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Mischte ERdogan indirekt mit am Assadsturz?

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 10.12.2024, 09:36 – geändert Dienstag 10.12.2024, 09:37

Jedenfalls hat er wohl schon seit Monaten von der geplanten Offensive gewusst.

"Ankara/Damaskus – Nach 13 Jahren Bürgerkrieg haben die syrischen Oppositionskräfte einen entscheidenden Sieg errungen, als sie am Sonntag die Macht von Präsident Baschar al-Assad in Damaskus beendeten. Die türkische Regierung hatte über diese Umwälzungspläne offenbar schon seit Monaten Kenntnis.

Assad-Sturz: Erdogan wusste sechs Monate im Voraus Bescheid
Dieser Erfolg war für viele überraschend und hing von einer besonderen Konstellation ab, wie die Nachrichtenagentur Reuters konstatiert: Die Armee Assads war demoralisiert, seine Verbündeten waren geschwächt, und die Rebellen hätten die Türkei frühzeitig über ihre Pläne informiert, was deren stillschweigendes Einverständnis implizierte.

Die Offensive begann vor etwa zwei Wochen, nachdem Rebellenführer der Gruppe Haiat Tahrir al-Sham (HTS) der Türkei Pläne für einen groß angelegten Angriff vorgestellt hatten, die von Ankara offenbar geduldet wurden. Diese Unterstützung war besonders wichtig, zumal die Türkei eine der Hauptstützen der syrischen Opposition seit Beginn des Konflikts ist.
Türkei könnte wichtigster externer Akteur in Syrien werden

Die Rolle der Türkei darf nicht unterschätzt werden. Obwohl die offizielle Linie Ankaras besagt, dass man nicht hinter der Offensive stehe, glauben viele Beobachterinnen und Beobachter, dass es zumindest eine Art stillschweigendes Einverständnis gegeben haben muss, wie etwa die Agentur Keystone-SDA schreibt. Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte demnach noch wenige Tage vor dem Sturz Assads, er hoffe, dass die Rebellen bis nach Damaskus marschieren würden.

Mit dem Fall Assads könnte die Türkei zum einflussreichsten externen Akteur in Syrien aufsteigen, was viele strategische Vorteile mit sich bringt. Die Türkei verfolgt vor allem zwei Ziele, so der Keystone-SDA-Bericht: Die Rückkehr syrischer Geflüchteten sowie die Eindämmung der kurdischen Milizen, die in Nordostsyrien agieren und von den USA unterstützt werden.

Nach dem Sturz Assads könnte sich Ankara nun in einer stärkeren Position sehen, um diese Ziele voranzutreiben und eine Normalisierung mit der neuen Regierung in Syrien zu diskutieren. Experten schätzen, dass die Türkei durch ihre Unterstützung der Rebellen und die Übernahme strategischer Gebiete, darunter wichtige Städte wie Aleppo und Manbidsch, ihre Einflussmöglichkeiten erheblich ausweiten kann.

Russland und Iran in Syrien ins Abseits gedrängt
Im internationalen Kontext bedeutet der Fall Damaskus eine Verschiebung der Mächte: Russland und Iran, die zur Stabilisierung Assads entscheidend waren, wurden durch die Ereignisse in Syrien ins Abseits gedrängt. Russische Diplomaten, die gerade noch versuchten, eine Einigung zu erzielen, erläutert The Guardian, sahen sich plötzlich mit der Realität konfrontiert, dass Assad entwurzelt war.

Für Erdogan stellt der Assad-Sturz nicht nur einen politischen Sieg dar, sondern auch eine strategische Gelegenheit. Die Türkei könnte in der Lage sein, eine stabilere, pro-türkische Regierung in Syrien zu unterstützen, die in Verhandlungen mit Moskau und Teheran besser positioniert ist.

Letztendlich lässt sich sagen, dass der Sturz Assads nicht nur eine Wende im syrischen Bürgerkrieg darstellt, sondern auch die geopolitischen Dynamiken in der Region erheblich verändern könnte. Die Türkei, als treibende Kraft hinter den Rebellen, sieht sich nun als eine der Hauptgewinnerinnen dieser Entwicklungen. (chmnn)"


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Ganz nach Erdogans Gusto also, seinen Einflussbereich stärken und wenn es geht ausweiten, damit man möglichst an ihm nicht mehr vorbei kommt in verschiedener Hinsicht.

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