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Möchtegernregierende des Tages: AfD

Von Harvey11 Dienstag 27.01.2026, 10:52 – geändert Dienstag 27.01.2026, 12:23

Was kommt heraus, wenn zwei mit 185.000 Euro Jahresgehalt ausgestattete AfDler auftragsgemäß über eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei nachdenken? Der Katzentisch reicht der Parteiführung jedenfalls nicht mehr. Also: Will man die Union umgarnen, um deren wachsweiche Brandmauer endlich zu stürzen? Fokussiert man die rassistischen Herzenssthemen und hofft auf absolute Mehrheiten? Vielleicht gibt es an der Basis doch den einen oder anderen, der gen USA lugt und sich neidisch an den Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 erinnert, nicht zuletzt, weil der »Sturm auf den Reichstag« im August 2020 kläglich an einigen Sicherheitsleuten scheiterte? Oder blickt man, vielleicht bei gemeinsamen Veranstaltungen mit dem Faschisten Martin Sellner, rund hundert Jahre in die deutsche Geschichte zurück, um sich inspirieren zu lassen?

Einer Partei, der laut jüngsten Umfragen immerhin die Möglichkeit einer Mehrheit bei den nächsten Bundestagswahlen zugeschrieben wird, könnte man zutrauen, auf eine Regierungsbeteiligung eingestellt zu sein. Ganz so selbstsicher scheint die AfD jedoch nicht zu sein. Die »Arbeitsgruppe Regierungsbeteiligung« – sprich: zwei gut finanzierte Vollzeitstellen – soll die Partei auf machttragende Positionen zunächst in Landesregierungen vorbereiten. Darüber berichtete Bild (Montag) unter Berufung auf einen Vorstandsbeschluss.

Bild meint aber zu wissen: Hinter den Kulissen herrsche weniger Siegesgewissheit als Nervosität. Statt »regierungsfähigem Personal« habe die AfD noch reichlich »Quartalsirre«. Von einem »inoffiziellen« Zweck berichtet das Springer-Blatt aber auch. Es gehe etwa um juristische Schutzschilde und politische Strategien, um gegen unbeugsame Akteure auf der politischen Bühne vorzugehen. Wer nicht mehr weiter weiß, der gründe einen Arbeitskreis – diese Binse dürfte in diesem Fall jedenfalls nur teilweise zutreffen.


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Das ist schon ein Problem. Wie und besonders mit wem soll eine Landesregierung gebildet werden, damit sich die Chancen auf eine Regierungsbeteiligung nicht schon vorher erledigt?
Die Bild schreibt da von noch zu vielen "Quartalsirren", die natürlich mitmachen wollen, weil die sich für die wahre AfD bezeichnen.
Kommt da am Ende eine stramm rechte FDP heraus?

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