug kriegt nun jetzt völlig aus dem Ruder zu laufen scheint. Hält er sich als Geheimnisträger für unentbehrlich?
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