Der deutsche Verteidigungsminister und seine Marine melden Ansprüche im Pazifik an. Warum auch nicht? De Deutschen sollen auch dort tüchtig Krieg führen können.
Außerdem: In Südkorea werden auch die »Baden-Württemberg« und die »Frankfurt am Main« erwartet. Sie sollen dort – wie bereits 2021 die Fregatte »Bayern« – an der Überwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea teilnehmen. Die wird – anders, als es die Aufgabenbezeichnung suggeriert – nicht von den Vereinten Nationen durchgeführt, sondern in Eigenregie von den Vereinigten Staaten, die dazu im Jahr 2018 eine »Koalition der Willigen« installiert haben. Den inneren Kern bilden die Five Eyes, ein Spionagepakt, der seine Ursprünge im Zweiten Weltkrieg hat und dem neben den USA Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland angehören. Ein Mandat des Bundestags liegt – auch das wie schon 2021 – für die Beteiligung an der Sanktionsüberwachung nicht vor.
Noch unklar ist, ob die beiden deutschen Kriegsschiffe im weiteren Verlauf ihres Manövertrips außer dem Südchinesischen Meer allgemein auch die Taiwanstraße im besonderen durchfahren werden.
Mit Blick auf die gegenwärtigen Asien-Pazifik-Manöver der Bundeswehr urteilte das Handelsblatt immerhin schon zufrieden: »Deutschland demonstriert Stärke gegenüber China.« Mit Kriegsschiffen in Ostasien »Stärke demonstrieren«, das kennt man aus dem Deutschen Kaiserreich. Wo – für alle Beteiligten –das Machtgehabe endete, ist bekannt.
Hat Pistorius wieder koloniale Träume?
Die deutsche Regierungen sollten erkennen, wie sehr sich die USA ihre Sympathien weltweit verscherzen. Will es als liebes Hündchen denen nachtun? Sie sind auf einem guten Weg. Unsre Medien sind und werden auch weiterhin darauf gedrillt, uns die "richtige" Sicht darauf zu zeigen. Es funktioniert wie man Im Fall Ukraine sieht.
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Der deutsche Verteidigungsminister und seine Marine melden Ansprüche im Pazifik an. Warum auch nicht? De Deutschen sollen auch dort tüchtig Krieg führen können.
Außerdem: In Südkorea werden auch die »Baden-Württemberg« und die »Frankfurt am Main« erwartet. Sie sollen dort – wie bereits 2021 die Fregatte »Bayern« – an der Überwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea teilnehmen. Die wird – anders, als es die Aufgabenbezeichnung suggeriert – nicht von den Vereinten Nationen durchgeführt, sondern in Eigenregie von den Vereinigten Staaten, die dazu im Jahr 2018 eine »Koalition der Willigen« installiert haben. Den inneren Kern bilden die Five Eyes, ein Spionagepakt, der seine Ursprünge im Zweiten Weltkrieg hat und dem neben den USA Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland angehören. Ein Mandat des Bundestags liegt – auch das wie schon 2021 – für die Beteiligung an der Sanktionsüberwachung nicht vor.
Noch unklar ist, ob die beiden deutschen Kriegsschiffe im weiteren Verlauf ihres Manövertrips außer dem Südchinesischen Meer allgemein auch die Taiwanstraße im besonderen durchfahren werden.
Mit Blick auf die gegenwärtigen Asien-Pazifik-Manöver der Bundeswehr urteilte das Handelsblatt immerhin schon zufrieden: »Deutschland demonstriert Stärke gegenüber China.« Mit Kriegsschiffen in Ostasien »Stärke demonstrieren«, das kennt man aus dem Deutschen Kaiserreich. Wo – für alle Beteiligten –das Machtgehabe endete, ist bekannt.
Hat Pistorius wieder koloniale Träume?
Die deutsche Regierungen sollten erkennen, wie sehr sich die USA ihre Sympathien weltweit verscherzen. Will es als liebes Hündchen denen nachtun? Sie sind auf einem guten Weg. Unsre Medien sind und werden auch weiterhin darauf gedrillt, uns die "richtige" Sicht darauf zu zeigen. Es funktioniert wie man Im Fall Ukraine sieht.
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