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Kriege kosten schon vorher Geld

Von Harvey11 Montag 12.08.2024, 11:40 – geändert Montag 12.08.2024, 11:43

Bezüglich der geplanten gewaltigen Aufrüstung hat der Politologe Ulrich Menzel mal so ganz nebenbei im, Interview etwas zu den Kosten gesagt.
Auf die Frage, warum die Stationierungsentscheidung so kurz vor den US-Präsidentschaftswahlen gefallen sei, obwohl sich die amerikanische Sicherheitspolitik nach einer eventuelle Wahl von Trump sowieso radikal ändern wird, meinte er:
»Ja, falls Trump die Wahl gewinnt, könnte das Szenario folgendermaßen aussehen: Entweder er kündigt das Abkommen oder er sagt, o.k., wir Amerikaner liefern die Waffensysteme und verteidigen euch weiter, aber ihr müsst das bezahlen. So ein Tomahawk-Marschflugkörper kostet je nach Version zwischen einer halben und 1,8 Millionen Euro, die künftigen Hyperschallwaffen 41 Millionen Euro pro Stück und eine SM6-Rakete zwischen 3,2 und 4 Millionen Euro. Bei den Patriot-Systemen der Bundeswehr kostet bereits ein Schuss rund vier Millionen Euro. Ein einziger Schuss!«
Die Frage danach, wer das denn bezahlen soll antwortete er:
»Das wäre dann eine ganz andere Version von Lastenteilung als bisher. Die Amerikaner behalten zwar die Befehlsgewalt über die gelieferten Raketen, aber wir müssen sie bezahlen, weil es ja um unsere Sicherheit geht.«

Ich befürchte, dass unsere Infrastruktur weiter zerfallen wird und das ganz ohne Putins Raketen. Der Sozialetat wird weiter schmelzen. Dafür darf man in diesen Kreisen doch mal hungern.

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