Von ehemaliges Mitglied
Mittwoch 08.03.2023, 08:15
Präsidentin befürwortet Massendemos: Tausende protestieren gegen „Agentengesetz“ in Georgien (Tagesspiegel)
Demonstranten versammeln sich vor dem georgischen Parlamentsgebäude.
Das Gesetzesvorhaben über „ausländische Agenten“ erinnert an eine russische Regelung. Laut Verfassung strebt Georgien einen Beitritt zur EU und Nato an.
In Georgien haben tausende Menschen gegen ein Gesetzesvorhaben gegen „ausländische Agenten“ demonstriert, das aus ihrer Sicht Medien und Nichtregierungsorganisationen einschüchtern soll.
Wie auf Bildern des unabhängigen Fernsehsenders Pireli TV zu sehen war, versammelten sich die Demonstranten am Dienstag vor dem Parlament in Tiflis, nachdem dieses dem umstrittenen Gesetz in erster Lesung zugestimmt hatte. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Menge ein.
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Laut Pireli TV waren die Proteste zuvor weitgehend friedlich verlaufen. Mindestens ein Teilnehmer habe aber einen Molotow-Cocktail auf Polizeibeamte geworfen.
Das neue Gesetz sieht vor, dass Organisationen, die sich zu mehr als 20 Prozent mit Geldern aus dem Ausland finanzieren, sich als sogenannte ausländische Agenten registrieren lassen müssen. Anderenfalls drohen ihnen Strafen.
Ihr repräsentiert heute das freie Georgien, das seine Zukunft in Europa sieht und das niemanden diese Zukunft rauben lassen wird.
Salome Surabischwili, Präsidentin Georgiens
Die Vorlage erinnert an ein Gesetz, das 2012 in Russland verabschiedet worden war. Der Kreml hat dieses umfassend genutzt, um Medien und regierungskritische Organisationen oder andere Kritiker zu unterdrücken.
Die georgische Präsidentin Salome Surabischwili stellte sich hinter die Demonstranten in Tiflis. „Ihr repräsentiert heute das freie Georgien, das seine Zukunft in Europa sieht und das niemanden diese Zukunft rauben lassen wird“, erklärte sie während eines Staatsbesuchs in New York.
Georgische Präsidentin kündigt Veto an
Die Präsidentin forderte, das Gesetzesvorhaben aufzugeben, und kündigte ihr Veto gegen den Text an. Da die Regierungspartei Georgischer Traum eine absolute Mehrheit im Parlament hat, kann sie dieses Veto jedoch aufheben.
Die kleine frühere Sowjetrepublik Georgien strebt eigentlich einen Beitritt zur EU und zur Nato an. In jüngster Zeit nährten aber mehrere Maßnahmen der Regierung Befürchtungen, das Land könne sich Russland zuwenden.
Die US-Botschaft in Georgien erklärte am Dienstag nach der Verabschiedung des Gesetzes über „ausländische Agenten“ in erster Lesung, dies sei „ein düsterer Tag für die georgische Demokratie“. Wenn die Regierung in Tiflis an dem Vorhaben festhalte, schade sie damit den Beziehungen „zu ihren strategischen Partnern“.
Gegen dieses Gesetz muss sich Georgien unbedingt wehren.
Präsidentin befürwortet Massendemos: Tausende protestieren gegen „Agentengesetz“ in Georgien (Tagesspiegel)
Demonstranten versammeln sich vor dem georgischen Parlamentsgebäude.
Das Gesetzesvorhaben über „ausländische Agenten“ erinnert an eine russische Regelung. Laut Verfassung strebt Georgien einen Beitritt zur EU und Nato an.
In Georgien haben tausende Menschen gegen ein Gesetzesvorhaben gegen „ausländische Agenten“ demonstriert, das aus ihrer Sicht Medien und Nichtregierungsorganisationen einschüchtern soll.
Wie auf Bildern des unabhängigen Fernsehsenders Pireli TV zu sehen war, versammelten sich die Demonstranten am Dienstag vor dem Parlament in Tiflis, nachdem dieses dem umstrittenen Gesetz in erster Lesung zugestimmt hatte. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Menge ein.
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Laut Pireli TV waren die Proteste zuvor weitgehend friedlich verlaufen. Mindestens ein Teilnehmer habe aber einen Molotow-Cocktail auf Polizeibeamte geworfen.
Das neue Gesetz sieht vor, dass Organisationen, die sich zu mehr als 20 Prozent mit Geldern aus dem Ausland finanzieren, sich als sogenannte ausländische Agenten registrieren lassen müssen. Anderenfalls drohen ihnen Strafen.
Ihr repräsentiert heute das freie Georgien, das seine Zukunft in Europa sieht und das niemanden diese Zukunft rauben lassen wird.
Salome Surabischwili, Präsidentin Georgiens
Die Vorlage erinnert an ein Gesetz, das 2012 in Russland verabschiedet worden war. Der Kreml hat dieses umfassend genutzt, um Medien und regierungskritische Organisationen oder andere Kritiker zu unterdrücken.
Die georgische Präsidentin Salome Surabischwili stellte sich hinter die Demonstranten in Tiflis. „Ihr repräsentiert heute das freie Georgien, das seine Zukunft in Europa sieht und das niemanden diese Zukunft rauben lassen wird“, erklärte sie während eines Staatsbesuchs in New York.
Georgische Präsidentin kündigt Veto an
Die Präsidentin forderte, das Gesetzesvorhaben aufzugeben, und kündigte ihr Veto gegen den Text an. Da die Regierungspartei Georgischer Traum eine absolute Mehrheit im Parlament hat, kann sie dieses Veto jedoch aufheben.
Die kleine frühere Sowjetrepublik Georgien strebt eigentlich einen Beitritt zur EU und zur Nato an. In jüngster Zeit nährten aber mehrere Maßnahmen der Regierung Befürchtungen, das Land könne sich Russland zuwenden.
Die US-Botschaft in Georgien erklärte am Dienstag nach der Verabschiedung des Gesetzes über „ausländische Agenten“ in erster Lesung, dies sei „ein düsterer Tag für die georgische Demokratie“. Wenn die Regierung in Tiflis an dem Vorhaben festhalte, schade sie damit den Beziehungen „zu ihren strategischen Partnern“.
Gegen dieses Gesetz muss sich Georgien unbedingt wehren.