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Milliardenkosten für russische Gefallene

Von ehemaliges Mitglied 22.01.2023, 22:00

Was das kostet!

Auf russischer Seite sollen bei den Kämpfen seit einiger Zeit Kämpfer der Söldnergruppe Wagner die Zügel in der Hand halten und eine menschenverachtende Strategie verfolgen: Welle um Welle sollen sie Soldaten als Kanonenfutter auf die ukrainischen Verteidigungsstellungen werfen - ohne Schutz oder Deckung vor tödlichem Artilleriefeuer, das den Kampf in der Region seit Monaten bestimmt.

Moskau verlässt sich auf die eigene Truppenstärke: Die ukrainischen Stellungen werden überrannt - oder die eigenen Kämpfer sterben, haben die Ukraine aber wenigstens wertvolle Munition gekostet. Eine Strategie, die auch als menschlicher Fleischwolf bezeichnet wird. Ob er mit Häftlingen oder jungen Rekruten gefüttert wird, spielt keine Rolle.

Doch diese Strategie hat einen menschlichen, aber auch einen wirtschaftlichen Preis: Wer an die Front muss, geht nicht mehr arbeiten. Wer vor dem Einsatz flüchtet, auch nicht. Und wer im Kampf stirbt, erst recht nicht - gefallene Soldaten verursachen im Gegenteil sogar noch zusätzliche Kosten.

Für jeden Soldaten, der im Kampf verwundet wird oder stirbt, muss Russland eine Entschädigung an die Angehörigen zahlen. Wird ein Soldat verwundet, erhalten die Familien gut 80.000 Euro. Fällt er beim Einsatz an der Front, sind es 164.000 Euro. Bei Zehntausenden Toten bringt das nicht nur die russische Bevölkerungsstruktur ins Wanken, sondern auch den russischen Haushalt.

Der ist für Ökonomen ein großes Fragezeichen. Zum Beispiel wurden die Militärausgaben schon voriges Jahr nachträglich um ein Drittel auf umgerechnet 76 Milliarden Dollar erhöht, um den Krieg gegen die Ukraine bezahlen und auch gewinnen zu können. Dieses Jahr liegt der Haushalt - Stand jetzt - 43 Prozent über der eigentlichen Planung. Insgesamt erwartet der Kreml, dass er von 2022 bis 2025 mindestens 110 Milliarden Dollar mehr für sein Militär ausgeben muss.

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