Von Harvey11
Montag 22.12.2025, 21:15 – geändert Montag 22.12.2025, 22:15
Ein Streit zwischen dem AfD-Verteidigungsexperten und Wehrpflicht-Befürworter Lucassen und Gegner Höcke sorgt für Wirbel. Die Fraktionspitze forderte Lucassen auf, sich zu erklären. Die Stellungnahme liegt dem ARD-Hauptstadtstudio vor.
»Wie stehen wir zum Staat? Diese Frage wird in der AfD laut gestellt. In einer Partei, die sich darauf vorbereitet, im kommenden Jahr vielleicht Regierungsverantwortung zu übernehmen. Doch was wäre wenn? Wird die Partei scheitern? Genauso könne es kommen, fürchtet Rüdiger Lucassen, der verteidigungspolitische Sprecher seiner Fraktion.
Der hatte Anfang Dezember im Bundestag auf offener Bühne Björn Höcke kritisiert - den mächtigen Landeschef aus Thüringen. Lucassen, das wurde deutlich, hatte sich sehr über eine Rede von Höcke im Landtag geärgert. Denn der - so Lucassen - habe den Eindruck hinterlassen, dass die AfD Deutschland aufgegeben hat.
Höcke hatte im Landtag gefragt: "Was soll der junge Mann mit einer Bundeswehr verteidigen, die keinen Patriotismus und keine Tradition mehr kennt?" Höcke zählt auf: "Dragqueen-Auftritte in Kindergärten", die "mit Betonmauern gesicherten Lichterfeste, die früher mal Weihnachtsmärkte hießen, die Massenzuwanderung, die ihn fremd im eigenen Land macht, den Schuldstolz?" Bevor wieder ein einziger junger Mann in Uniform gesteckt werde, "müsse der Staat wieder ein Staat der Deutschen werden", bilanziert Höcke.
Lucassen fragt im Bundestag zurück: Was "hätten wohl die Männer und Frauen der Befreiungskriege dazu gesagt? Sie wären diesem Befund niemals gefolgt". Mit diesen Worten hat Lucassen einige in seiner Partei gegen sich aufgebracht - vor allem die, die zum Umfeld von Höcke zählen. Sie beantragten, die Fraktion solle intern über diesen Angriff aus den eigenen Reihen diskutieren. Das wurde mit großer Mehrheit abgelehnt - auch auf Drängen von Parteichefin Alice Weidel. Doch der Fraktionsvorstand forderte Lucassen auf, sich zu erklären.«
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Das radikal sinkende Vertrauen in die Bundesregierung scheint anzudeuten, dass bald die AfD auf der Regierungsbank in Berlin sitzen wird.
Aber dann bleibt abzuwarten, welche AfD das sein wird.
Der Streit um den AfD-Verteidigungsexperten Lucassen zeigt das deutlich.
Zu befürchten ist aber, dass es ein innerparteilicher Streit ist. Denn einem Großteil der Wähler scheint diese Frage nicht sehr zu interessieren.
Die sind mit diesen etablierten Parteien sowas von fertig, dass offenbar nur eins zählt: Nie mehr die.
Und das liegt nicht an den tollen Reden der AfD-Leute, das haben sich diese Etablierten selber zuzuschreiben.
Wer sich von der Wirtschaft die Gesetze vorschreiben lässt und von denen Geld nimmt, der schafft ein Heer von Abgehängten.
Da braucht die AfD denen zu stetig zu erzählen, wie schlecht es ihnen geht und schon wird das ein Selbstläufer.
Zwar werden sie irgendwann begreifen, dass auch die AfD das Geld der Wirtschaft annehmen wird, weil diese Hilfe erwartet.
Aber dann? Welche AfD wird regieren?
Ein Streit zwischen dem AfD-Verteidigungsexperten und Wehrpflicht-Befürworter Lucassen und Gegner Höcke sorgt für Wirbel. Die Fraktionspitze forderte Lucassen auf, sich zu erklären. Die Stellungnahme liegt dem ARD-Hauptstadtstudio vor.
»Wie stehen wir zum Staat? Diese Frage wird in der AfD laut gestellt. In einer Partei, die sich darauf vorbereitet, im kommenden Jahr vielleicht Regierungsverantwortung zu übernehmen. Doch was wäre wenn? Wird die Partei scheitern? Genauso könne es kommen, fürchtet Rüdiger Lucassen, der verteidigungspolitische Sprecher seiner Fraktion.
Der hatte Anfang Dezember im Bundestag auf offener Bühne Björn Höcke kritisiert - den mächtigen Landeschef aus Thüringen. Lucassen, das wurde deutlich, hatte sich sehr über eine Rede von Höcke im Landtag geärgert. Denn der - so Lucassen - habe den Eindruck hinterlassen, dass die AfD Deutschland aufgegeben hat.
Höcke hatte im Landtag gefragt: "Was soll der junge Mann mit einer Bundeswehr verteidigen, die keinen Patriotismus und keine Tradition mehr kennt?" Höcke zählt auf: "Dragqueen-Auftritte in Kindergärten", die "mit Betonmauern gesicherten Lichterfeste, die früher mal Weihnachtsmärkte hießen, die Massenzuwanderung, die ihn fremd im eigenen Land macht, den Schuldstolz?" Bevor wieder ein einziger junger Mann in Uniform gesteckt werde, "müsse der Staat wieder ein Staat der Deutschen werden", bilanziert Höcke.
Lucassen fragt im Bundestag zurück: Was "hätten wohl die Männer und Frauen der Befreiungskriege dazu gesagt? Sie wären diesem Befund niemals gefolgt". Mit diesen Worten hat Lucassen einige in seiner Partei gegen sich aufgebracht - vor allem die, die zum Umfeld von Höcke zählen. Sie beantragten, die Fraktion solle intern über diesen Angriff aus den eigenen Reihen diskutieren. Das wurde mit großer Mehrheit abgelehnt - auch auf Drängen von Parteichefin Alice Weidel. Doch der Fraktionsvorstand forderte Lucassen auf, sich zu erklären.«
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Das radikal sinkende Vertrauen in die Bundesregierung scheint anzudeuten, dass bald die AfD auf der Regierungsbank in Berlin sitzen wird.
Aber dann bleibt abzuwarten, welche AfD das sein wird.
Der Streit um den AfD-Verteidigungsexperten Lucassen zeigt das deutlich.
Zu befürchten ist aber, dass es ein innerparteilicher Streit ist. Denn einem Großteil der Wähler scheint diese Frage nicht sehr zu interessieren.
Die sind mit diesen etablierten Parteien sowas von fertig, dass offenbar nur eins zählt: Nie mehr die.
Und das liegt nicht an den tollen Reden der AfD-Leute, das haben sich diese Etablierten selber zuzuschreiben.
Wer sich von der Wirtschaft die Gesetze vorschreiben lässt und von denen Geld nimmt, der schafft ein Heer von Abgehängten.
Da braucht die AfD denen zu stetig zu erzählen, wie schlecht es ihnen geht und schon wird das ein Selbstläufer.
Zwar werden sie irgendwann begreifen, dass auch die AfD das Geld der Wirtschaft annehmen wird, weil diese Hilfe erwartet.
Aber dann? Welche AfD wird regieren?