Von Harvey11
Donnerstag 12.09.2024, 08:26 – geändert Donnerstag 12.09.2024, 08:30
Mit 2,6 Milliarden Euro greifen Bund und Land Niedersachsen der Familie Meyer unter die Arme. Sie stellen Bürgschaften aus und kaufen 80 Prozent der Anteile an der Meyer-Werft. Als die Übernahme am Mittwoch in den Haushaltsausschüssen von Bundestag und Landtag endgültig beschlossen wurde, war wieder von Tausenden Arbeitsplätzen die Rede. Aber das Handelsblatt des Tages stellte im Innenteil klar, worum es im Kern geht. Dachzeile: »Wirtschaftskrise«. Überschrift: »Bund rettet Meyer-Werft aus militärischen Gründen«.
Weil die erneute Milliardenhilfe der deutsche Steuerzahler für einen der reichsten Deutschen, der den Sitz seiner Firma in das steuergünstige Luxemburg verlegt hat, etwas zu anrüchig ist, muss nun der Krieg als Ausrede herhalten.
Ob die Familie die 80 Prozent ihres Unternehmens eines Tages vom Staat zurückkaufen werde, konnte im Bericht des Finanzministeriums »nicht abschließend prognostiziert werden, da dies maßgeblich vom Sanierungserfolg abhängt«.
Vermutlich steht der günstige Preis schon fest, für den die Familie die Anteile zurückkaufen kann.
Im Kriegsfall wären sie aber zu 100 Prozent weg.
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Mit 2,6 Milliarden Euro greifen Bund und Land Niedersachsen der Familie Meyer unter die Arme. Sie stellen Bürgschaften aus und kaufen 80 Prozent der Anteile an der Meyer-Werft. Als die Übernahme am Mittwoch in den Haushaltsausschüssen von Bundestag und Landtag endgültig beschlossen wurde, war wieder von Tausenden Arbeitsplätzen die Rede. Aber das Handelsblatt des Tages stellte im Innenteil klar, worum es im Kern geht. Dachzeile: »Wirtschaftskrise«. Überschrift: »Bund rettet Meyer-Werft aus militärischen Gründen«.
Weil die erneute Milliardenhilfe der deutsche Steuerzahler für einen der reichsten Deutschen, der den Sitz seiner Firma in das steuergünstige Luxemburg verlegt hat, etwas zu anrüchig ist, muss nun der Krieg als Ausrede herhalten.
Ob die Familie die 80 Prozent ihres Unternehmens eines Tages vom Staat zurückkaufen werde, konnte im Bericht des Finanzministeriums »nicht abschließend prognostiziert werden, da dies maßgeblich vom Sanierungserfolg abhängt«.
Vermutlich steht der günstige Preis schon fest, für den die Familie die Anteile zurückkaufen kann.
Im Kriegsfall wären sie aber zu 100 Prozent weg.
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