Von Feierabend-Mitglied
Samstag 29.10.2022, 09:22 – geändert Samstag 29.10.2022, 11:16
...hat Musk Twitter gekauft.
Nach Informationen von Bloomberg will Musk zunächst selbst den Chefposten übernehmen. Erst später könne er den Job an jemand anderen abgeben. Bis jetzt wurde noch kein konkreter Name für einen Nachfolger genannt. Auch wer das entlassene Management ersetzen soll ist noch nicht bekannt gegeben worden.
Musk hat erklärt, massiv Stellen bei Twitter kürzen zu wollen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen aus San Francisco gut 7500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seine Ankündigung, grossflächige Entlassungen durchzuführen, stiess bei diesen auf Unmut. Zudem sucht Musk nach neuen Möglichkeiten, Geld mit dem Dienst zu machen, denn: Twitter hat, so die New York Times, seit längerem Mühe, auf dem Werbemarkt zu wachsen. Dabei wäre das die Haupteinnahmequelle des Kurznachrichtendienstes.
Er möchte aus Twitter eine Plattform für Redefreiheit machen: Keine Zensur, keine Wokeness, keine Cancel Culture. US-amerikanische Republikaner bejubeln den "Rückschritt", denn zu Beginn Twitters waren die Content-Regeln in etwa ähnlich ausgelegt. Ein ehemaliger Top-Manager von Twitter sieht das Ganze gelassen: "Irgendwann werden die Leute merken, dass der Wilde Westen einen Sheriff braucht, um für die Sicherheit der Menschen und des Handels zu sorgen", sagt Colin Crowell gegenüber der NYT. Aber bis dahin? Zumal er Trump wieder zulassen möchte. Das wäre Wahlhilfe für ihn.
Auch die potenziellen Werbenden sind skeptisch. Diverse Marken wollen nicht, dass ihre Produkte neben problematischen Aussagen beworben werden. Musk ruderte daraufhin in einem Tweet an die Advertiser zurück und versprach, natürlich nicht jeden Content zuzulassen. Jedoch steht auch auf Elon Musks Veränderungs-Liste, dass es keine lebenslangen Sperren mehr geben soll.
In einer Zeit wo sich schwarz-weiss-denken, Polemik, Demagogie, Radikalisierung, Hass und Fakes breit machen, die Bevölkerungen immer mehr gespalten werden, ist das für mich kein gutes Omen. Hinzu kommt: die drei grössten Plattformen sind in der Hand von China, Zuckerberg und nun Musk. Bleibt abzuwarten wie das weiter geht.
...hat Musk Twitter gekauft.
Nach Informationen von Bloomberg will Musk zunächst selbst den Chefposten übernehmen. Erst später könne er den Job an jemand anderen abgeben. Bis jetzt wurde noch kein konkreter Name für einen Nachfolger genannt. Auch wer das entlassene Management ersetzen soll ist noch nicht bekannt gegeben worden.
Musk hat erklärt, massiv Stellen bei Twitter kürzen zu wollen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen aus San Francisco gut 7500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seine Ankündigung, grossflächige Entlassungen durchzuführen, stiess bei diesen auf Unmut. Zudem sucht Musk nach neuen Möglichkeiten, Geld mit dem Dienst zu machen, denn: Twitter hat, so die New York Times, seit längerem Mühe, auf dem Werbemarkt zu wachsen. Dabei wäre das die Haupteinnahmequelle des Kurznachrichtendienstes.
Er möchte aus Twitter eine Plattform für Redefreiheit machen: Keine Zensur, keine Wokeness, keine Cancel Culture. US-amerikanische Republikaner bejubeln den "Rückschritt", denn zu Beginn Twitters waren die Content-Regeln in etwa ähnlich ausgelegt. Ein ehemaliger Top-Manager von Twitter sieht das Ganze gelassen: "Irgendwann werden die Leute merken, dass der Wilde Westen einen Sheriff braucht, um für die Sicherheit der Menschen und des Handels zu sorgen", sagt Colin Crowell gegenüber der NYT. Aber bis dahin? Zumal er Trump wieder zulassen möchte. Das wäre Wahlhilfe für ihn.
Auch die potenziellen Werbenden sind skeptisch. Diverse Marken wollen nicht, dass ihre Produkte neben problematischen Aussagen beworben werden. Musk ruderte daraufhin in einem Tweet an die Advertiser zurück und versprach, natürlich nicht jeden Content zuzulassen. Jedoch steht auch auf Elon Musks Veränderungs-Liste, dass es keine lebenslangen Sperren mehr geben soll.
In einer Zeit wo sich schwarz-weiss-denken, Polemik, Demagogie, Radikalisierung, Hass und Fakes breit machen, die Bevölkerungen immer mehr gespalten werden, ist das für mich kein gutes Omen. Hinzu kommt: die drei grössten Plattformen sind in der Hand von China, Zuckerberg und nun Musk. Bleibt abzuwarten wie das weiter geht.