"Ob Leopard oder Abrams: Wenn in den vergangenen Wochen von Kampfpanzern die Rede war, dann meist von denen, die der Westen der Ukraine zur Unterstützung sendet. Kiew profitiert aber noch von ganz anderen Panzern. Nämlich von jenen, die sie von den russischen Truppen erbeutet haben. Der britische „Guardian“ hat nun einen der Orte besucht, in denen diese repariert werden
„Die erste Aufgabe besteht darin, das Z abzuwischen oder zu verdecken“, sagte Anatoly der Zeitung. „Wir wollen später keinen Beschuss durch eigene Leute.“ Das Z ist das Erkennungsmerkmal, mit dem die russischen Truppen ihre Kampfgeräte im Krieg bemalen. Im Anschluss werden die Panzer in einem riesigen Lagerhaus repariert und für ukrainische Zwecke umgerüstet.
Wie der „Guardian“ schreibt, ist Russland unbeabsichtigt zum größten Panzer-„Lieferanten“ der Ukraine geworden. Eine Open-Source-Website des niederländischen Geheimdienstes hat demnach Fotos von 546 durch die Ukraine erbeuteten Panzern gemacht. Und das dürften bei Weitem noch nicht alle sein.
Ein Beispiel: ein T-72B3, der mit Laub bedeckt ist und dessen Panzerung ramponiert ist. Er wurde vor vier Wochen aus der Region Donezk in die Anlage gebracht. „Er hat einen Volltreffer am Turm erlitten“, sagt Anatoly. Nun soll er wieder einsatzbereit gemacht werden.
Zwar repariere auch der ukrainische Staat einige der russischen Panzer (oft sowjetische Modelle), aber das Hauptaugenmerk, so schreibt es die Zeitung, liege in der Reparatur der eigenen Fahrzeuge. Daher habe sich eine Reihe ziviler Unternehmen daran gemacht, die erbeuteten Panzer, aber auch etwa Raketensysteme wieder aufzumöbeln, häufig finanziert durch Spenden.
Die Prytula Stiftung ist eine der größten Organisationen, die per Crowdfunding den Kauf von militärischem Gerät finanziert. 200.000 Pfund hat sie in den Lagerraum investiert, sieben Panzer konnten so wieder einsatzbereit gemacht werden. Die Ersatzteile seien relativ leicht zu beschaffen: Die Stiftung hat Kontakte zu den ukrainischen Streitkräften und liefert diesen wiederum Dinge wie Drohnen oder Wärmebildbrillen."
Aus Tagesspiegel, der sich auf den Guardian beruft.
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"Ob Leopard oder Abrams: Wenn in den vergangenen Wochen von Kampfpanzern die Rede war, dann meist von denen, die der Westen der Ukraine zur Unterstützung sendet. Kiew profitiert aber noch von ganz anderen Panzern. Nämlich von jenen, die sie von den russischen Truppen erbeutet haben. Der britische „Guardian“ hat nun einen der Orte besucht, in denen diese repariert werden
„Die erste Aufgabe besteht darin, das Z abzuwischen oder zu verdecken“, sagte Anatoly der Zeitung. „Wir wollen später keinen Beschuss durch eigene Leute.“ Das Z ist das Erkennungsmerkmal, mit dem die russischen Truppen ihre Kampfgeräte im Krieg bemalen. Im Anschluss werden die Panzer in einem riesigen Lagerhaus repariert und für ukrainische Zwecke umgerüstet.
Wie der „Guardian“ schreibt, ist Russland unbeabsichtigt zum größten Panzer-„Lieferanten“ der Ukraine geworden. Eine Open-Source-Website des niederländischen Geheimdienstes hat demnach Fotos von 546 durch die Ukraine erbeuteten Panzern gemacht. Und das dürften bei Weitem noch nicht alle sein.
Ein Beispiel: ein T-72B3, der mit Laub bedeckt ist und dessen Panzerung ramponiert ist. Er wurde vor vier Wochen aus der Region Donezk in die Anlage gebracht. „Er hat einen Volltreffer am Turm erlitten“, sagt Anatoly. Nun soll er wieder einsatzbereit gemacht werden.
Zwar repariere auch der ukrainische Staat einige der russischen Panzer (oft sowjetische Modelle), aber das Hauptaugenmerk, so schreibt es die Zeitung, liege in der Reparatur der eigenen Fahrzeuge. Daher habe sich eine Reihe ziviler Unternehmen daran gemacht, die erbeuteten Panzer, aber auch etwa Raketensysteme wieder aufzumöbeln, häufig finanziert durch Spenden.
Die Prytula Stiftung ist eine der größten Organisationen, die per Crowdfunding den Kauf von militärischem Gerät finanziert. 200.000 Pfund hat sie in den Lagerraum investiert, sieben Panzer konnten so wieder einsatzbereit gemacht werden. Die Ersatzteile seien relativ leicht zu beschaffen: Die Stiftung hat Kontakte zu den ukrainischen Streitkräften und liefert diesen wiederum Dinge wie Drohnen oder Wärmebildbrillen."
Aus Tagesspiegel, der sich auf den Guardian beruft.
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Ich bin überrascht, dass doch so viele Panzer erbeutet wurden und offensichtlich auch nicht wenige wieder einsatzfähig gemacht werden können.