Online-Tool gibt Wahlempfehlungen – um die AfD und Siegmund zu stoppen.
"Magdeburg – Am 6. September findet in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl statt. Während die in Umfragen führende AfD bereits ihr Programm für die ersten 100 Tage vorstellte, nimmt der Druck auf die Partei zeitgleich zu. Die Parteispitze suggerierte auf dem Landesparteitag in Magdeburg trotz Skandalen Sicherheit: Martin Reichardt, der erst vor Kurzem wegen des mutmaßlichen Zeigens des Hitlergrußes in der Kritik geraten war, gab sich sicher, die AfD werde „die Regierungsmehrheit stellen“.
Jetzt formiert sich eine neue Initiative, die den Wahlsieg der Rechtsaußenpartei um jeden Preis verhindern will: Ein Online-Tool soll regionale Wahlempfehlungen aussprechen, um eine absolute Mehrheit der AfD im Landtag abzuwenden. Dieses Ziel soll über das taktische Wählen bei Erst- und Zweitstimmen erreicht werden. Dadurch könnten kleinere Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde gehoben werden, und so im Parlament wichtige Sitze besetzen.
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Online-Tool gibt Wahlempfehlungen – um die AfD und Siegmund zu stoppen
Um auf das Portal zuzugreifen, müssen Bürger ihre Postleitzahl angeben. Darauf folgt eine Auswertung, nach welcher der aussichtsreichste Kandidat auf eine Verhinderung des AfD-Sieges ausgewiesen wird. Eine Empfehlung gilt laut Website für Grüne und SPD, da diese drohen, an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern.
Die Empfehlung für FDP und BSW bleibt aus, da diese eine Zusammenarbeit mit der AfD im Landtag nicht ausschließen. Die Initiative Taktisch wählen befürchtet: „Beide Parteien könnten im Landtag eine Regierung mit der AfD bilden, einen AfD-Ministerpräsidenten wählen und AfD-Gesetze unterstützen. Das Ziel von Taktisch Wählen ist es, sichere demokratische Mehrheiten zu schaffen.“ BSW und FDP seien demnach keine verlässlichen Partner.
AfD liegt bei 41 Prozent: Wahlkampf in Sachsen-Anhalt spitzt sich zu
Eine Verhinderung eines AfD-Ministerpräsidenten gleicht einem Ritt auf Messers Schneide: Es sind noch rund sechs Wochen bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und die AfD steht weiterhin deutlich vor der regierenden CDU. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei kommt in der am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für das Magazin „Focus“ auf 41 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erreicht 24 Prozent.
Damit liegen die beiden Parteien etwa im Bereich früherer Umfragen. Auch bei den anderen Parteien hat sich nur wenig verändert. Die Linke kommt in der aktuellen Insa-Erhebung auf 14 Prozent; die SPD erreicht fünf Prozent und müsste damit um den Wiedereinzug ins Parlament bangen. Unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen derzeit Grüne, FDP und BSW, die in der Umfrage jeweils auf vier Prozent kommen. Sie würden damit den Wiedereinzug verpassen.
Die CDU schließt in Sachsen-Anhalt Koalitionen sowohl mit der AfD als auch mit der Linken aus. Sollte die AfD die parlamentarische Mehrheit verfehlen, wäre lediglich eine von den Christdemokraten geführte Minderheitsregierung denkbar, die dann auf eine Zusammenarbeit unter anderem mit der Linkspartei angewiesen wäre.
Initiative gibt Wahlempfehlungen – kann sie die AfD-Mehrheit bremsen?
„In wenigen Wochen könnte die rechtsextreme AfD in Sachsen-Anhalt allein die Regierung stellen – und das, obwohl die Mehrheit der Menschen hier demokratisch wählen will“, zitiert die Welt Luise Band, eine Sprecherin der Kampagne. An den Wochenenden bis zur Wahl wolle das Kampagnenteam „an den Haustüren in Halle, Magdeburg und im ganzen Land“ klingeln, um Werbung für Taktisch Wählen zu betreiben. Der Landtag in Magdeburg wird am 6. September neu gewählt. Die AfD strebt eine Alleinregierung an und will erstmals in Deutschland mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund einen Ministerpräsidenten stellen.
Hinter der Kampagne steckt „The Goodforces“. Die Organisation betreibt politisches Campaigning, das nach eigener Darstellung „Haltung zeigt und Klartext spricht“. Die Kampagnen setzen sich für Biodiversität, Klimaschutz und Demokratie ein. Wie Welt berichtet, sind an der Planung und Umsetzung auch Ehrenamtliche beteiligt. Bereits zu den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg gab es die Initiativen. (Quelle: dpa, AFP, Taktisch Wählen, Goodforces, INSA, Welt, frühere Berichterstattung) (kox) "
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Online-Tool gibt Wahlempfehlungen – um die AfD und Siegmund zu stoppen.
"Magdeburg – Am 6. September findet in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl statt. Während die in Umfragen führende AfD bereits ihr Programm für die ersten 100 Tage vorstellte, nimmt der Druck auf die Partei zeitgleich zu. Die Parteispitze suggerierte auf dem Landesparteitag in Magdeburg trotz Skandalen Sicherheit: Martin Reichardt, der erst vor Kurzem wegen des mutmaßlichen Zeigens des Hitlergrußes in der Kritik geraten war, gab sich sicher, die AfD werde „die Regierungsmehrheit stellen“.
Jetzt formiert sich eine neue Initiative, die den Wahlsieg der Rechtsaußenpartei um jeden Preis verhindern will: Ein Online-Tool soll regionale Wahlempfehlungen aussprechen, um eine absolute Mehrheit der AfD im Landtag abzuwenden. Dieses Ziel soll über das taktische Wählen bei Erst- und Zweitstimmen erreicht werden. Dadurch könnten kleinere Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde gehoben werden, und so im Parlament wichtige Sitze besetzen.
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Online-Tool gibt Wahlempfehlungen – um die AfD und Siegmund zu stoppen
Um auf das Portal zuzugreifen, müssen Bürger ihre Postleitzahl angeben. Darauf folgt eine Auswertung, nach welcher der aussichtsreichste Kandidat auf eine Verhinderung des AfD-Sieges ausgewiesen wird. Eine Empfehlung gilt laut Website für Grüne und SPD, da diese drohen, an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern.
Die Empfehlung für FDP und BSW bleibt aus, da diese eine Zusammenarbeit mit der AfD im Landtag nicht ausschließen. Die Initiative Taktisch wählen befürchtet: „Beide Parteien könnten im Landtag eine Regierung mit der AfD bilden, einen AfD-Ministerpräsidenten wählen und AfD-Gesetze unterstützen. Das Ziel von Taktisch Wählen ist es, sichere demokratische Mehrheiten zu schaffen.“ BSW und FDP seien demnach keine verlässlichen Partner.
AfD liegt bei 41 Prozent: Wahlkampf in Sachsen-Anhalt spitzt sich zu
Eine Verhinderung eines AfD-Ministerpräsidenten gleicht einem Ritt auf Messers Schneide: Es sind noch rund sechs Wochen bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und die AfD steht weiterhin deutlich vor der regierenden CDU. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei kommt in der am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für das Magazin „Focus“ auf 41 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erreicht 24 Prozent.
Damit liegen die beiden Parteien etwa im Bereich früherer Umfragen. Auch bei den anderen Parteien hat sich nur wenig verändert. Die Linke kommt in der aktuellen Insa-Erhebung auf 14 Prozent; die SPD erreicht fünf Prozent und müsste damit um den Wiedereinzug ins Parlament bangen. Unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen derzeit Grüne, FDP und BSW, die in der Umfrage jeweils auf vier Prozent kommen. Sie würden damit den Wiedereinzug verpassen.
Die CDU schließt in Sachsen-Anhalt Koalitionen sowohl mit der AfD als auch mit der Linken aus. Sollte die AfD die parlamentarische Mehrheit verfehlen, wäre lediglich eine von den Christdemokraten geführte Minderheitsregierung denkbar, die dann auf eine Zusammenarbeit unter anderem mit der Linkspartei angewiesen wäre.
Initiative gibt Wahlempfehlungen – kann sie die AfD-Mehrheit bremsen?
„In wenigen Wochen könnte die rechtsextreme AfD in Sachsen-Anhalt allein die Regierung stellen – und das, obwohl die Mehrheit der Menschen hier demokratisch wählen will“, zitiert die Welt Luise Band, eine Sprecherin der Kampagne. An den Wochenenden bis zur Wahl wolle das Kampagnenteam „an den Haustüren in Halle, Magdeburg und im ganzen Land“ klingeln, um Werbung für Taktisch Wählen zu betreiben. Der Landtag in Magdeburg wird am 6. September neu gewählt. Die AfD strebt eine Alleinregierung an und will erstmals in Deutschland mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund einen Ministerpräsidenten stellen.
Hinter der Kampagne steckt „The Goodforces“. Die Organisation betreibt politisches Campaigning, das nach eigener Darstellung „Haltung zeigt und Klartext spricht“. Die Kampagnen setzen sich für Biodiversität, Klimaschutz und Demokratie ein. Wie Welt berichtet, sind an der Planung und Umsetzung auch Ehrenamtliche beteiligt. Bereits zu den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg gab es die Initiativen. (Quelle: dpa, AFP, Taktisch Wählen, Goodforces, INSA, Welt, frühere Berichterstattung) (kox) "
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Man kann davon halten was man will, doch nichts sollte man unversucht lassen um eine AfD-Regierung zu verhindern.