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Man kann nicht genug hinweisen

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 24.08.2022, 18:06 – geändert Mittwoch 24.08.2022, 18:07

auf die zunehmende Radikalisierung des Rechten Spektrums mit seinen verschiedenen Strömungen. Sei es rund um das Thema Covid, Reichsbürger oder "Wutbürger" unter diversen Vorwänden. Und darauf, dass es gilt den Anfängen zu wehren mit klarer Unterscheidung was Meinungsäusserung, Fakten und was Schwurbelei, Hetze, Hass und Gewaltbereitschaft sind.
Anlass für den Beitrag ist ein Vorfall in München, wo ein Reporter des BR tätlich angegriffen wurde.

"Ein junger Mann hat einen Reporter des Bayerischen Rundfunks mehrfach gewaltsam attackiert. Dies geschah am Dienstagmittag in München im Anschluss an eine Pressekonferenz des Bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek zur Corona-Kommunikationskampagne über Auffrischimpfungen. Der 38-jährige Reporter führte ein Interview mit Zuhörern, als der Mann ihn von der Seite mit mehreren Faustschlägen auf den Kopf attackierte.

Polizei nimmt Angreifer fest
Security-Wachleute konnten den Mann zurückdrängen. Dieser versuchte aber immer wieder, sich dem Reporter zu nähern. Er lauerte ihm schließlich auf dem Weg zum Auto auf und attackierte ihn auf dem Marienplatz erneut mit Faustschlägen. Die Polizei konnte den Mann festnehmen. Der 23-Jährige sei in Sicherheitsgewahrsam genommen worden, aus dem er am Abend entlassen wurde. Zuvor hatte der Angreifer den Reporter noch wüst beschimpft und sagte: "Ich vernichte euch alle".

BR-Intendantin Wildermuth: "Angriff auf die Pressefreiheit"
Der Reporter hat Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Die Kriminalpolizei ermittelt. Der Täter ist nach BR-Recherchen dem äußeren rechten Spektrum zuzuordnen und äußerte sich auch im Internet schon gewaltbereit. Der Polizei ist er bereits wegen früherer Vorfälle bekannt. Wie das Präsidium am Mittwochmittag berichtete, war er zuvor wegen Staatsschutzdelikten und eines Angriffs auf Vollstreckungsbeamte auffällig geworden. Einen weiteren Angriff auf einen Fotografen, wie er auf Twitter geschildert wird, bestätigte die Polizei nicht, man prüfe aber entsprechende Hinweise.

BR-Intendantin Dr. Katja Wildermuth: "Ich verurteile diesen furchtbaren Angriff auf unseren Reporter aufs Schärfste. Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Jeder Angriff auf Journalisten ist auch ein Angriff auf die Pressefreiheit."

Chefredakteur Nitsche "entsetzt"
BR-Chefredakteur Christian Nitsche: "Mich entsetzt dieses Maß an Enthemmung und Verrohung. Es gab während der Corona-Pandemie am Rande von Demonstrationen immer wieder auch Angriffe auf Reporter des BR. Diese waren vor allem verbaler Natur. Die jetzige gewalttätige Attacke sprengt diese Dimension und ist der bislang schwerste Angriff auf einen BR-Kollegen. Dass jemand Reporter hinterrücks angreift und Vernichtungsphantasien äußert, überschreitet jede Grenze."

Holetschek: Medien müssen ohne Angst vor Einschüchterung berichten können
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Attacke ebenfalls scharf verurteilt. Holetschek sagte, die genauen Hintergründe müssten jetzt rasch aufgeklärt werden. Klar sei, dass jeder gewalttätige Angriff auf Journalistinnen und Journalisten auch ein Angriff auf die Pressefreiheit und die Demokratie sei. Die Medien müssten ohne Angst vor Einschüchterung frei berichten können. Holetschek sagte außerdem, Diskussionen um den richtigen Umgang mit der Pandemie seien wichtig, wer aber Hass im Internet schüre, trage Mitverantwortung für Gewalttaten."

www.br.de/ ... /angriff-auf-br-reporter-am-rande-von-corona-pressekonferenz,TFPBBcQ

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