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Lehrerverband Bayern fordert: Schulkinder ans MG

Von Harvey11 Freitag 18.04.2025, 16:56

Lehrerverband Bayern fordert: Schulkinder ans Maschinengewehr
Marodes Knallzeug, keiner das der es benutzen will und kurz vor dem Überfall der Russen. Da muss man etwas tun. Werbung bei den jungen, die man noch beeinflussen könnte.
In Lettland gibt es ihn längst, Schießübungen und Geländeübung an Schulen.
Wir haben Söder: Wir sind die Partei der Bundeswehr.
Da ist es kein Wunder, dass kürzlich der Bayerische Lehrerinnen und Lehrerverband (BLLV) einen ähnlichen Verteidigungsunterricht wie es ihn in Lettland gibt vorgeschlagen hat.
Dieser erinnert nicht zufällig an den die Kriegserziehung der Nazizeit und an die „Wehrkunde“ in der früheren DDR – weshalb gerade die Bildungsministerien in den ostdeutschen Bundesländern der Idee äußerst reserviert gegenüberstehen.
Ein solches Lehrfach könne „Ängste auffangen und den Wert von Demokratie vermitteln“, behauptete dagegen BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. Also kann man sich bedenkenlos die DDR zum Vorbild nehmen, die ja auch den Wert von Demokratie denn Schülern vermittelt hat. Wenn Schülerinnen und Schüler im Unterricht an der Waffe trainiert werden sollten, müsse man das „auf jeden Fall psychologisch begründet werden“, schränkt die Verbandsfunktionärin ein. Zugleich denkt sie in einem Interview des Bayerischen Rundfunks jedoch laut darüber nach, wie Jugendliche „kriegstauglich“ gemacht werden könnten, indem sie etwa lernen, wie man „ein Maschinengewehr bedient“ oder sich „im Wald orientiert“ – das sei „Selbstverteidigung im kriegerischen Bereich. Da ist es bis zum Gewehr in jede deutsche Hand nicht mehr weit.
Die GEW lehnt solche Ideen mit der Forderung „Kein Platz für Wehrunterricht an Bayerns Schulen“ kategorisch ab. „Ich kann nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet die Vertretung eines Lehrkräfteverbandes solche Gedankenspiele in die Öffentlichkeit trägt“, ärgert sich der stellvertretende Landesvorsitzende Florian Kohl. Waffen und Schießübungen hätten in den Klassen nichts zu suchen, der „Schutz der Menschenrechte, das Völkerrecht und die Prinzipien der Friedenspädagogik“ müssten im Mittelpunkt schulischer Bildung stehen. Der so kritisierte BLLV ist Mitglied im Verband Bildung und Erziehung und damit ein Teil des Deutschen Beamtenbundes.
In der Vergangenheit gab es bei unverfänglicheren Themen wieder Tarifpolitik durchaus Überreinstimmungen und Kooperationen mit der im Deutschen Gewerkschaftsbund organisierten GEW. Hier aber fehlen die Gemeinsamkeiten: Dass das lettische Beispiel überhaupt diskutiert wird, zeige laut DGB-Bildungsgewerkschaft klar, welch politisches Klima sich hierzulande entwickelt – und was in den nächsten Jahren noch kommen könnte.
Immerhin, an deutschen Schulen wird noch nicht geschossen. Doch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg und Frieden ist keineswegs überall selbstverständlich. Einladungen skeptischer Lehrkräfte an Wehrdienstverweigerer oder gar Kriegsversehrte, die als schockierende Gegenstimmen wirken könnten, bleiben Ausnahmen.
Stattdessen besuchen norddeutsche Schulklassen Marinestützpunkte in Kiel oder Wilhelmshaven, besichtigen dort Fregatten und Waffenarsenale. Im Unterricht halten rhetorisch geschulte Jugendoffiziere unter dem Vorwand der Berufsorientierung Vorträge über die „veränderte Sicherheitslage“.
Die werbenden Auftritte dienen, trotz anderslautender Beteuerung, selbstverständlich der Rekrutierung für die Bundeswehr. Die Nachwuchssuche bleibt bislang allerdings ohne nennenswerten Erfolg: Für einen militärischen Arbeitgeber können sich, anders als in Lettland, nur wenige junge Deutsche begeistern. Und das ist das beruhigende daran.
Teilweise aus der Freitag,17.4.2025

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