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Niederlage in Zeitlupe

Von Harvey11 Freitag 04.10.2024, 10:21 – geändert Freitag 04.10.2024, 10:29

Man soll den Gang von Kriegen nie nach dem Verlauf einzelner Gefechte beurteilen. Am allerwenigsten mit geringem zeitlichen Abstand zum Geschehen. Mit aller gebotenen Vorsicht lassen sich aber aus der vierten Schlacht um Wugledar schon ein paar Schlussfolgerungen ziehen. Denn der geographische Faktor – das für die Verteidigung günstige Gelände – lässt sich herauskürzen. Ganz offenkundig hat die Ukraine diesen Faktor diesmal nicht für sich ausnutzen können, wie es ihr noch 2022, 2023 und Anfang dieses Jahres gelungen war.

Das klingt nüchtern, fast wie eine Bilanzpressekonferenz. Dazu gehören Rückblick und Vorausschau.
Dabei übersieht man oft, dass es hier um Menschen geht. Menschen, die eiskalt irgendwelchen Interessen geopfert werden.
Und ich, der kein Teil dieser Mordmaschinerie werden wollte, musste mein Gewissen prüfen lassen. Ich brauchte nicht lernen, wie man am besten Menschen, die andersfarbige Anzüge trugen, bedenkenlos umbringen kann.
Warum? Habe ich ein gutes Gewissen, ein böses Gewissen, oder gar keins?
Mir ist jedenfalls jeder Deserteur lieber als ein geschmückter Kriegsheld.
Und diese Schlachtfeste in der Ukraine und sonst wo, in denen es nur um Macht, Einfluss und wirtschaftliche Interessen geht, sind bald beendet.
Das würde aber bedeuten, dass man endlich die Menschen wirklich aufklärt.
Leider kann ich daran nirgendwo ein Interesse erkennen. Im Gegenteil.
Eine Berufsgruppe wird nie arbeitslos, die Feindbildermaler.


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