Für die Bundestagswahl im nächsten Jahr zeichnen sich nach jetzigem Stand zwei Szenarien ab. Entweder scheitert der Unionskandidat Friedrich Merz an sich selbst und vergeigt den Sieg durch sein impulsives und unberechenbares Vorgehen. Das wäre dann eine Tragödie für ihn. Oder er siegt und scheitert dann bei der Regierung oder bereits bei der Bildung einer Koalition durch sein impulsives und unberechenbares Vorgehen. Das wäre dann eine Tragödie für dieses Land.
Der designierte Kanzlerkandidat der Union gibt gerade kein überzeugendes Bild ab. Er stellt Ultimaten, und schwächt diese zu Bitten ab, um sie dann doch wieder zu bekräftigen. Er zwingt zu Verhandlungen, die er dann platzen lässt. Die Bürgerinnen und Bürger merken das: Obwohl die Ampel-Regierung unbeliebt bleibt, kann die CDU davon in Umfragen nicht profitieren. Auch der ewige CSU-Widersacher aus Bayern wittert das und bringt sich als Kanzlerkandidat ins Gespräch.
Am Mittwoch konnte Friedrich Merz im Bundestag dann auch noch erleben, dass Bundeskanzler Olaf Scholz unter Druck erst so richtig in Hochform kommt. Ein Jahr ist es noch bis zu Bundestagswahl. In der Politik ist das eine lange Zeit. Zeit genug, dass sich noch Alternativen ergeben? Man darf ja wohl hoffen.
(Christine Dankbar, FR 12.9.24)
In der CDU ist Königsmord verpönt. Vielleicht finden sich aber doch ein paar zusammen, denen die Namen Boris Rhein, Armin Laschet und Julia Klöckner noch etwas sagen. Mehr fallen mir auf die Schnelle jetzt nicht ein. All diese CDU-Leute fühlten schon Ämter als Bundeskanzler, Ministerpräsidentin oder Oberbürgermeister als erobert, hatten bereits Siegesbankette bestellt. Doch am Wahlabend erlebten sie alle ihr Waterloo. Ach ja, der CDU-Bürgermeister von meinem früheren Wohnort war sich auch seiner Wiederwahl sicher. Pustekuchen, aus bereits im ersten Wahlgang.
Diese neuen jungen Wilden sollten aber nicht solche Helden sein wie damals Roland Koch und Co. Kohl lud sie zu Kaffee und Kuchen ein und als sie gehen durften hatten sie keine Zähne mehr. Die hatten sie Kohl als Geschenk übergeben. Sie bissen nie mehr gegen ihn. Denn in der CDU herrscht Gehorsam.
Aber sicher kann sich Merz nicht sein. Darum wird er ja sichtbar immer ungeduldiger, je länger die Ampel noch im Amt ist.
Für die Bundestagswahl im nächsten Jahr zeichnen sich nach jetzigem Stand zwei Szenarien ab. Entweder scheitert der Unionskandidat Friedrich Merz an sich selbst und vergeigt den Sieg durch sein impulsives und unberechenbares Vorgehen. Das wäre dann eine Tragödie für ihn. Oder er siegt und scheitert dann bei der Regierung oder bereits bei der Bildung einer Koalition durch sein impulsives und unberechenbares Vorgehen. Das wäre dann eine Tragödie für dieses Land.
Der designierte Kanzlerkandidat der Union gibt gerade kein überzeugendes Bild ab. Er stellt Ultimaten, und schwächt diese zu Bitten ab, um sie dann doch wieder zu bekräftigen. Er zwingt zu Verhandlungen, die er dann platzen lässt. Die Bürgerinnen und Bürger merken das: Obwohl die Ampel-Regierung unbeliebt bleibt, kann die CDU davon in Umfragen nicht profitieren. Auch der ewige CSU-Widersacher aus Bayern wittert das und bringt sich als Kanzlerkandidat ins Gespräch.
Am Mittwoch konnte Friedrich Merz im Bundestag dann auch noch erleben, dass Bundeskanzler Olaf Scholz unter Druck erst so richtig in Hochform kommt. Ein Jahr ist es noch bis zu Bundestagswahl. In der Politik ist das eine lange Zeit. Zeit genug, dass sich noch Alternativen ergeben? Man darf ja wohl hoffen.
(Christine Dankbar, FR 12.9.24)
In der CDU ist Königsmord verpönt. Vielleicht finden sich aber doch ein paar zusammen, denen die Namen Boris Rhein, Armin Laschet und Julia Klöckner noch etwas sagen. Mehr fallen mir auf die Schnelle jetzt nicht ein. All diese CDU-Leute fühlten schon Ämter als Bundeskanzler, Ministerpräsidentin oder Oberbürgermeister als erobert, hatten bereits Siegesbankette bestellt. Doch am Wahlabend erlebten sie alle ihr Waterloo. Ach ja, der CDU-Bürgermeister von meinem früheren Wohnort war sich auch seiner Wiederwahl sicher. Pustekuchen, aus bereits im ersten Wahlgang.
Diese neuen jungen Wilden sollten aber nicht solche Helden sein wie damals Roland Koch und Co. Kohl lud sie zu Kaffee und Kuchen ein und als sie gehen durften hatten sie keine Zähne mehr. Die hatten sie Kohl als Geschenk übergeben. Sie bissen nie mehr gegen ihn. Denn in der CDU herrscht Gehorsam.
Aber sicher kann sich Merz nicht sein. Darum wird er ja sichtbar immer ungeduldiger, je länger die Ampel noch im Amt ist.