Unversöhnlich stehen sich zwei Lager gegenüber: Die einen wünschen sich Friedensverhandlungen, die anderen lehnen schon den Gedanken daran als schweren taktischen Fehler im Ringen mit dem russischen Aggressor ab.
Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn sich beide Lager nicht gegenseitig Herz, Verstand und Anstand absprechen würden, was menschlich verständlich ist, aber mit Blick auf unsere Gesellschaft ein Problem darstellt: Wer in wichtigen politischen Diskussionen die Gegenseite lieber herabsetzt als ihre Argumente mit besseren Argumenten zu schlagen, untergräbt auf Dauer einen der Grundpfeiler funktionierender Demokratie: die offene Debatte.
Dabei geht es nicht darum, russischer Propaganda eine Bühne zu geben oder blind in die Eskalationsspirale zu taumeln, sondern darum, unsere Fähigkeit zur Verständigung über schwierige Entscheidungen zu erhalten. Demokratien sind dann stark, wenn sich möglichst viele Menschen an politischen Debatten beteiligen.
Doch wer will das noch, wenn er oder sie nicht angehört, sondern in Schubladen wie "Kriegstreiber" oder "Sofa-Pazifist" gesteckt wird? Wenn die Suche nach einer Haltung nicht mehr als Prozess begriffen wird, sondern als K.o.-Kampf unverrückbarer Positionen?
Unversöhnlich stehen sich zwei Lager gegenüber: Die einen wünschen sich Friedensverhandlungen, die anderen lehnen schon den Gedanken daran als schweren taktischen Fehler im Ringen mit dem russischen Aggressor ab.
Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn sich beide Lager nicht gegenseitig Herz, Verstand und Anstand absprechen würden, was menschlich verständlich ist, aber mit Blick auf unsere Gesellschaft ein Problem darstellt: Wer in wichtigen politischen Diskussionen die Gegenseite lieber herabsetzt als ihre Argumente mit besseren Argumenten zu schlagen, untergräbt auf Dauer einen der Grundpfeiler funktionierender Demokratie: die offene Debatte.
Dabei geht es nicht darum, russischer Propaganda eine Bühne zu geben oder blind in die Eskalationsspirale zu taumeln, sondern darum, unsere Fähigkeit zur Verständigung über schwierige Entscheidungen zu erhalten. Demokratien sind dann stark, wenn sich möglichst viele Menschen an politischen Debatten beteiligen.
Doch wer will das noch, wenn er oder sie nicht angehört, sondern in Schubladen wie "Kriegstreiber" oder "Sofa-Pazifist" gesteckt wird? Wenn die Suche nach einer Haltung nicht mehr als Prozess begriffen wird, sondern als K.o.-Kampf unverrückbarer Positionen?
(ZDF Mail update)