statt sich an deren Regeln gegen Hass und Hetze zu halten. Politiker in Brüssel reagieren mit scharfen Worten.
Brüssel, Berlin. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton und US-Tech-Unternehmer Elon Musk belauern sich seit Monaten, jetzt eskaliert der Konflikt: Breton ermahnte Musk vor dessen Livestream mit dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform X daran, sich an EU-Regeln zu halten. Diese sehen vor, dass die unter dem Digital Service Act (DSA) regulierten Plattformen konsequent gegen Hassrede und Hetze im Netz vorgehen müssen.
Musk zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt. Auf den Brief von Breton reagierte er mit einem grob beleidigenden Meme – so werden Bilder oder Videos mit pointierten Aussagen im Internet bezeichnet, die sich über eine Situation lustig machen.
„Um ehrlich zu sein, wollte ich eigentlich mit diesem Tropic-Thunder-Meme antworten, aber ich würde niemals etwas so Unhöfliches und Unverantwortliches tun“, schrieb er dazu und postete dann das Meme, aus der satirischen US-Actionkomödie Tropic Thunder. In vulgärer Sprache steht auf dem Meme, dass Breton sich um seinen eigenen Kram kümmern solle.
Auch Trumps Wahlkampfkampagne reagierte gereizt: „Die Europäische Union sollte sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, anstatt zu versuchen, sich in die US-Präsidentschaftswahlen einzumischen“, sagte ein Sprecher.
So wird aus der Internetpöbelei ein Machtkampf zwischen der EU als einer der wichtigsten Regulierungsinstanzen der Welt und Musk, der nicht nur zu den reichsten Menschen der Welt zählt, sondern durch seine Nähe zu Trump nach den US-Wahlen auch erheblichen politischen Einfluss erhalten könnte.
EU-Politiker fordern ein hartes Durchgreifen. „Ein Drittel aller X-Nutzer sind in der EU“, sagte EVP-Fraktionsvorsitzender Manfred Weber dem Handelsblatt. Wer im EU-Binnenmarkt Geld verdienen wolle, müsse sich an die Spielregeln halten. Der DSA müsse „klipp und klar“ durchgesetzt werden. „In der EU werden die Regeln vom Parlament gesetzt und nicht von Elon Musk.“
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Es geht hier um mehr als nur Internetpöbelei. "Musk gegen die EU" wird zu einem Machtkampf, der etwas aufzeigt über die Logiken von Reichtum, (versuchter) Einflussnahme und moderner Kommunikation in der aktuellen Zeit. Auf der einen Seite steht der reichste Mensch der Welt, der immer mehr in krude Verschwörungstheorien abdriftet und sich mit dem Kauf seiner eigenen Plattform die Möglichkeit geschaffen hat, seine Ergüsse und Schwurbeleien einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Auf der anderen Seite eine Mammutinstitution, die mithilfe von politischer Regulierung versucht, den Auswüchsen moderner Technologie Herr zu werden.
Es wird spannend, nicht zuletzt wegen der vielen X-Nutzer in der EU.
statt sich an deren Regeln gegen Hass und Hetze zu halten. Politiker in Brüssel reagieren mit scharfen Worten.
Brüssel, Berlin. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton und US-Tech-Unternehmer Elon Musk belauern sich seit Monaten, jetzt eskaliert der Konflikt: Breton ermahnte Musk vor dessen Livestream mit dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform X daran, sich an EU-Regeln zu halten. Diese sehen vor, dass die unter dem Digital Service Act (DSA) regulierten Plattformen konsequent gegen Hassrede und Hetze im Netz vorgehen müssen.
Musk zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt. Auf den Brief von Breton reagierte er mit einem grob beleidigenden Meme – so werden Bilder oder Videos mit pointierten Aussagen im Internet bezeichnet, die sich über eine Situation lustig machen.
„Um ehrlich zu sein, wollte ich eigentlich mit diesem Tropic-Thunder-Meme antworten, aber ich würde niemals etwas so Unhöfliches und Unverantwortliches tun“, schrieb er dazu und postete dann das Meme, aus der satirischen US-Actionkomödie Tropic Thunder. In vulgärer Sprache steht auf dem Meme, dass Breton sich um seinen eigenen Kram kümmern solle.
Auch Trumps Wahlkampfkampagne reagierte gereizt: „Die Europäische Union sollte sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, anstatt zu versuchen, sich in die US-Präsidentschaftswahlen einzumischen“, sagte ein Sprecher.
So wird aus der Internetpöbelei ein Machtkampf zwischen der EU als einer der wichtigsten Regulierungsinstanzen der Welt und Musk, der nicht nur zu den reichsten Menschen der Welt zählt, sondern durch seine Nähe zu Trump nach den US-Wahlen auch erheblichen politischen Einfluss erhalten könnte.
EU-Politiker fordern ein hartes Durchgreifen. „Ein Drittel aller X-Nutzer sind in der EU“, sagte EVP-Fraktionsvorsitzender Manfred Weber dem Handelsblatt. Wer im EU-Binnenmarkt Geld verdienen wolle, müsse sich an die Spielregeln halten. Der DSA müsse „klipp und klar“ durchgesetzt werden. „In der EU werden die Regeln vom Parlament gesetzt und nicht von Elon Musk.“
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Es wird spannend, nicht zuletzt wegen der vielen X-Nutzer in der EU.