Immer mehr etablierte Unternehmen geraten in Schieflage
»Nur ein flüchtiger Blick in die Lokalpresse, und man bekommt einen Eindruck von der Pleitewelle, die durch die Republik rollt. Im sächsischen Radeburg schließt Ende November der seit über 90 Jahren bestehende Glashersteller Doering Glass mit 120 Beschäftigten. In Leipzig wurde Anfang September für das noch ältere Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf Insolvenz angemeldet. Obwohl die dort produzierten Gussteile weltweit gefragt sind. Und obwohl das Unternehmen mit 250 Beschäftigten zur Dihag-Gruppe, einem führenden europäischen Gießereiunternehmen mit Sitz im sächsischen Coswig, gehört, das auch Rohlinge für den Munitionsnachschub im Ukraine-Krieg produziert, wie die Leipziger Volkszeitung recherchierte. Betroffen sind immer häufiger Traditionsunternehmen und auch Branchen, deren Bedeutung eher wächst als sinkt. So meldete jüngst einer der größten Pflegedienste im mecklenburgischen Neubrandenburg, Wilma, mit 150 Beschäftigten Insolvenz an.
Insgesamt gab es im ersten Halbjahr 12,2 Prozent mehr Firmenpleiten als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag bekanntgab. Die Amtsgerichte meldeten demnach für die ersten sechs Monate nach endgültigen Ergebnissen insgesamt 12.009 beantragte Insolvenzen. Im Juli verzeichnete die Behörde gar 19,2 Prozent und damit den stärksten Anstieg seit Oktober. Im August schwächte sich die Entwicklung etwas ab, die Amtsgerichte zählten trotzdem noch 11,6 Prozent mehr neue Insolvenzen als ein Jahr zuvor. Gegenüber einem durchschnittlichen August vor der Coronapandemie ist es sogar ein Anstieg um 51 Prozent.......«
Eine Horrormeldung, die eigentlich keine mehr ist. Denn man hat sich längst daran gewöhnt.
Wenn ich die Kaiserstraße in meinem Geburtsort entlang bummele, dann fallen mir schon lange die vielen leeren Schaufester auf. das hast sicher nicht nur mit den horrenden Mieten zu tun, die dort gefordert werden und die keiner mehr bezahlen kann.
Die Zölle von Trump? Die gibt es noch nicht so lange. Es scheint, dass der Boden, auf dem Wirtschaft und Unternehmen gedeihen können, immer schlechter wird.
Soll ich mich aber daran gewöhnen, dass hier ein Land seit vielen Jahren systematisch zugrunde regiert wird?
Aber leider sieht eine Mehrheit dabei zu.
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Immer mehr etablierte Unternehmen geraten in Schieflage
»Nur ein flüchtiger Blick in die Lokalpresse, und man bekommt einen Eindruck von der Pleitewelle, die durch die Republik rollt. Im sächsischen Radeburg schließt Ende November der seit über 90 Jahren bestehende Glashersteller Doering Glass mit 120 Beschäftigten. In Leipzig wurde Anfang September für das noch ältere Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf Insolvenz angemeldet. Obwohl die dort produzierten Gussteile weltweit gefragt sind. Und obwohl das Unternehmen mit 250 Beschäftigten zur Dihag-Gruppe, einem führenden europäischen Gießereiunternehmen mit Sitz im sächsischen Coswig, gehört, das auch Rohlinge für den Munitionsnachschub im Ukraine-Krieg produziert, wie die Leipziger Volkszeitung recherchierte. Betroffen sind immer häufiger Traditionsunternehmen und auch Branchen, deren Bedeutung eher wächst als sinkt. So meldete jüngst einer der größten Pflegedienste im mecklenburgischen Neubrandenburg, Wilma, mit 150 Beschäftigten Insolvenz an.
Insgesamt gab es im ersten Halbjahr 12,2 Prozent mehr Firmenpleiten als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag bekanntgab. Die Amtsgerichte meldeten demnach für die ersten sechs Monate nach endgültigen Ergebnissen insgesamt 12.009 beantragte Insolvenzen. Im Juli verzeichnete die Behörde gar 19,2 Prozent und damit den stärksten Anstieg seit Oktober. Im August schwächte sich die Entwicklung etwas ab, die Amtsgerichte zählten trotzdem noch 11,6 Prozent mehr neue Insolvenzen als ein Jahr zuvor. Gegenüber einem durchschnittlichen August vor der Coronapandemie ist es sogar ein Anstieg um 51 Prozent.......«
Eine Horrormeldung, die eigentlich keine mehr ist. Denn man hat sich längst daran gewöhnt.
Wenn ich die Kaiserstraße in meinem Geburtsort entlang bummele, dann fallen mir schon lange die vielen leeren Schaufester auf. das hast sicher nicht nur mit den horrenden Mieten zu tun, die dort gefordert werden und die keiner mehr bezahlen kann.
Die Zölle von Trump? Die gibt es noch nicht so lange. Es scheint, dass der Boden, auf dem Wirtschaft und Unternehmen gedeihen können, immer schlechter wird.
Soll ich mich aber daran gewöhnen, dass hier ein Land seit vielen Jahren systematisch zugrunde regiert wird?
Aber leider sieht eine Mehrheit dabei zu.
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