Von Feierabend-Mitglied
Montag 17.07.2023, 09:21 – geändert Montag 17.07.2023, 09:23
für Stellvertreterkrieg gegen Polen? Es ist zwar nur eine Überlegung, dass es sich so verhalten könnte. Dennoch - Putin könnte man durchaus zutrauen, dass für ihn die Wagner-Truppe Polen attakiert und er es so darstellt als sei es angebliche Meuterei von Prigoschin und Sache von Weissrussland.
In diesem Falle hoffe ich auf Besonnenheit. Denn würde offiziell die Nato Polen unterstützen hätte Putin einen Grund Lukaschenko zu unterstützen ....
"„Mehrere Hundert“ Wagner-Söldner in Belarus: Schmuggelt Prigoschin seine Kämpfer nach Polen?
Die Verbannung der Wagner-Gruppe nach Weißrussland könnte Russland die Möglichkeit geben, einen Stellvertreterkrieg gegen Polen zu führen.
Minsk/Warschau – Nach dem misslungenen Putsch der Söldnertruppe Wagner war lange unklar geblieben, wo die verschmähten Kämpfer nun stecken. Sie sollten nach Belarus und so ist es auch geschehen: Das belarussische Verteidigungsministerium bestätigte ihre Ankunft. Wagner bilde jetzt belarussische Truppen aus, hieß es.
Auch polnische Behörden meldeten das Eintreffen zahlreicher Wagner-Söldner in Belarus. „Wagner ist in Weißrussland“, erklärte Andrij Demchenko, ein Sprecher der ukrainischen Grenzbehörde im Kurznachrichtendienst Telegram. Die Söldner sollen in großer Zahl am Samstag (15. Juli) angekommen sein: „Es könnte sein, dass es im Moment mehrere Hundert von ihnen gibt“, erklärte der stellvertretende Koordinator der polnischen Sonderdienste, Stanislaw Zaryn, auf Twitter.
Wagner-Konvoi in Belarus angekommen: Experte warnt vor „terroristischen Handlungen“
Ein bislang unbestätigter Bericht der Beobachtergruppe Belaruski Hajun spricht von einer Kolonne aus mindestens 60 Fahrzeugen der Wagner-Gruppe. Der Konvoi soll von Russland aus ins belarussische Tsel gefahren sein. Es ist die Rede von Lastwagen, Kleintransportern, Lieferwagen und Bussen mit Nummernschildern aus den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine. Laut Belaruski Hajun war die Fahrzeugkolonne in Geleit der belarussischen Verkehrssicherheitspolizei gewesen.
Jaeck Raubo, führender Experte für Verteidiungs- und Sicherheitspolitik in Polen, warnte beim britischen Nachrichtenportal Express vor einer Destabilisierung des Nato-Bündnisses durch die neuen Kämpfer in Belarus. Trotz ihres gescheiterten Putschs müsse man weiterhin davon ausgehen, dass es „Gewalttaten und terroristischer Handlungen“ geben werde, an denen die Wagner-Gruppe beteiligt sein wird. Laut Raubo hätte bereits der jüngste Nato-Gipfel in der litauischen Hauptstadt Vilnius ein verlockendes Ziel für die Söldnertruppe sein können.
Polen fürchtet um Grenzsicherheit: Schmuggelt Wagner seine Soldaten nach Polen?
Mit dem Eintreffen der Wagner-Söldner in Belarus bangt Polen um seine Sicherheit. In Warschau wächst die Befürchtung, dass die Ankunft der Wagner-Truppen den belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko zu Provokationen an der gemeinsamen Grenze der beiden Länder ermutigen könnte.
Die Grenze sei ab sofort durch potenzielle Angriffe der Wagner-Gruppe gefährdet: „Es könnte beispielsweise auf polnische Grenzwachen, Soldaten oder Polizisten geschossen werden“, so Raubo. Die russischen Neuankömmlinge würden laut dem Sicherheitsexperten auch vor Handlungen mit Minenfallen und Sprengsätzen nicht zurückschrecken. Bedenklich sei dabei, dass zukünftige Angriffe gegen die polnische Grenze unter belarussischem Deckmantel stattfinden könnten. Im Falle eines Übergriffs würden sich die russischen und belarussischen Behörden von den Angriffen distanzieren und behaupten, die Mitglieder der Wagner-Gruppe hätten „wieder einmal“ gemeutert, erklärte der Experte für Sicherheit.
Polnische Verteidigungsexperten befürchten zudem, dass weißrussische Behörden Wagner-Sträflinge über die Grenze schmuggeln könnten, um auf polnischem Boden „schwere Straftaten“ zu begehen. Raubo erklärte gegenüber Express: „An dieser Stelle muss auch darauf hingewiesen werden, dass, wenn neben erfahrenen Söldnern auch verurteilte Personen in Belarus auftauchen, versucht werden kann, diese über die Grenze zu schmuggeln, um schwere Straftaten zu begehen.“ Das polnische Verteidigungsministerium kündigte bereits an, seine Grenze zu Belarus weiter zu verstärken.
Prigoschins Gruppe Wagner neben Europa auch in Afrika vertreten
Laut dem polnischen Sicherheitsexperten sind die Mitglieder gut geschult darin, unerfahrene Soldaten mit einem „schnellen Kampftraining“ auszubilden. Auch deshalb sind die Soldaten aus der Privatarmee des Oligarchen Jewgeni Prigoschin derzeit international so gefragt. Nachdem Präsident Wladimir Putin seinen für seinen ehemaligen Verbündeten scheinbar bereits einen Ersatz gefunden hat, bleibt Prigoschin in vielen afrikanischen Staaten weiterhin eine Schlüsselfigur.
Dort erstreckt sich sein Imperium besonders weit: Libyen, Mali, die Zentralafrikanische Republik, Mosambik, Madagaskar und der Sudan gehören zu den Staaten, die Wagner etwa mit Söldnern oder Desinformationsexperten versorgte. Im Gegenzug gibt es Rohstoffe – darunter Gold und Diamanten. In Expertenkreisen ist man sich sicher: Die von ihm gegründete Marke Wagner wird vorerst weiterleben. (aa/dpa/AFP) "
für Stellvertreterkrieg gegen Polen? Es ist zwar nur eine Überlegung, dass es sich so verhalten könnte. Dennoch - Putin könnte man durchaus zutrauen, dass für ihn die Wagner-Truppe Polen attakiert und er es so darstellt als sei es angebliche Meuterei von Prigoschin und Sache von Weissrussland.
In diesem Falle hoffe ich auf Besonnenheit. Denn würde offiziell die Nato Polen unterstützen hätte Putin einen Grund Lukaschenko zu unterstützen ....
"„Mehrere Hundert“ Wagner-Söldner in Belarus: Schmuggelt Prigoschin seine Kämpfer nach Polen?
Die Verbannung der Wagner-Gruppe nach Weißrussland könnte Russland die Möglichkeit geben, einen Stellvertreterkrieg gegen Polen zu führen.
Minsk/Warschau – Nach dem misslungenen Putsch der Söldnertruppe Wagner war lange unklar geblieben, wo die verschmähten Kämpfer nun stecken. Sie sollten nach Belarus und so ist es auch geschehen: Das belarussische Verteidigungsministerium bestätigte ihre Ankunft. Wagner bilde jetzt belarussische Truppen aus, hieß es.
Auch polnische Behörden meldeten das Eintreffen zahlreicher Wagner-Söldner in Belarus. „Wagner ist in Weißrussland“, erklärte Andrij Demchenko, ein Sprecher der ukrainischen Grenzbehörde im Kurznachrichtendienst Telegram. Die Söldner sollen in großer Zahl am Samstag (15. Juli) angekommen sein: „Es könnte sein, dass es im Moment mehrere Hundert von ihnen gibt“, erklärte der stellvertretende Koordinator der polnischen Sonderdienste, Stanislaw Zaryn, auf Twitter.
Wagner-Konvoi in Belarus angekommen: Experte warnt vor „terroristischen Handlungen“
Ein bislang unbestätigter Bericht der Beobachtergruppe Belaruski Hajun spricht von einer Kolonne aus mindestens 60 Fahrzeugen der Wagner-Gruppe. Der Konvoi soll von Russland aus ins belarussische Tsel gefahren sein. Es ist die Rede von Lastwagen, Kleintransportern, Lieferwagen und Bussen mit Nummernschildern aus den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine. Laut Belaruski Hajun war die Fahrzeugkolonne in Geleit der belarussischen Verkehrssicherheitspolizei gewesen.
Jaeck Raubo, führender Experte für Verteidiungs- und Sicherheitspolitik in Polen, warnte beim britischen Nachrichtenportal Express vor einer Destabilisierung des Nato-Bündnisses durch die neuen Kämpfer in Belarus. Trotz ihres gescheiterten Putschs müsse man weiterhin davon ausgehen, dass es „Gewalttaten und terroristischer Handlungen“ geben werde, an denen die Wagner-Gruppe beteiligt sein wird. Laut Raubo hätte bereits der jüngste Nato-Gipfel in der litauischen Hauptstadt Vilnius ein verlockendes Ziel für die Söldnertruppe sein können.
Polen fürchtet um Grenzsicherheit: Schmuggelt Wagner seine Soldaten nach Polen?
Mit dem Eintreffen der Wagner-Söldner in Belarus bangt Polen um seine Sicherheit. In Warschau wächst die Befürchtung, dass die Ankunft der Wagner-Truppen den belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko zu Provokationen an der gemeinsamen Grenze der beiden Länder ermutigen könnte.
Die Grenze sei ab sofort durch potenzielle Angriffe der Wagner-Gruppe gefährdet: „Es könnte beispielsweise auf polnische Grenzwachen, Soldaten oder Polizisten geschossen werden“, so Raubo. Die russischen Neuankömmlinge würden laut dem Sicherheitsexperten auch vor Handlungen mit Minenfallen und Sprengsätzen nicht zurückschrecken. Bedenklich sei dabei, dass zukünftige Angriffe gegen die polnische Grenze unter belarussischem Deckmantel stattfinden könnten. Im Falle eines Übergriffs würden sich die russischen und belarussischen Behörden von den Angriffen distanzieren und behaupten, die Mitglieder der Wagner-Gruppe hätten „wieder einmal“ gemeutert, erklärte der Experte für Sicherheit.
Polnische Verteidigungsexperten befürchten zudem, dass weißrussische Behörden Wagner-Sträflinge über die Grenze schmuggeln könnten, um auf polnischem Boden „schwere Straftaten“ zu begehen. Raubo erklärte gegenüber Express: „An dieser Stelle muss auch darauf hingewiesen werden, dass, wenn neben erfahrenen Söldnern auch verurteilte Personen in Belarus auftauchen, versucht werden kann, diese über die Grenze zu schmuggeln, um schwere Straftaten zu begehen.“ Das polnische Verteidigungsministerium kündigte bereits an, seine Grenze zu Belarus weiter zu verstärken.
Prigoschins Gruppe Wagner neben Europa auch in Afrika vertreten
Laut dem polnischen Sicherheitsexperten sind die Mitglieder gut geschult darin, unerfahrene Soldaten mit einem „schnellen Kampftraining“ auszubilden. Auch deshalb sind die Soldaten aus der Privatarmee des Oligarchen Jewgeni Prigoschin derzeit international so gefragt. Nachdem Präsident Wladimir Putin seinen für seinen ehemaligen Verbündeten scheinbar bereits einen Ersatz gefunden hat, bleibt Prigoschin in vielen afrikanischen Staaten weiterhin eine Schlüsselfigur.
Dort erstreckt sich sein Imperium besonders weit: Libyen, Mali, die Zentralafrikanische Republik, Mosambik, Madagaskar und der Sudan gehören zu den Staaten, die Wagner etwa mit Söldnern oder Desinformationsexperten versorgte. Im Gegenzug gibt es Rohstoffe – darunter Gold und Diamanten. In Expertenkreisen ist man sich sicher: Die von ihm gegründete Marke Wagner wird vorerst weiterleben. (aa/dpa/AFP) "
www.merkur.de/ ... /wagner-gruppe-soeldner-belarus-prigoschin-schmuggel-polen-minsik-russland-nato-ukraine-krieg-92405257.html