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Pakt dreier Mächte in Mekka

Von Feierabend-Mitglied Montag 10.08.2026, 16:15

Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei schliessen ein Verteidigungsbündnis und nennen es nach der heiligsten Stadt des Islam. Ist das ein Stabilitätssignal oder eine gefährliche Blockbildung der drei sunnitischen Staaten? Eine gefährliche Neuordnung des Nahen Ostens?



"Schon der Name ist ein Statement: Mit dem „Verteidigungsabkommen von Mekka“ wollen Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei sich im Angriffsfall beistehen. Dass die drei sunnitischen Staaten den Pakt in der Heiligen Stadt geschlossen haben, kann als Signal an Teheran gedeutet werden. Denn der schiitische Iran macht dem saudischen Königshaus die Rolle als Hüter der heiligen Stätten Mekka und Medina seit Jahrzehnten streitig. Womöglich ist der Name auch ein Hinweis darauf, wer keinen Platz im Bündnis hat: Schließlich ist der Zutritt nach Mekka für Nicht-Muslime streng verboten.

Neue Machtblöcke im Nahen und Mittleren Osten zeichnen sich seit zwei Jahren ab. Damals kam es erstmals zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Israel und dem Iran. Die Golfstaaten stellten damals fest, dass sie sich in jener brenzligen Lage auf Washington nicht mehr verlassen können. Der aktuelle Iran-Krieg, Israels Angriff auf Hamas-Führer in Katar und der Vertrauensverlust in US-Präsident Donald Trump beschleunigten diese Entwicklung. Die drei Mächte wollen nun ihre Sicherheit selbst in die Hand nehmen.


Eine gute Nachricht ist das nicht.
Zwar gibt es keinen Gegenpakt, doch Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien nähern sich ebenfalls an. So drohen zwei rivalisierende Blöcke – mit den Atommächten Indien und Pakistan. Saudi-Arabien und die Emirate führen bereits Stellvertreterkonflikte im Sudan, Libyen und Jemen; zwischen der Türkei und Israel nehmen die Spannungen zu. Hinzu kommt ein gestärkter Iran, der viele Rechnungen offen hat.

Der Pakt könnte also das Gegenteil dessen bewirken, was er verspricht: nicht mehr Stabilität, sondern eine gefährlichere Neuordnung einer ohnehin unsicheren Region."

rp-online.de/ ... /pakt-in-mekka-gefaehrliche-neuordnung-des-nahen-und-mittleren-ostens_aid-152882825

Ich betrachte das ebenfalls sehr kritisch. Weltweit nehmen Polarisierungen auf den verschiedensten Ebenen zu und die Unverfrorenheit der Machthaber.

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