Ginge es nur um Aufmerksamkeit, wäre der Welt am Sonntag mit dem Gastbeitrag des US-Milliardärs Elon Musk kurz vor dem Jahreswechsel ein echter Scoop gelungen. Auch knapp zwei Wochen nach Veröffentlichung sorgt der Text, in dem der Buddy und Berater des künftigen US-Präsidenten Donald Trump die AfD als »letzten Funken Hoffnung« für eine heruntergewirtschaftete BRD bezeichnet, für hitzige Diskussionen. Die Freude darüber dürfte sich bei Welt-Gruppe und Springer-Verlag allerdings in Grenzen halten. Zum einen reißt die Kritik von Politikern und Medien nicht ab, problematischer für den Verlag dürfte aber sein, dass es in den Welt-Redaktionen weiter rumort. Jetzt hat ein zweiter Topjournalist den Verlag wegen des Musk-Kommentars verlassen.
Zwei Journalisten gehen freiwillig,
ein Aufsichtsratsmitglied des Springer-Verlags und »Freund von Elon Musk« Martín Varsavsky hielt es für sinnvoll, Musk eine Plattform zu bieten, um seine zuvor getätigte Aussage, nur die AfD könne Deutschland retten, in einem Gastbeitrag zu erklären. Die Chefredakteurin der Welt, Jennifer Wilton, habe »aufgrund des großen Nachrichtenwertes« zugestimmt. Oder musste sie?
Schön zu sehen, wie das in manchen Medien funktioniert.
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Ginge es nur um Aufmerksamkeit, wäre der Welt am Sonntag mit dem Gastbeitrag des US-Milliardärs Elon Musk kurz vor dem Jahreswechsel ein echter Scoop gelungen. Auch knapp zwei Wochen nach Veröffentlichung sorgt der Text, in dem der Buddy und Berater des künftigen US-Präsidenten Donald Trump die AfD als »letzten Funken Hoffnung« für eine heruntergewirtschaftete BRD bezeichnet, für hitzige Diskussionen. Die Freude darüber dürfte sich bei Welt-Gruppe und Springer-Verlag allerdings in Grenzen halten. Zum einen reißt die Kritik von Politikern und Medien nicht ab, problematischer für den Verlag dürfte aber sein, dass es in den Welt-Redaktionen weiter rumort. Jetzt hat ein zweiter Topjournalist den Verlag wegen des Musk-Kommentars verlassen.
Zwei Journalisten gehen freiwillig,
ein Aufsichtsratsmitglied des Springer-Verlags und »Freund von Elon Musk« Martín Varsavsky hielt es für sinnvoll, Musk eine Plattform zu bieten, um seine zuvor getätigte Aussage, nur die AfD könne Deutschland retten, in einem Gastbeitrag zu erklären. Die Chefredakteurin der Welt, Jennifer Wilton, habe »aufgrund des großen Nachrichtenwertes« zugestimmt. Oder musste sie?
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