Hohe Temperaturen plagen Europa. Um Menschen zu schützen, braucht es Anpassung. Langfristig hilft aber nur Klimaschutz.
Hitze betrifft alle, aber vor allem betrifft sie die Schwachen in der Gesellschaft. Alte Menschen und Kinder, Kranke und Obdachlose leiden besonders unter den „Wüstentagen” mit Temperaturen über 35 Grad, wie derzeit in Deutschland.
Noch schlimmer ist die Lage in Südeuropa, wo Trockenheit und Hitzewellen mit über 40 Grad den Menschen zusetzen. Doch auch im nördlichen Europa werden Hitzewellen künftig zunehmen und länger dauern. Grund zum Zurücklehnen gibt es nicht. Deutschland tut also gut daran, möglichst schnell Maßnahmen zur Anpassung an anhaltend hohe Temperaturen zu etablieren.
Frankreich hat nach dem verheerenden Hitzesommer 2003 viele Schutzmaßnahmen eingeführt – dort werden besonders gefährdete Menschen von den Kommunen kontaktiert. Auch in Deutschland sind Städte und Gemeinden dabei, Vor-Ort-Maßnahmen zu etablieren, um die Zahl der Hitzetoten zu verringern. Nicht ohne Erfolg, denn nach geschätzt 4500 Hitzetoten im Jahr 2022 sank deren Zahl auf knapp 3000 in 2024.
Viele Kommunen haben bereits Hitzeaktionspläne erstellt. Dazu gehören beispielsweise gezielte Informationen für Ältere, die oft Gefahr laufen, zu wenig zu trinken, aber auch für Schulen oder Kindergärten, die bewegungsfreudige Kinder gesund durch die Hitze bringen müssen.
Auch Obdachlose, die häufig bereits starke gesundheitliche Schäden haben, sind Hitzewellen ausgeliefert. Schattige Plätze sind oft rar, Entzündungen blühen in der Sonne auf. Manche Kommunen bieten Hitzebusse an oder öffnen kühle kommunale Räume. Teils tun das auch Kirchen. Öffentliche Trinkwasserbrunnen oder Stationen, an denen man kostenlos seine Wasserflasche füllen kann, gibt es ebenfalls inzwischen vielerorts. Was kurzfristige Maßnahmen bei großer und anhaltender Hitze betrifft, ist also auch Nachbarschaftshilfe angesagt. Mitbewohner im Haus sollten sich kümmern und nachfragen.
Doch es muss mehr passieren. Denn nach wie vor sind viele Krankenhäuser von baulicher Seite her schlecht vor Hitze geschützt. Zwar sind Hitzeaktionspläne auch hier Pflicht. Dennoch fehlen oft Jalousien oder Klimaanlagen. Ähnliches gilt für viele Pflegeheime, denen das Geld für derartige Investitionen fehlt.
Hinzu kommt: Viele wirksame Maßnahmen lassen sich nicht von heute auf morgen verwirklichen. Sie erfordern städtebauliches Umdenken. Nur mittelfristig gelingt es beispielsweise, Frischluftschneisen zwischen Hausfronten zu planen und umzusetzen. Oder versiegelte Flächen aufzubrechen und für Niederschläge durchlässig zu machen, wie etwa das Schwammstadt-Konzept vorsieht. Wertvolles Regenwasser landet dann nicht mehr im Kanal, sondern versickert im Boden. Bis es jedoch soweit ist, werden Asphalt und Stein weiterhin Hitze langfristig speichern und abstrahlen.
Ohne Klimaanpassung geht es nicht. Soviel ist klar. Sie ist essenziell und für viele Betroffene in Hitzephasen sogar überlebenswichtig. Es ist jedoch zu kurz gesprungen, nur die Symptome einer sich immer öfter gefährlich aufheizenden Umwelt zu bekämpfen. Langfristig gilt es deshalb, dranzubleiben beim Thema Klimaschutz. Der ist kein „Nice to have”. Deutschland muss an seinen Klimazielen festhalten und sie auch erfüllen.
Denn alles, was den Klimawandel antreibt, treibt auch Hitzewellen an, verstärkt sie, dehnt sie aus. Die 100-Tage-Bilanz der schwarz-roten Bundesregierung fällt in Sachen Klimaschutz jedoch übersichtlich aus: Ein Rückzug vom grünen Wasserstoff für neue Gaskraftwerke, das Kleinrechnen des künftigen Bedarfs an erneuerbaren Energien und kein klares Bekenntnis zur E-Mobilität. Das weist in die falsche Richtung.
Frankfurter Rundschau, 15.8.2025
Hitze und der Aufenthalt darin ist nicht sehr ratsam. Viele Länder praktizieren es schon, sie verschieben die Arbeitszeit in die kühleren Stunden. Hier undenkbar. Hier fehlt es sogar in Heimen und Krankenhäuser an einfachen Jalousien. Kein Geld vorhanden.
In den Städten Frischluftschneisen zwischen Hausfronten zu planen und umzusetzen? Dort wo es sie gibt will man sie zubauen weil Wohnraum fehlt.
Ein Rückzug vom grünen Wasserstoff für neue Gaskraftwerke, das Kleinrechnen des künftigen Bedarfs an erneuerbaren Energien und kein klares Bekenntnis zur E-Mobilität. Das weist in die falsche Richtung.
Schon, aber es weist in Richtung AfD. Dort hat man Wetterexperten die ihr bestätigt, dass es keinen Klimawandel gibt.
Die zunehmende Wärme sei völlig natürlich und käme alle paar Jahre vor.
Dagegen etwas tun könne man nicht. So wird es ja auch hier von deren Anhängern propagiert. (auch wenn sie sich als Grüne bezeichnen) Die Toten müsse man einfach hinnehmen.
Das ist natürlich ganz im Sinne der Wirtschaft. Denn die scheut die Kosten. Kapital und Rechtsaußen konnten schon immer sehr gut auf dem Rücken der Bürger.
Hohe Temperaturen plagen Europa. Um Menschen zu schützen, braucht es Anpassung. Langfristig hilft aber nur Klimaschutz.
Hitze betrifft alle, aber vor allem betrifft sie die Schwachen in der Gesellschaft. Alte Menschen und Kinder, Kranke und Obdachlose leiden besonders unter den „Wüstentagen” mit Temperaturen über 35 Grad, wie derzeit in Deutschland.
Noch schlimmer ist die Lage in Südeuropa, wo Trockenheit und Hitzewellen mit über 40 Grad den Menschen zusetzen. Doch auch im nördlichen Europa werden Hitzewellen künftig zunehmen und länger dauern. Grund zum Zurücklehnen gibt es nicht. Deutschland tut also gut daran, möglichst schnell Maßnahmen zur Anpassung an anhaltend hohe Temperaturen zu etablieren.
Frankreich hat nach dem verheerenden Hitzesommer 2003 viele Schutzmaßnahmen eingeführt – dort werden besonders gefährdete Menschen von den Kommunen kontaktiert. Auch in Deutschland sind Städte und Gemeinden dabei, Vor-Ort-Maßnahmen zu etablieren, um die Zahl der Hitzetoten zu verringern. Nicht ohne Erfolg, denn nach geschätzt 4500 Hitzetoten im Jahr 2022 sank deren Zahl auf knapp 3000 in 2024.
Viele Kommunen haben bereits Hitzeaktionspläne erstellt. Dazu gehören beispielsweise gezielte Informationen für Ältere, die oft Gefahr laufen, zu wenig zu trinken, aber auch für Schulen oder Kindergärten, die bewegungsfreudige Kinder gesund durch die Hitze bringen müssen.
Auch Obdachlose, die häufig bereits starke gesundheitliche Schäden haben, sind Hitzewellen ausgeliefert. Schattige Plätze sind oft rar, Entzündungen blühen in der Sonne auf. Manche Kommunen bieten Hitzebusse an oder öffnen kühle kommunale Räume. Teils tun das auch Kirchen. Öffentliche Trinkwasserbrunnen oder Stationen, an denen man kostenlos seine Wasserflasche füllen kann, gibt es ebenfalls inzwischen vielerorts. Was kurzfristige Maßnahmen bei großer und anhaltender Hitze betrifft, ist also auch Nachbarschaftshilfe angesagt. Mitbewohner im Haus sollten sich kümmern und nachfragen.
Doch es muss mehr passieren. Denn nach wie vor sind viele Krankenhäuser von baulicher Seite her schlecht vor Hitze geschützt. Zwar sind Hitzeaktionspläne auch hier Pflicht. Dennoch fehlen oft Jalousien oder Klimaanlagen. Ähnliches gilt für viele Pflegeheime, denen das Geld für derartige Investitionen fehlt.
Hinzu kommt: Viele wirksame Maßnahmen lassen sich nicht von heute auf morgen verwirklichen. Sie erfordern städtebauliches Umdenken. Nur mittelfristig gelingt es beispielsweise, Frischluftschneisen zwischen Hausfronten zu planen und umzusetzen. Oder versiegelte Flächen aufzubrechen und für Niederschläge durchlässig zu machen, wie etwa das Schwammstadt-Konzept vorsieht. Wertvolles Regenwasser landet dann nicht mehr im Kanal, sondern versickert im Boden. Bis es jedoch soweit ist, werden Asphalt und Stein weiterhin Hitze langfristig speichern und abstrahlen.
Ohne Klimaanpassung geht es nicht. Soviel ist klar. Sie ist essenziell und für viele Betroffene in Hitzephasen sogar überlebenswichtig. Es ist jedoch zu kurz gesprungen, nur die Symptome einer sich immer öfter gefährlich aufheizenden Umwelt zu bekämpfen. Langfristig gilt es deshalb, dranzubleiben beim Thema Klimaschutz. Der ist kein „Nice to have”. Deutschland muss an seinen Klimazielen festhalten und sie auch erfüllen.
Denn alles, was den Klimawandel antreibt, treibt auch Hitzewellen an, verstärkt sie, dehnt sie aus. Die 100-Tage-Bilanz der schwarz-roten Bundesregierung fällt in Sachen Klimaschutz jedoch übersichtlich aus: Ein Rückzug vom grünen Wasserstoff für neue Gaskraftwerke, das Kleinrechnen des künftigen Bedarfs an erneuerbaren Energien und kein klares Bekenntnis zur E-Mobilität. Das weist in die falsche Richtung.
Frankfurter Rundschau, 15.8.2025
Hitze und der Aufenthalt darin ist nicht sehr ratsam. Viele Länder praktizieren es schon, sie verschieben die Arbeitszeit in die kühleren Stunden. Hier undenkbar. Hier fehlt es sogar in Heimen und Krankenhäuser an einfachen Jalousien. Kein Geld vorhanden.
In den Städten Frischluftschneisen zwischen Hausfronten zu planen und umzusetzen? Dort wo es sie gibt will man sie zubauen weil Wohnraum fehlt.
Ein Rückzug vom grünen Wasserstoff für neue Gaskraftwerke, das Kleinrechnen des künftigen Bedarfs an erneuerbaren Energien und kein klares Bekenntnis zur E-Mobilität. Das weist in die falsche Richtung.
Schon, aber es weist in Richtung AfD. Dort hat man Wetterexperten die ihr bestätigt, dass es keinen Klimawandel gibt.
Die zunehmende Wärme sei völlig natürlich und käme alle paar Jahre vor.
Dagegen etwas tun könne man nicht. So wird es ja auch hier von deren Anhängern propagiert. (auch wenn sie sich als Grüne bezeichnen) Die Toten müsse man einfach hinnehmen.
Das ist natürlich ganz im Sinne der Wirtschaft. Denn die scheut die Kosten. Kapital und Rechtsaußen konnten schon immer sehr gut auf dem Rücken der Bürger.