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Lieber raus aus Deutschland

Von Harvey11 Mittwoch 04.03.2026, 11:38

Etliche EU-Arbeitskräfte denken wegen Sprachhürden und Ausbeutung ans Wegziehen
Viele Menschen, die aus anderen europäischen Staaten nach Deutschland gekommen sind, wollen die Bundesrepublik wieder verlassen. Laut einer aktuellen Studie denken 35 Prozent der befragten 1000 EU-Bürgerinnen und -Bürger über den Wegzug nach, 13 Prozent hätten bereits konkrete Vorbereitungen dafür getroffen. Gründe seien, dass sie Sprachbarrieren, Hürden beim Arbeitsmarktzugang und Diskriminierung erlebten. Erstmals seit 15 Jahren gebe es mehr Fort- als Zuzüge von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern aus Deutschland.
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), hatte die Studie beim Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung an der Universität Tübingen in Auftrag gegeben. Sie forderte als Konsequenzen „einen besseren Zugang zu Sprachkursen, konsequenten Schutz vor Arbeitsausbeutung und null Toleranz für Diskriminierung“. (…..)
Sprachkenntnisse erwiesen sich laut der Studie „als zentraler Schlüssel zur Integration“. Dieses Ergebnis ist politisch brisant, weil Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) den Zugang zu kostenfreien Integrationskursen deutlich beschränkt hat – gegen den Willen der Integrationsbeauftragten Pawlik und ihrer SPD. Angesichts der Forschungsergebnisse sprach Pawlik erneut von einem „vollkommen falschen Schritt“.
Das Forschungsteam um den Wirtschaftswissenschaftler Bernhard Boockmann plädiert für eine Ausweitung von Sprachkursen. (….) Außerdem seien mehr Angebote von Kursen mit Kinderbetreuung nötig.
In Deutschland sind 2,7 Millionen EU-Bürgerinnen und EU-Bürger erwerbstätig, davon kommt mit 1,7 Millionen ein großer Teil der Menschen aus ost- und südosteuropäischen Ländern. Motive für die Zuwanderung nach Deutschland seien „bessere Arbeitsmöglichkeiten mit höherem Verdienst, rechtliche Stabilität oder Zukunftsperspektiven für die Kinder“.
In den Interviews habe sich gezeigt, dass migrationspolitische Debatten in Deutschland von zugewanderten EU-Bürgerinnen und -Bürgern „teils als bedrohlich wahrgenommen“ würden. Insbesondere Menschen aus Rumänien und Bulgarien beklagten „mangelnde Wertschätzung“. Auch in Behörden gebe es „subtile Formen der Ausgrenzung“, ebenso auf dem Wohnungsmarkt oder im Alltag. In der Studie werden „Willkommensbegleitungen oder Strukturen, die den neu Zugewanderten als Anlaufstelle dienen können“ als Abhilfe vorgeschlagen.
Außerdem fordern die Autorinnen und Autoren mehr Schutz vor Ausbeutung. So werde die Unterkunft im Niedriglohnsektor oft an die Beschäftigung geknüpft, wobei „teils hohe Lohnabzüge für Miete vorgenommen und gesetzliche Standards nicht eingehalten“ würden. „Diese Abhängigkeit begünstigt Arbeitsausbeutung, erhöht das Risiko von Obdachlosigkeit, erschwert den Familiennachzug und kann zur Abwanderung beitragen“, steht in der Studie.
Von Fachleuten seien im Zusammenhang mit illegalen Arbeitsmodellen und ausbeuterischen Strukturen Branchen wie das Bauwesen, Lager und Logistik, Gastronomie, Landwirtschaft, Reinigung, das Handwerk und die häusliche Pflege genannt worden. (…) Frankfurter Rundschau 4.3.2026

Was da wieder gefordert wird, geförderte Sprachkurse, mehr Angebote von Kursen mit Kinderbetreuung, Schluss mit der Ausbeutung usw.
Was das wieder kostet. In einem Staat, dem der Neoliberalismus völlig gewollt immer mehr Geld vorenthält.
Außerdem werden Aufträge der öffentlichen Hand immer an die Billigsten vergeben. Also müssen die ausbeuten. Sonst wären die ja nicht so billig.
Wer Tariflöhne bezahlt ist dann natürlich der Dumme. Das muss man akzeptieren. Dafür können wir auch reisen wohin wir wollen. Irgendwie muss man für alles bezahlen.
Und wenn die weg wollen, dann weg. Es warten tausend andere auf deren Jobs und deren tollen Wohnungen.

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