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Lauter Zeichen der Entfremdung

Von Harvey11 Donnerstag 24.07.2025, 11:23 – geändert Donnerstag 24.07.2025, 12:43

China lässt die EU spüren, dass andere Partner derzeit für sie wichtiger sind. 50 Jahre, nachdem die bilateralen Beziehungen aufgenommen wurde, sind sie aus vielen Gründen angespannt. Schlechte Vorzeichen für den Gipfel in Peking.

50 Jahre sind eigentlich ein Grund zum Feiern. Aber in Feierlaune fahren die EU-Spitzen heute nicht zum Gipfeltreffen nach Peking, es gibt Verstimmungen mit dem Gastgeber.Ein Grund: China überschwemmt die globalen Märkte mit Waren, die dank staatlicher Subventionen oft billiger sind als die der Konkurrenz. So sieht man das in Europas Hauptstädten. Und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gibt sich auch keine Mühe, das schön zu reden. "China verfügt über einzigartige Instrumente, um außerhalb der Regeln zu agieren", erklärte sie Anfang Juli vor dem Europaparlament. Die globalen Märkte würden mit subventionierten Überkapazitäten geflutet, "um den internationalen Wettbewerb zu ersticken".

Aber Frau von der Leyen, ist Ihnen das so fremd?
Handelte denn die EU nicht auch so?
Gerade die Deutschen haben so jedes Jahr ihren Titel des Exportweltmeisters verteidigt.
Jetzt haben still und leise neben China auch andere Länder sich weiterentwickelt, während es in der EU immer nach dem alten Trott weiter ging - brachte es doch immer noch Geld.
Jetzt fängt das Geheule an. China lässt die EU spüren, dass andere Partner derzeit für sie wichtiger sind.
Ja warum denn nicht? Was hat denn die EU China zu bieten? Umgekehrt wird doch ein Schuh daraus. Die EU muss betteln, das man ihnen etwas übrig lässt.
So haben viele andere Staaten bei der EU gebettelt. Hochnäsig wurden sie abgewiesen.
Staaten, die in selbstmörderischer Weise mit Sanktionen um sich werfen, sind für China kein Partner, den sie ernst nehmen können.
Die USA wissen schon, warum sie sich auf den Krieg gegen China konzentrieren, während sie mit dem Krieg gegen Russland die Europäer beauftragt haben. Aber auch in Peking weiß man um den liebesdienerischen Gehorsam der EU gegenüber den USA.
Sehr schlechte Zeiten für den China-Gipfel. Die Vertreter aus Europa werden sich sehr viele Kissen unterlegen müssen, damit sie mit den Chinesen auf Augenhöhe sein werden.
Aber eine Sorge werden sie weniger haben. Die Chinesen werden ihre Verachtung nicht so offen zeigen, wie sie die EU vor Jahren andere Länder hat spüren lassen.
Man sieht sich immer zweimal.



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