Jeder zehnte junge Erwachsene in Deutschland war 2025 ohne Ausbildung oder Beschäftigung. Bundeswehr verzeichnet steil steigende Bewerberzahlen
»Es war einst Angela Merkel (CDU), die 2008 die »Bildungsrepublik« ausrief. Was man so sagt als Bundeskanzlerin zum Festakt des 60. Jubiläums der »Sozialen Marktwirtschaft«. Von der ist 18 Jahre später nicht mehr viel übrig, und beim Nachschub an deutschen Dichtern und Denkern hapert es nicht minder. Dafür stimmt die Kriegskasse! Und beim Produzieren von Kanonenfutter läuft auch alles nach Plan: Wie am Montag das Statistische Bundesamt (Destatis) rapportierte, ist der Anteil junger Menschen, die nicht in Ausbildung oder Beschäftigung sind, gestiegen. Da greift die Bundeswehr gerne zu. Ende Juni hatte die Truppe ein Plus an Bewerbern um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat vermeldet. Die heißeste Perspektive gescheiterer ABC-Schützen heißt heute Schützengraben.
2022 hatten bundesweit noch 8,8 Prozent der 20- bis 24jährigen weder einen Beruf erlernt noch in Lohn und Brot gestanden. 2025 waren es dann schon glatte zehn Prozent, bei steigender Tendenz. Auf der Streich- und Kürzungsliste von Bund und Ländern stehen unter anderem der Rechtsanspruch auf Schulbegleitung, die Nachbetreuung junger Erwachsener im Rahmen der Jugendhilfe oder der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende – alles Maßnahmen, die die Bildungsmisere verschärfen werden. Dabei ist die hierzulande schon lange notorisch: In den Kitas fehlen 400.000 Betreuungsplätze und 300.000 Erzieherinnen, in den Schulen 35.000 Pädagogen.«
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24 Prozent mehr Bewerber für die Bundeswehr bedeuten nicht 24 Prozent mehr Soldaten. Wer nur auf Unterkunft und Verpflegung scharf ist, der könnte böse aufwachen. Ohne Schulbildung ist die Karriere als Kanonenfutter sicher.
Wie im Kino: Wer nur wenig Geld hat muss vorne sitzen. Hinten sind die besten Plätze. Aber ohne Schulabschluss kaum erreichbar.
Jeder zehnte junge Erwachsene in Deutschland war 2025 ohne Ausbildung oder Beschäftigung. Bundeswehr verzeichnet steil steigende Bewerberzahlen
»Es war einst Angela Merkel (CDU), die 2008 die »Bildungsrepublik« ausrief. Was man so sagt als Bundeskanzlerin zum Festakt des 60. Jubiläums der »Sozialen Marktwirtschaft«. Von der ist 18 Jahre später nicht mehr viel übrig, und beim Nachschub an deutschen Dichtern und Denkern hapert es nicht minder. Dafür stimmt die Kriegskasse! Und beim Produzieren von Kanonenfutter läuft auch alles nach Plan: Wie am Montag das Statistische Bundesamt (Destatis) rapportierte, ist der Anteil junger Menschen, die nicht in Ausbildung oder Beschäftigung sind, gestiegen. Da greift die Bundeswehr gerne zu. Ende Juni hatte die Truppe ein Plus an Bewerbern um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat vermeldet. Die heißeste Perspektive gescheiterer ABC-Schützen heißt heute Schützengraben.
2022 hatten bundesweit noch 8,8 Prozent der 20- bis 24jährigen weder einen Beruf erlernt noch in Lohn und Brot gestanden. 2025 waren es dann schon glatte zehn Prozent, bei steigender Tendenz. Auf der Streich- und Kürzungsliste von Bund und Ländern stehen unter anderem der Rechtsanspruch auf Schulbegleitung, die Nachbetreuung junger Erwachsener im Rahmen der Jugendhilfe oder der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende – alles Maßnahmen, die die Bildungsmisere verschärfen werden. Dabei ist die hierzulande schon lange notorisch: In den Kitas fehlen 400.000 Betreuungsplätze und 300.000 Erzieherinnen, in den Schulen 35.000 Pädagogen.«
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24 Prozent mehr Bewerber für die Bundeswehr bedeuten nicht 24 Prozent mehr Soldaten. Wer nur auf Unterkunft und Verpflegung scharf ist, der könnte böse aufwachen. Ohne Schulbildung ist die Karriere als Kanonenfutter sicher.
Wie im Kino: Wer nur wenig Geld hat muss vorne sitzen. Hinten sind die besten Plätze. Aber ohne Schulabschluss kaum erreichbar.