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Nochmal "Diskriminierung" von Kassenpatienten

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 31.12.2024, 09:50


"„Die Diskriminierung der gesetzlich Versicherten gegenüber Privatpatienten bei der Terminvergabe werden wir nicht länger hinnehmen“ – mit dieser Aussage hat Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstandsvize des GKV-Spitzenverbands, für Aufsehen gesorgt – und eine Debatte angestoßen? Nein, findet unser Chefredakteur Denis Nößler, auch wenn sich natürlich nach Veröffentlichung des Zitats viele Menschen zu Wort gemeldet haben."
In seinem Kommentar schreibt er: „Am Ende wurden vor allem Gemeinplätze und nicht zu Ende gedachte Forderungen aneinandergereiht. Sie alle haben gemeinsam, dass sie die Versorgung nicht verbessern werden.“ "
( Das ist eine Aussage in der Ärztezeitung.)

Immer wieder kommt der Ruf nach Bürgerversicherung nach österreichischem Vorbild. Das scheint nur auf den erten Blick die Lösung zu sein doch bei genauerer Betrachtung ist sie das wohl auch nicht.

Hierzu ein Zitat aus der Ärztezeitung die sich mit dem Thema ausführlich befasste:
"....Bürgerversicherung – keine Lösung
Nun könnte man mit Verena Bentele, der Präsidentin des Sozialverbands VdK, eine „Krankenversicherung, in die alle einzahlen“ fordern, eine Bürgerversicherung. Oder anders ausgedrückt: Wenn man das eigentliche Problem der Diskriminierung nicht wird lösen können, dann schafft man einfach das vergleichende Merkmal (hier die PKV und Beihilfe) ab?!

Einmal davon abgesehen, dass die Einführung einer Bürgerversicherung zunächst einmal nur die Einnahmenseite der GKV verbessert und ohnehin erst nach zwei, drei Generationen wirksam werden wird (weil eine Enteignung der momentan privat Versicherten verfassungswidrig wäre). Es stellt sich vor allem die Frage, ob eine Bürgerversicherung das Privatzahlerproblem lösen wird. Denn nur weil es keine PKV mehr gäbe, wäre es den Menschen damit noch lange nicht verboten, als Selbstzahler Medizin in Anspruch zu nehmen. Dann müsste man schon die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abschaffen. Wie man das nennt, was dann übrig bleibt? Manchen dürfte der Begriff Staatsmedizin auf der Zunge liegen.

Und ein Blick nach Österreich zeigt, dass eine Bürgerversicherung kaum ein Rezept gegen Diskriminierung ist. Von knapp 20.000 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Alpenrepublik ordinierten 2023 nur noch rund 8.300 mit einem Kassenvertrag, die Mehrheit der Niedergelassenen sind Wahlärzte. Während die Zahl letzterer seit Jahren steigt, nimmt die Zahl ersterer seit Jahren ab. Das heißt nicht, dass man in dem Land schlechter medizinisch versorgt wäre, aber selbst in der Bürgerversicherungsrepublik – tu felix austria – hilft das Geldbörserl im Zweifel zum schnellen Termin beim Lieblingsfachgebiet."

Der ganze Artikel mit dre Überschrift "Diskriminierung bei Arztterminen? Statt Neiddebatten lieber die richtigen Fragen beantworten" ist zu lang um ihn komplett einzukopieren.


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