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Mal das Thema Wasserstoff

Von Feierabend-Mitglied Samstag 20.08.2022, 10:09 – geändert Samstag 20.08.2022, 14:36

So drängend im Augenblick die Themen bezüglich Versorgung mit Strom und Gas in der Gegenwart und naher Zukunft sind, sollten auch darüber hinaus Überlegungen auf breiter Basis erfolgen. Dazu gehört auch der Energieträger Wasserstoff. Und da ist die Politik gefordert.

Sie sollte sich rasch um Lieferverträge mit Partnerländern wie Schottland oder Tunesien kümmern. Diese Länder haben aufgrund von großen Offshore-Wind- bzw. Solarparks die Möglichkeit, grünen Wasserstoff in großen Mengen zu produzieren und dann auch zu exportieren.

Das setzt auch voraus, dass die Bundesregierung den Gasnetzbetreibern den konkreten politischen Auftrag erteilt, ein Wasserstoffnetz aufzubauen. Doch das scheitert auch an europäischen Richtlinien. Die EU-Kommission will, dass Gasnetzbetreiber nicht gleichzeitig Wasserstoffnetzbetreiber sind. Das ist in dieser Situation nicht mehr nachvollziehbar, da man Regelungen treffen kann, die eine zu grosse Abhängigkeit verhindern. Die Leitungen liegen schließlich schon in der Erde und könnten genutzt werden. Die Bundesregierung müsste sich daher in der EU schnellstens dafür einsetzen, dass Gasnetzbetreiber über ihre Leitungen auch reinen Wasserstoff transportieren dürfen, damit diese dann Planungssicherheit bekommen für Umrüstung und Inbetriebnahme.
Zudem scheint man eher von einem Ausbau von Norden her auszugehen. Notwendig ist jedoch auch ein Ausbau von Süden her für Tunesischen Wasserstoff. Der Ausbau der Wasserstoffversorgung ist ein sehr komplexes Thema das mehr Nachdruck verdient hat.

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